Thomilla Biographie
Thomilla
Selten passiert es, dass erfolgreiche Künstler noch große Sprünge machen. Glücklicherweise gibt es Ausnahmen. Thomilla gehört nicht zu den Produzenten, die es sich auf ihren Lorbeeren bequem gemacht haben. Auf seinem zweiten Solo-Album „Freeze“ unterstreicht Thomilla, dass er als rockender DJ-Producer eine Klasse für sich ist. Der Benztown-Gründer und Turntablerocker hat sein musikalisches Spektrum sogar erweitert. Mit einer frischen Auswahl an internationalen Gästen stellt er seinen ganz persönlichen Entwurf von kickendem Uptempo Pop vor. Mitreißend und clubkompatibel tragen die Stücke deutlich die Handschrift des Songwriters Thomilla.
Viel ist passiert seit seinem erstem Solo-Album. „Genuine Draft“ aus dem Jahre 2000 gilt heute als richtungsweisend für den deutschen HipHop-Boom. Noch vor der Flut von Deutschrap-Alben machte Thomilla HipHop, Soul und Reggae mit Gästen wie Afrob, Joy Denalane und Gentleman fit für die Clubs. Seit seinem „Picknicker“-Remix (1996) für die Fantastischen Vier hat der heute 30-jährige Produzent einige deutschsprachige Rapper mit dem Benztown-Qualitätssiegel in die Charts befördert, darunter Massive Töne, Thomas D und 5 Sterne Deluxe. Aber auch internationale Stars wie OutKast, Raphael Saadiq & Q-Tip, Bounty Killer oder N'Dea Davenport hat Thomilla mit dem soulig-warmen Benztownflavour geremixt. Die Produktionsfirma Benztown betreibt er gemeinsam mit seinem Partner Peter Hoff in einem Haus am Hang des Stuttgarter „Kessels“. Mitten im Wald entstand - neben Remixen für die Spezializtz oder MC Rene - auch die Ferris-MC-Single „Zur Erinnerung“.
Obwohl er nach wie vor als Produzent von Rap-Stücken aktiv bleibt und HipHop liebt, kann man Thomilla als Solokünstler nicht mehr auf diese Nische beschränken. Er ist schon weit darüber hinaus. Auf „Freeze“ hat sich klar der Einfluss der Turntablerocker durchgesetzt. Turntablerocker ist das gemeinsame Projekt von Thomilla und Michi Beck, der zur Zeit am neuen Album der Fantastischen Vier arbeitet. Nachdem Thomilla das gesamte Solo-Album von Michi Beck „Weltweit“ mit dem namensgebenden Track „Turntablerocker“ produzierte, begannen sie als explosives Club-DJ-Team für Furore zu sorgen. In den gemeinsamen Produktionen steht die Erfahrung aus dem DJing im Vordergrund. Ihr erstes Album „Classics“ von 2001 war ein buntes Potpourri aus Uptempo, HipHop, Electro, Broken Beat, Funk und Pop – ein Wildstyle aus dem, was sie auf der Tanzfläche inspiriert hat. Thomilla, der Multistylist, fühlt sich ohne die engen Grenzen von Genres am wohlsten.
„Freeze“ ist eine Schnittmenge aus dem Turntablerocker- und dem Benztownsound. Was im Lichte von „Genuine Draft“ wie eine komplette Veränderung wirkt, ist für den Turntablerocker eine konsequente Entwicklung. HipHop wirkt hier nicht mehr als Musikstil fort, sondern bildet das Fundament der Produktionsweise und des Feelings. Es ist unüberhörbar, dass Thomilla nach wilden Nächten im Berliner F.U.N.Club bis hin zur Mayday inzwischen ganz woanders angelangt ist - nämlich dort, wo die Dancefloors brennen. Und auch in den Kompositionen und Arrangements hat er aus seinen Produktionserfahrungen als Turntablerocker geschöpft und fast gänzlich auf Samples verzichtet.
