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The Corrs Biographie

The Corrs

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Vier Jahre nach ihrem letzten Studioalbum kehren THE CORRS mit „Borrowed Heaven“ zurück. Eine atemberaubend vielseitige Sammlung von Liedern, die auf beeindruckende Weise die Weiterentwicklung einer der erfolgreichsten Gruppen der vergangenen Dekade dokumentiert.

Als Andrea, Sharon, Caroline und Jim Corr 2001 von ihrer Tournee heim kamen, hatten sie beinahe sechs Jahre ununterbrochener Auftritte und Studioaufnahmen hinter sich. Es war Zeit, sich eine Pause zu gönnen, endlich einmal wieder die einfachen Dinge des Lebens zu genießen: Privatsphäre, Beziehungen sowie – in Carolines Fall – Mutterschaft. „Wir mussten unser Leben zurück haben und realisieren, dass es Wichtigeres gibt, als sich darüber Gedanken zu machen, was über uns in der Zeitung geschrieben wird“, stellt Andrea klar.

Die Batterien aufzuladen hat sich ausgezahlt, wie „Borrowed Heaven“ zeigt. Denn auch für das Writing, die Proben plus die Aufnahmen in Los Angeles und Dublin nahmen sie sich insgesamt 18 Monate Zeit. Als Produzent wurde Olle Romo (Pulp, Bryan Adams, Dion'>Celine Dion) engagiert, ein enger Mitarbeiter von Studio-Guru Mutt Lange, der große Teile von „In Blue“ betreut hatte. THE CORRS beschreiten neue Wege – sowohl musikalisch als auch textlich – ohne dabei den melodiös-folkloristischen Charme zu vernachlässigen, der der Grundstein zu ihrem bisherigen Erfolg war. Des Weiteren waren erstmals alle vier Geschwister an den Kompositionen eines Albums beteiligt.

Das Eröffnungsstück „Summer Sunshine“, welches gleichzeitig die erste Auskopplung ist, wurde von Andrea geschrieben. „Es ist auffällig, dass man immer weiß, wenn man eine Single hat“, freut sich Sharon. Die ansteckende Melodie macht es tatsächlich einfach, den Titel als typischen THE CORRS-Sommerhit zu identifizieren. Doch Andrea weist noch auf die anderen Aspekte hin: „Es klingt sommerlich und fröhlich, ist aber auf eine gewisse Art auch sehr melancholisch. Es geht um eine heimliche Liebe, über die man oft nie ganz hinweg kommt. Ein verbotenes Gefühl, das nur in deinen Gedanken Realität werden kann…“

„Angel“ stammt von Andrea und Caroline und behandelt ihr Verhältnis zur verstorbenen Mutter, der (gemeinsam mit dem Vater) außerdem das ganze Album gewidmet ist. „Es soll eine Würdigung all dessen darstellen, was sie uns gegeben, wozu sie uns inspiriert hat“, berichtet die Sängerin. Das atmosphärische „Hideway“ wurde laut Sharon für eine Freundin verfasst, die gerade eine schwere Zeit durch machte, während sie „Long Night“ als eine Art romantischen Trennungssong beschreibt. Das bewegende „Goodbye“ hingegen ist Sharons Liebeserklärung und Abschiedsgruß an die Mutter.

„Time Enough For Tears“ stammt aus der Feder von U2-Frontmann Bono, Ex-Virgin-Prunes-Chef Gavin Friday sowie dessen Dauerpartner, Score-Experte Maurice Seezer („Im Namen des Vaters“, „Der Boxer“) und war bereits auf dem Soundtrack zu Jim Sheridans mehrfach Oscar-nominierten Film „In America“ zu hören. „Die Drei arbeiteten in Dublin, und ich war zu Besuch, als sie begannen, den Song zu schreiben“, erinnert sich Andrea, „dann musste ich allerdings nach L.A.; daraufhin sangen sie mir ihre Fortschritte immer am Telefon vor…“ Das Resultat dieser außergewöhnlichen Kollaboration ist nicht nur ein wunderbares Stück Musik, sondern eine der besten Vokal-Leistungen von Miss Corr überhaupt. Das Besondere daran: Sie gelang in nur einem einzigen Take.

