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The Offspring Biographie

The Offspring

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“Like fragments of a broken mind/I splinter by my own design,”
„Long Way Home

Lange bevor die Fernseh-Serie „The OC“, die Alternativ-Rock-Package-Konzertreisen namens „Warped Tour“ oder die Extremsport-Competitions „X Games“ auf der Bildfläche erschienen, gab es bereits The Offspring. Die Band wurde im Jahre 1984 von Highschool-Freunden gegründet, inspiriert von einem Auftritt der legendären Local Heroes Social Distortion in Irvine.

Beinahe zwei Jahrzehnte, sechs Alben und 32 Millionen verkaufte Platten später klingen jene Schulfreunde - Sänger und Gitarrist Dexter Holland, Bassist Greg K. und deren früherer Schulkollege Gitarrist Noodles, auf ihrem siebten Album „Splinter“ großartig wie eh und je. Die Aufnahmen fanden unter der Regie von Brendan O’Brien, der auch schon für „Conspiracy Of One“ (2001) an den Reglern saß, in L.A. und Atlanta statt. Für Schlagzeuger Ron Welty, der seit 1986 dabei gewesen war und die Band jüngst verließ, sprang Josh Freese von den Vandals ein. Dieses veritable Old-School-Punk-Line-Up wird komplettiert durch Jim Lindberg von Pennywise und Jack Grisham von TSOL (sind auf Dexters „Nitro Records“-Label gesignt), der bei den „Splinter“-Albumtracks „The Noose“ und „Da Hui“ im Background singt.

„Nach sieben Alben bedarf es natürlich schon einer gewissen Motivation, damit man sich nicht nur auf seinen Lorbeeren ausruht,” sagt Dexter über die Entsehungsgeschichte der neuen Platte, die mit ersten Demos-Sessions in den D-13-Studios der Band in Dexters Heimatort Huntington Beach, Kalifornien, begann. „Ich habe mir unser älteres Zeug angehört und versucht, herauszufinden, was dessen besonderen Charme ausmachte, ohne mich selbst zu kopieren. Ich habe ein gutes Gefühl bei dieser Platte. Es ist eine gute Mischung geworden.“

Herausgekommen sind grandiose Songs wie die erste Single „Hit That” mit einem Funkadelic-meets-DEVO-Keyboard-Riff von Ronnie King (Tupac Shakur, OFX'>NOFX, Snoop Dogg, Pennywise), einem alten Freund der Band. Der Track ist charakteristisch für die besondere Begabung der Band, immer wieder frische, brillante Hooklines und hymnische Refrains zu finden und erzählt die Geschichte einer Familie, die an mangelnder Loyalität und Unehrlichkeit zerbricht. Dann sind da noch das Rude Boy/ Reggae/Ska-Stück „The Worst Hangover Ever” („It hurts so bad that I’m never gonna drink again… At least not ‘til next weekend“) und “When You’re In Prison” mit Dexters 30er-Jahre Eddie Cantor/Al Jolson Crooner/Falsett-Gesang.

„Das Tolle an der Band ist, dass Du immer etwas Neues lernst,“ sagt Dexter. „Das war jetzt das zweite mal, dass wir mit Brendan aufgenommen haben. Und es hat viel besser geklappt, als beim erstenmal, weil wir genau wussten, was er von uns erwartet.“

Wir fühlen uns im Studio mittlerweile sehr viel wohler als früher,” bestätigt Noodles. „Die Leute, mit denen wir gearbeitet haben, von Thom Wilson bis Dave Jerdan und natürlich Brendan haben uns soviel beigebracht; je länger wir das machen, umso mehr begreifen wir, dass das hier nicht ‚Rocket Science‘ ist.“

„Wir versuchen immer wieder, neue Sounds mit reinzubringen und die Dinge etwas zu verändern,” sagt Greg K. „Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch wieder die ganz klassischen Rock- und Punk-Songs.“

Der Albumtitel „Splinter“ war die zweite Wahl nach dem Wunschtitel „Chinese Democracy“, den allerdings bereits Axl Rose für sein noch fertigzustellendes neues Album gewählt hatte. Auf „Splinter“ gibt es High-Energy-Rock wie das heftige „The Noose“, das dynamische „Long Way Home“, „Race Against Myself“ und den Punk-Trash-Track „Da Hui“, ein Tribut an die gleichnamige Surfer-Community von Oahu, Hawaii. Dexter und Noodles, selbst leidenschaftliche Surfer, flogen auf die Insel und drehten zusammen mit Da Hui ein Video, das als Bonustrack auf „Splinter“ enthalten ist. “Die Jungs haben den Clip gesehen und fanden es cool,” sagt Holland. „Wahrscheinlich, weil klar wird, dass sie ziemlich tough sind und du es dir mit ihnen nicht verscherzen solltest.“