Im Januar 2003 hat Thomilla mit der Arbeit zu „Freeze“ begonnen. Zur selben Zeit hat er angefangen, Gitarrenunterricht zu nehmen. Bereits auf dem zweiten Turntablerocker Album „Smile“ (2002) spielten Milla und Michi Beck die Musik selbst ein, statt sie - wie größenteils noch auf ihrem Debüt - zu samplen. So sind viele Skizzen zu „Freeze“ an der Gitarre entstanden. Unüberhörbar ist auch der rockige Einschlag auf einigen Tracks. Wer aber einmal ein DJ-Set von Thomilla miterlebt hat, weiß, dass er auch hier Songs von Nirvana und den White Stripes mit Rapmusik von KRS-1 und Dancefloor Classics von C&C Music Factory mixt - sehr zur Freude der party people. „Freeze“ reflektiert diese Emotionen vom Wochenende. Es ist ein Dancealbum, das wie ein Set von Thomilla funktioniert. Jedes Stück steht für sich, entfaltet aber erst im Ganzen einen ganz eigenen Sinn. Gemacht wie ein Mixtape für Freunde.
Auch wenn Thomilla offensichtlich aus der Zeit seines ersten Solo-Albums heraus gewachsen ist, gibt es Verbindungen. Die Single „Freaky Girl“ ist ein Update von „Geht ab“, dem Clubhit 2000 von Thomilla und Afrob. Auch „Freaky Girl“ ist von einem ähnlich zwingenden Partyvibe durchdrungen – allerdings noch um ein paar beats per minute verschärfter. Über dem Stylemix aus Electro, Miami Bass und Pop rappt und singt die Londonerin Ayak (bekannt aus der Beck´s Gold Werbung). In einer Session in den Benztown-Studios kam „Freaky Girl“ spontan zustande. Der Tune verstrahlt Partylaune pur. Ein anderer Link zu Thomillas Debüt ist das Dancehall Reggae infizierte „Blue Prints“. Sangen 2000 noch Gentleman und Daddy Rings über Thomillas Versions, chattet nun Skarra Mucci aus Konstanz über einem dreckigen und doch smoothen 4 to the floor. Vergleichbar überragende Dancefloorfusionen dieser Art kennt man sonst nur von den Basement Jaxxx aus England. Eines der offensten Team-Ups findet sich auf dem soulfullen Opener „Now You Know“. Hier treffen Soffy O., bekannt von Tok Tok, und der Rapper Sékou aus dem Benztowncamp aufeinander. Thomilla kannte Soffy noch vom letzten Turntablerocker-Album. Der Uptempo Soultrack eröffnet das Album und gibt den offenen Vibe vor.
Die Stücke, die Thomilla mit DJs aufgenommen hat, zielen voll auf die Tanzfläche ab. Techno/House-Produzent DJ Tonka und Thomilla hatten ihre Kollaboration schon vor Jahren geplant. Mit Augenzwinkern reflektieren Titel und Sound von „Not Satisfied“ den Vibe von Berlin-Mitte. „Es ist eine Ode an Berlin aus dem tiefsten Süden“ meint Thomilla und lacht schelmisch. Der housige Track der beiden Kollegen wird auch auf dem kommenden Album von DJ Tonka vertreten sein. Mit DJ Friction vom Freundeskreis verbindet Thomilla eine lange Freundschaft. Bereits auf ihren früheren Alben haben die nachbarschaftlichen Buddies Stücke miteinander gemacht. Ihr an Kraftwerk angelehnter Roboter-Electro von „The Body“ kommt direkt vom Planet Rock 2004 und wird auf der kommenden Tour im kommenden Frühjahr die Hallen rocken. „Sloppy“ ist mit DJ Passion entstanden. Der 22-jährige Deutschtürke ist ein Newcomer aus dem Benztownstall, der von Thomilla unterstützt und gefördert wird. Ursprünglich als HipHop-Track geplant entstand um die orientalischen Samples der rasante Score zu seiner Verfolgungsjagd von Bombay über Istanbul nach Stuttgart.