„Humdrum“ ist ein von Jim arrangiertes Stück, basierend auf Melodie und Texten von Andrea. „Eigentlich sollte es ein hübscher, ruhiger Song werden“, lacht sie, „doch mit der Zeit wurde es ein immer bissigerer Kommentar über Träume die, wenn sie sich erst einmal erfüllen, schnell langweilig werden können…“

Das darauf folgende „Even If“ ist dann wieder deutlich positiver ausgefallen, behandelt es doch den Glückszustand, den wahre Liebe hervorruft. Wohl am stärksten am Herzen liegt Andrea der Titelsong: „Wir alle hoffen auf ein anderes, besseres Leben. Dabei haben wir doch sämtliche Möglichkeiten in der Hand, im Hier und Jetzt unser Glück zu finden.“ Die Aufnahme enthält einen wunderbaren Beitrag der südafrikanischen Gesangstruppe Ladysmith Black Mambazo, mit der THE CORRS auf persönlichen Wunsch von Nelson Mandela beim letztjährigen AIDS-Benefizkonzert in Kapstadt aufgetreten waren.

„Confidence for Quiet“ war der erste Song, den Andrea zur Platte beisteuerte. „Es ist immer etwas schwer, mit der Arbeit für ein neues Album zu beginnen. Man sucht nach Entschuldigungen, aus Angst, einem könne nichts einfallen“, lächelt die hübsche junge Dame. Ironischerweise war dieses Lied dann der Startschuss für eine besonders kreative Phase, die sie an sieben der insgesamt zwölf Stücke von „Borrowed Heaven“ als Komponistin bzw. Co-Komponistin präsentieren sollte.

Nicht nur eines der schönsten, sondern auch interessantesten Stücke des Longplayers ist „Baby Be Brave“. Speziell deshalb, weil die von Andrea Corr verfassten Worte durch zwei im Prinzip von einander völlig isolierten Dingen inspiriert wurden: einen Zeitungsartikel über die Jerusalemer Klagemauer sowie das Zusammentreffen mit dem amerikanischen Rockmusiker Ryan Adams. „Es geht um den Glauben an die eigenen Fähigkeiten. Ich bin überzeugt davon, dass sich jeder von uns seinen Ängsten stellen sollte. Der Mensch braucht eine Menge Mut, sein wahres Potenzial auszuschöpfen.“

Den Abschluss des Albums bildet „Silver Strand“, eine von Caroline und Sharon schon zu Zeiten der Aufnahmen ihres Debüts geschriebene Nummer. „Wir wollten der CD noch ein traditionelles Element hinzufügen“, erklärt die Violinistin. „Es ist uns wichtig, immer etwas irischen Folk dabei zu haben. Sonst würde ein wichtiger Teil von uns fehlen…“

Trotz ihres globalen Erfolges sind THE CORRS fest in der Heimat verwurzelt. Geboren und aufgewachsen in Dundalk, begannen sie bereits im frühen Kindesalter zu musizieren. 1990 – als Andrea und Caroline noch die Schulbank drückten – spielten sie bereits in Alan Parkers Film „The Commitments“ mit. Der große Durchbruch kam dann 1995 während eines US-Trips. Unbekümmert tauchten sie bei dem bekannten Produzenten David Foster (Michael Jackson etc.) vor dem Studio auf. Sie baten spontan um eine Audition, bei der die Geschwister den erfahrenen Soundmann so sehr begeisterten, dass er sich bereit erklärte, ihr Debüt „Forgiven, Not Forgotten“ (1996) zu betreuen, welches auf fast allen Märkten der Erde umgehend Gold- und Platin-Auszeichnungen erntete.

Der Nachfolger „Talk On Corners“ erschien nur ein Jahr später und ließ THE CORRS zu weltweiten Superstars mutieren, die im Vatikan, in der Royal Albert Hall, mit Luciano Pavarotti oder den Rolling Stones auftraten. Die CD war das meistverkaufte Album des Jahres 1998 in Großbritannien, erreichte Multi-Platin in 22 Ländern und Gold in unzähligen anderen.

1999 sah die Veröffentlichung einer gefeierten „MTV Unplugged“-Session, bevor 2000 „In Blue“ erschien, das sehr schnell den Erfolg seiner Vorgänger einstellte. Diesem schloss sich dann das lang erhoffte „The Best of The Corrs“ an. Die Kompilation ließ noch einmal alle bisherigen Hits wie „So Young“, „Runaway“, „Dreams“, „Breathless“ oder „Give Me A Reason“ Revue passieren.

Mit „Borrowed Heaven“ haben THE CORRS nun ihre bis heute reifste Leistung abgeliefert. „Ich denke, dass wir uns selbst übertroffen haben“, sagt Andrea sympathisch unbescheiden. „Es gibt eine unglaubliche Bandbreite an Stilen bzw. Stimmungen, und das Ganze hat einen wirklich großartigen Fluss.“ Sharon stimmt ihrer kleinen Schwester zu: „Ich habe das zwar schon beim letzten Mal gesagt, aber dies ist definitiv unsere beste Arbeit.“ Dann fügt sie lachend hinzu: „Zumindest bis zur nächsten Platte…“
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