Dexters Texte sind sarkastisch wie immer: Er befasst sich mit Selbstzerstörung („The Noose“, „Lighting Rod“), Paranoia („Race Against Myself“), Entfremdung („(Can’t Get My) Head Around You“) und Erniedrigung ( im Buddy-Holly-inspirierten „Spare Me The Details”). “Das ist eben meine Art von Humor. Und natürlich auch nicht immer ganz ernstgemeint,“ sagt er. „So eine Platte muss ja auch die Balance halten. Man will ja nicht zu negativ rüberkommen.“

Was treibt The Offspring nach sensationellen 32 Millionen verkauften Alben weltweit noch an? Nach zwei Jahrzehnten als Punkrockband und als eine der ersten Indie-Gruppen, die zu einem Major wechselten, spürt Dexter, dass er den Fans immer noch viel zu sagen hat. Er möchte sie inspirieren, und ihnen das geben, was seine Idole TSOL, die Adolescents, Social Distortion oder Bad Religion ihm einst gaben.

“Wir sind einfach happy, dass wir nach wie vor am Start sind,” sagt Dexter. Seiner Überzeugung nach gibt es für Teenager kaum etwas wichtigeres als Idole, die ihnen Starthilfe geben und ihnen helfen, ihren eigenen Weg in einer immer unübersichtlicheren Welt zu finden. „Ich bin sicher, dass das, was wir tun, den Kids etwas bedeutet. Als ich jung war, konnte ich mir nicht vorstellen, jeden Tag von Neun bis Fünf mit Anzug und Krawatte am Schreibtisch zu sitzen. Ich wusste, da gibt es etwas, das mir besser gefällt und mich glücklich macht. Und das hier ist tatsächlich besser, als ich es mir je hätte vorstellen können.“

“Da lastet soviel Druck auf einem, wenn man älter wird. Sollst du weiter in der Band spielen oder nicht? Ich denke immer: Na ja, noch ein paar Jährchen . ... Das habe ich vor zwei, drei Jahren auch gesagt. Aber eigentlich ist es doch toll, dass wir nach all den Jahren wir immer noch dabei sind. Ich mache jetzt einfach weiter.“

Im Spätherbst werden The Offspring mit ihrem neuen Schlagzeuger Atom Willard (ehemals Rocket From The Crypt) auf Welttour gehen. “Er ist ein supercooler Typ,” sagt Noodles. „Es macht soviel Spaß, mit ihm zu spielen. Und ich freue mich darauf, mit den neuen Songs aufzutreten. Ich glaube, das wird großartig. Wir haben ein fantastisches Line Up.“

THE OFFSRING 2003
Dexter Holland: Gesang, Gitarre
Noodles: Gitarre
Greg K: Bass
Atom Willard: Schlagzeug

DISCOGRAPHIE ALBEN
Media Control Album Charts Platzierung:
„The Offsping“ -
(Nemesis Records, 1989)
„Ignition“ -
(Epitaph, 1992)
„Smash“ Platz 4
(Epitaph, 1994)
„Ixnay On The Hombre“ Platz 15
(Columbia, 1997)
„Americana“ Platz 5
(Columbia, 1998)
„Conspiracy Of One“ Platz 8
(Columbia, 2000)
„Splinter“ Platz ?
(Columbia, 2003)

HISTORY
1984: Die Schulkollegen Dexter Holland und Greg Kriesel aus Orange County, Kalifornien beschließen nach einem Konzert der Local-Heroes Social Distortion in Irvine, selbst eine Band zu gründen: Holland singt, Kriesel spielt Bass.

1985: Aufsichtsschüler Noodles steigt ein, zunächst hauptsächlich deswegen, weil er dem minderjährigen Trio legal Alkohol besorgen kann. Die drei proben im Haus von Kriesels Eltern und spielen ihre ersten Shows in Santa Cruz und San Francisco.