Ganz bewusst hat Thomilla auf große Namen unter den Gästen verzichtet: „Wenn ein großer amerikanischer Star über die Musik gesungen hätte, hätte das die Stücke zu sehr personifiziert.“ Stattdessen hat er eine frische Reihe begnadeter Sängerinnen, Sänger und DJs auf „Freeze“ eingeladen. Das Album bleibt so als Ganzes stimmig, und bietet einige Überraschungen. Die in Hamburg lebende Özlem singt auf dem wilden „Slap That Bitch“. Ein Hit mit der Sprengkraft von Stadiorock. Özlem hat schon mit will.i.am von den Black Eyed Peas kollaboriert und war auch auf Produktionen von Tiefschwarz sowie dem ersten Turntablerocker-Album zu hören. Ein alter Bekannter ist auch Billy Allen, der auf „I Cee U“ für Momente der Sehnsucht sorgt, wie sie nur auf der Tanzfläche entstehen können. Der Sänger und Multi-Instrumentalist hat bereits auf „Mädchen Nr. 1“ von Michi Beck gesungen und war bei Turntablerocker bereits für einige goldrichtige Vocalparts verantwortlich.
Thomilla hat auch einen Song produziert, der in der Tradition von HipHouse aus den Achtzigern steht. Hierfür hat er Tyree Cooper aus Chicago aktiviert. Der in Berlin lebende Vokalist hat sich damals durch sein unvergessenes „Turn Up The Bass“ in die Dancefloorhistorie eingeschrieben. Mit dem Jahrgang 1974 gehörten die Achtziger zwar mit zu den wichtigsten Phasen in Thomillas Laufbahn. Aber es sind nicht die Achtziger des Electro Clash, sondern die von Old School Rap und HipHouse, die ihn geprägt haben. 2004 kommt dabei natürlich etwas noch viel Kickenderes bei raus.
Ein weiterer Allstar im Stuttgarter Raum ist der muiltilinguale Soulman Fetsum. Kennengelernt hat Thomilla Fetsum in der Hi-Bar in Stuttgart. Bekannt dürfte er vom letzten Feature auf „Mach kein Stress“ von Massive Töne sein. Auch bei Joy Denalane sang er bereits im Background mit. Mit dem souligen „Dedicated“ klingt das Album langsam aus. Und das Instrumentalstück „Baby“ entlässt uns mit einem breiten Grinsen in die frühen Morgenstunden.
Thomilla war wichtig, dass einige Tracks ohne volle Vocalpräsenz den Bogen von „Freeze“ rund machen. Das mit Michi Beck produzierte „I Heard You Were Dead“ bildet die Brücke zwischen dem Solokünstler und dem Turntablerocker. Der groovende Solotrack „Ping Pong“ ist für Thomilla das Herzstück des Albums: „Es ist ist das erste fertige Stück gewesen - eine Art BBQ-Funkstück. Man kann sich einen lauen Sommerabend vorstellen, und während die Sonne untergeht, fangen die Leute an zu tanzen...“
Mit „Freeze“ hat Thomilla ein zweites Solo-Album vorgelegt, wie es nur wenigen gelingt. Im Lichte des ersten Solo-Albums erscheint „Freeze“ als Riesensprung. Aus der Sicht von Turntablerocker ist es ein mutiger Schritt hin zu einer ganz eigenen Version von Popmusik. Den künstlerischen Freiraum als DJ Producer, den Thomilla sich in zehn Jahren geschaffen hat, erweitert er 2004 um seine Handschrift als Songwriter – ohne jedoch den Blick auf den Dancefloor zu verlieren. Heraus gekommen ist eine Musik, die sich weder rechtfertigen muss, und noch einen Namen braucht.
Viel ist passiert seit seinem erstem Solo-Album. „Genuine Draft“ aus dem Jahre 2000 gilt heute als richtungsweisend für den deutschen HipHop-Boom. Noch vor der Flut von Deutschrap-Alben machte Thomilla HipHop, Soul und Reggae mit Gästen wie Afrob, Joy Denalane und Gentleman fit für die Clubs. Seit seinem „Picknicker“-Remix (1996) für die Fantastischen Vier hat der heute 30-jährige Produzent einige deutschsprachige Rapper mit dem Benztown-Qualitätssiegel in die Charts befördert, darunter Massive Töne, Thomas D und 5 Sterne Deluxe. Aber auch internationale Stars wie OutKast, Raphael Saadiq & Q-Tip, Bounty Killer oder N'Dea Davenport hat Thomilla mit dem soulig-warmen Benztownflavour geremixt. Die Produktionsfirma Benztown betreibt er gemeinsam mit seinem Partner Peter Hoff in einem Haus am Hang des Stuttgarter „Kessels“. Mitten im Wald entstand - neben Remixen für die Spezializtz oder MC Rene - auch die Ferris-MC-Single „Zur Erinnerung“.
Obwohl er nach wie vor als Produzent von Rap-Stücken aktiv bleibt und HipHop liebt, kann man Thomilla als Solokünstler nicht mehr auf diese Nische beschränken. Er ist schon weit darüber hinaus. Auf „Freeze“ hat sich klar der Einfluss der Turntablerocker durchgesetzt. Turntablerocker ist das gemeinsame Projekt von Thomilla und Michi Beck, der zur Zeit am neuen Album der Fantastischen Vier arbeitet. Nachdem Thomilla das gesamte Solo-Album von Michi Beck „Weltweit“ mit dem namensgebenden Track „Turntablerocker“ produzierte, begannen sie als explosives Club-DJ-Team für Furore zu sorgen. In den gemeinsamen Produktionen steht die Erfahrung aus dem DJing im Vordergrund. Ihr erstes Album „Classics“ von 2001 war ein buntes Potpourri aus Uptempo, HipHop, Electro, Broken Beat, Funk und Pop – ein Wildstyle aus dem, was sie auf der Tanzfläche inspiriert hat. Thomilla, der Multistylist, fühlt sich ohne die engen Grenzen von Genres am wohlsten.
„Freeze“ ist eine Schnittmenge aus dem Turntablerocker- und dem Benztownsound. Was im Lichte von „Genuine Draft“ wie eine komplette Veränderung wirkt, ist für den Turntablerocker eine konsequente Entwicklung. HipHop wirkt hier nicht mehr als Musikstil fort, sondern bildet das Fundament der Produktionsweise und des Feelings. Es ist unüberhörbar, dass Thomilla nach wilden Nächten im Berliner F.U.N.Club bis hin zur Mayday inzwischen ganz woanders angelangt ist - nämlich dort, wo die Dancefloors brennen. Und auch in den Kompositionen und Arrangements hat er aus seinen Produktionserfahrungen als Turntablerocker geschöpft und fast gänzlich auf Samples verzichtet.
Im Januar 2003 hat Thomilla mit der Arbeit zu „Freeze“ begonnen. Zur selben Zeit hat er angefangen, Gitarrenunterricht zu nehmen. Bereits auf dem zweiten Turntablerocker Album „Smile“ (2002) spielten Milla und Michi Beck die Musik selbst ein, statt sie - wie größenteils noch auf ihrem Debüt - zu samplen. So sind viele Skizzen zu „Freeze“ an der Gitarre entstanden. Unüberhörbar ist auch der rockige Einschlag auf einigen Tracks. Wer aber einmal ein DJ-Set von Thomilla miterlebt hat, weiß, dass er auch hier Songs von Nirvana und den White Stripes mit Rapmusik von KRS-1 und Dancefloor Classics von C&C Music Factory mixt - sehr zur Freude der party people. „Freeze“ reflektiert diese Emotionen vom Wochenende. Es ist ein Dancealbum, das wie ein Set von Thomilla funktioniert. Jedes Stück steht für sich, entfaltet aber erst im Ganzen einen ganz eigenen Sinn. Gemacht wie ein Mixtape für Freunde.
Auch wenn Thomilla offensichtlich aus der Zeit seines ersten Solo-Albums heraus gewachsen ist, gibt es Verbindungen. Die Single „Freaky Girl“ ist ein Update von „Geht ab“, dem Clubhit 2000 von Thomilla und Afrob. Auch „Freaky Girl“ ist von einem ähnlich zwingenden Partyvibe durchdrungen – allerdings noch um ein paar beats per minute verschärfter. Über dem Stylemix aus Electro, Miami Bass und Pop rappt und singt die Londonerin Ayak (bekannt aus der Beck´s Gold Werbung). In einer Session in den Benztown-Studios kam „Freaky Girl“ spontan zustande. Der Tune verstrahlt Partylaune pur. Ein anderer Link zu Thomillas Debüt ist das Dancehall Reggae infizierte „Blue Prints“. Sangen 2000 noch Gentleman und Daddy Rings über Thomillas Versions, chattet nun Skarra Mucci aus Konstanz über einem dreckigen und doch smoothen 4 to the floor. Vergleichbar überragende Dancefloorfusionen dieser Art kennt man sonst nur von den Basement Jaxxx aus England. Eines der offensten Team-Ups findet sich auf dem soulfullen Opener „Now You Know“. Hier treffen Soffy O., bekannt von Tok Tok, und der Rapper Sékou aus dem Benztowncamp aufeinander. Thomilla kannte Soffy noch vom letzten Turntablerocker-Album. Der Uptempo Soultrack eröffnet das Album und gibt den offenen Vibe vor.