1986: Die Band, die ursprünglich Manic Subsidal hieß, benennt sich um in The Offspring. Sie presst 1000 Kopien ihrer Vinyl-Debütsingle „I’ll Be Waiting“/ „Blackball“, die auf dem bandeigenen Black Label erscheint. Die Cover werden bei Holland zu Hause von Hand zusammen geklebt. Der sechzehnjährige Ron Welty wird das vierte Mitglied von The Offspring, nachdem sein Vorgänger die Band verlassen hat, um mehr Zeit für die Schule zu haben.

1989: Die Gruppe unterschreibt beim Independent-Label Nemesis/Cargo. Mit der Hilfe von Punk-Produzent Thom Wilson (T.S.O.L., The Vandals, Dead Kennedys) veröffentlicht sie ihr Debütalbum „The Offspring“, von dem 3.000 Vinyl-Schallplatten verkauft werden.

1991: Die Band veröffentlicht die Seven-Inch-EP „Baghdad“ (Nemesis/ Cargo) und nimmt „Take It Like A Man“ für The Big One, eine Compilation des Flipside-Magazins, produziert von Epitaph-Records-Besitzer und Bad-Religion-Gitarrist Brett Gurewitz, auf.

1992: „Ignition“, das Debüt der Band bei Epitaph, erscheint. Die Release-Party in Fullerton, Kalifornien findet vor nur 25 Fans statt. Das Album verkauft sich im Anschluss weltweit 600.000 mal.

1993-’94: Die Band tourt mit den Lunachicks und Pennywise durch die USA. In Europa spielt sie als Support für NOFX.
1994: „Smash“, das zweite Album auf Epitaph erscheint. Es enthält die Hits „Come Out And Play (Keep `Em Separated)”, „Self Esteem” und „Gotta Get Away” und markiert den endgültigen Durchbruch für die Band. Die Platte verkauft sich mehr als elf Millionen mal weltweit; das ist weit mehr als eine Band auf einem Indie-Label je zuvor verkauft hat. Nachdem „Come Out And Play“ zum MTV-Hit geworden ist, überbieten sich die Majors, um The Offspring für sich zu gewinnen. Das Album steigt bis auf Platz vier der US-Billboardcharts.

1995: Dexter und Greg gründen Nitro Records. Das Label mit Sitz in Huntington Beach signt Bands wie die Vandals, AFI und Guttermouth. Nitro veröffentlicht das selbstbetitelte Debüt der Band erstmals auf CD. The Offspring covern das Damned-Stück „Smash It Up“ für den „Batman Forever“-OST.

1997: The Offspring unterschreiben bei Columbia Records und veröffentlichen im Februar „Ixnay Of The Hombre“ (produziert von Dave Jerden). Das Album mit den Singles „All I Want“, „Gone Away” und „I Choose” verkauft sich weltweit mehr als drei Millionen mal und erreicht Platz 9 der US-Billboard-Albumcharts. Das Spin-Magazin ist begeistert und schreibt: “Punk-rock zealots can take their rage to the grave, but what this band cares about beyond everything else is what zealots can abide least: songs.” Die L.A. Times lobt: “ [the album is] richly varied and thoroughly smart … a mature, sometimes daring and always enticing effort by a band that constantly offers far more than meets the ear.” Jello Biafra ist als Gaststar auf Ixnay dabei und performt auf der Bühne zusammen mit der Band die Dead-Kennedy-Klassiker „Chemical Warfare“ und „Holiday in Cambodia“.

1998: Ein MP-3-File von „Pretty Fly (for a White Guy)” vom noch nicht veröffentlichten „Americana“-Album wird innerhalb von zehn Wochen 22 Millionen mal aus dem Internet heruntergeladen und landet auf Platz 1 der Top-Pirated-Internet-Songs-Charts des Rolling Stone. Als „Americana“ im November erscheint, verkauft es sich weltweit dank der catchy Single und des Videos auf MTV mehr als zehn Millionen mal. Weitere Singles sind „The Kids Aren’t Alright“, „She’s Got Issues” und „Why Don’t You Get a Job?”. Die Band spielt bei Woodstock `99 und beim Reading-Festival in England. Nitro veröffentlicht Alben von Guttermouth, AFI und den Vandals. „Wir lieben, was wir tun,“ sagt Holland. „Wir wollen gute Musik machen und uns weiterentwickeln.“

1999: Die Gruppe tritt in Australien und Japan auf. The Offspring haben einen Gastauftritt bei der Kult/Horror-Serie Idle Hands, wo sie Cover der Ramones-Songs „I Wanna Be Sedated“ und „Beheaded“ spielen. Dexter hat einen Satz und wird dann ermordet.

2000: Die Band erhält eine einstweilige Verfügung der Internet-Filesharing-Börse Napster, durch die es ihr untersagt wird, T-Shirts mit dem Napster-Logo auf der Band-Website zum Verkauf anzubieten. Die Band verteidigt sich und sagt, sie habe das Logo nur mit den Fans „teilen“ wollen.

2001: The Offspring spielen am 18. Juli als Headliner zusammen mit Incubus, den Long Beach Dub Allstars, Pennywise, Social Distortion, Weezer, Mike D und Mixmaster Mike beim KROQ/ Lose Levi’s-Inland-Invasion-Festival in Devore im Blockbuster Pavillion. Im Dezember nimmt die Band zusammen mit Brendan O’Brien „Defy You“ für den Soundtrack zu „Orange County“ mit Colin Hanks und Jack Black auf. Dave Meyers führt Regie beim dazugehörigen Video.

2002: Im März spielen The Offspring bei der Las-Vegas-Premiere von Tony Hawk’s „Boom Boom Huck Jam“, mit dabei Skate-Champions wie Hawk, Bob Burnquist, Bucky Lasek, Dave Mirra, Mat Hoffman, Carey Hart und Dustin Miller. Es folgen vier weitere Dates im Herbst. Im Juli spielen sie ein Benefiz-Konzert mit T.S.O.L. im Anaheim House of Blues für „They Will Surf Again“ und „Life Rolls On“, zwei von professionellen Surfern gegründete Organisationen, die die Entwicklung von besseren Behandlungsmethoden bei Rückenmarksverletzungen unterstützen. Im September eröffnen sie die Kerrang!-Awards in London und werden selbst mit einem Songwriter-Award ausgezeichnet, der von Shirley Manson von Garbage überreicht wird. Kerrang! lobt: “They have influenced and continue to influence new generations of K!-heads. Tonight’s award nails not only The Offspring’s glorious past, but their ongoing relevance.”

2003: The Offspring covern erneut „I Wanna Be Sedated” von den Ramones für das Tribute-Album „We’re a Happy Family“ (Columbia), für das auch Bands und Künstler wie Metallica, Eddie Vedder, Rob Zombie, U2, Marilyn Manson, KISS und Green Day Stücke einspielen.

Die Band nimmt in Hollands D-13-Studios in Huntington Beach Demos für das neue Album auf. Zusammen mit Produzent Brendan O‘Brien arbeiten sie in Atlanta im Southern Tracks Recording Studio und in L.A. in den Henson Recording Studios an den Aufnahmen weiter. Schlagzeuger Ron Welty verlässt die Band. Der frühere Vandals- und A-Perfect-Circle-Schlagzeuger Josh Freese springt für die Dauer der Aufnahmen ein. Die Gruppe erhält im Studio außerdem Unterstützung von zwei weiteren alten SoCal-Punk-Freunden, nämlich Jack Lindberg von Pennywise und Jack Grisham von T.S.O.L., der seinen Wahlkampf als Gouverneur von Kalifornien gerne unterbricht, um einige Background-Vocals einzusingen.

Holland kündigt an, dass das neue Album „Chinese Democracy“ heißen soll – er möchte damit Axl Rose herausfordern, der vorher hat verlauten lassen, dass das neue Guns’n’Roses-Album, an dem er seit fast einem Jahrzehnt arbeitet, diesen Titel tragen soll. „Das war sowas von witzig,“ sagt Dexter. „Wir mussten das einfach tun. You snooze, you lose. Axl hat mir die Idee mit dem Haarband geklaut, jetzt klaue ich ihm dafür seinen Albumtitel.”

Die Band besucht Hawaii und nimmt zusammen mit der hawaiianischen Surfertruppe Da Hui ein Surfvideo auf. Die Aufnahmen werden dem neuen Album als Extra beigefügt.

Die Gruppe entscheidet sich schließlich doch für „Splinter“ als Albumtitel. Das Album erscheint im Dezember und „Hit That“ soll die erste Single werden. Im Oktober werden neun Drummer zum Vorspielen eingeladen. Das Rennen macht Atom Willard (Rocket From The Crypt, Moth, Alkaline).
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