Die Stücke, die Thomilla mit DJs aufgenommen hat, zielen voll auf die Tanzfläche ab. Techno/House-Produzent DJ Tonka und Thomilla hatten ihre Kollaboration schon vor Jahren geplant. Mit Augenzwinkern reflektieren Titel und Sound von „Not Satisfied“ den Vibe von Berlin-Mitte. „Es ist eine Ode an Berlin aus dem tiefsten Süden“ meint Thomilla und lacht schelmisch. Der housige Track der beiden Kollegen wird auch auf dem kommenden Album von DJ Tonka vertreten sein. Mit DJ Friction vom Freundeskreis verbindet Thomilla eine lange Freundschaft. Bereits auf ihren früheren Alben haben die nachbarschaftlichen Buddies Stücke miteinander gemacht. Ihr an Kraftwerk angelehnter Roboter-Electro von „The Body“ kommt direkt vom Planet Rock 2004 und wird auf der kommenden Tour im kommenden Frühjahr die Hallen rocken. „Sloppy“ ist mit DJ Passion entstanden. Der 22-jährige Deutschtürke ist ein Newcomer aus dem Benztownstall, der von Thomilla unterstützt und gefördert wird. Ursprünglich als HipHop-Track geplant entstand um die orientalischen Samples der rasante Score zu seiner Verfolgungsjagd von Bombay über Istanbul nach Stuttgart.
Ganz bewusst hat Thomilla auf große Namen unter den Gästen verzichtet: „Wenn ein großer amerikanischer Star über die Musik gesungen hätte, hätte das die Stücke zu sehr personifiziert.“ Stattdessen hat er eine frische Reihe begnadeter Sängerinnen, Sänger und DJs auf „Freeze“ eingeladen. Das Album bleibt so als Ganzes stimmig, und bietet einige Überraschungen. Die in Hamburg lebende Özlem singt auf dem wilden „Slap That Bitch“. Ein Hit mit der Sprengkraft von Stadiorock. Özlem hat schon mit will.i.am von den Black Eyed Peas kollaboriert und war auch auf Produktionen von Tiefschwarz sowie dem ersten Turntablerocker-Album zu hören. Ein alter Bekannter ist auch Billy Allen, der auf „I Cee U“ für Momente der Sehnsucht sorgt, wie sie nur auf der Tanzfläche entstehen können. Der Sänger und Multi-Instrumentalist hat bereits auf „Mädchen Nr. 1“ von Michi Beck gesungen und war bei Turntablerocker bereits für einige goldrichtige Vocalparts verantwortlich.
Thomilla hat auch einen Song produziert, der in der Tradition von HipHouse aus den Achtzigern steht. Hierfür hat er Tyree Cooper aus Chicago aktiviert. Der in Berlin lebende Vokalist hat sich damals durch sein unvergessenes „Turn Up The Bass“ in die Dancefloorhistorie eingeschrieben. Mit dem Jahrgang 1974 gehörten die Achtziger zwar mit zu den wichtigsten Phasen in Thomillas Laufbahn. Aber es sind nicht die Achtziger des Electro Clash, sondern die von Old School Rap und HipHouse, die ihn geprägt haben. 2004 kommt dabei natürlich etwas noch viel Kickenderes bei raus.
Ein weiterer Allstar im Stuttgarter Raum ist der muiltilinguale Soulman Fetsum. Kennengelernt hat Thomilla Fetsum in der Hi-Bar in Stuttgart. Bekannt dürfte er vom letzten Feature auf „Mach kein Stress“ von Massive Töne sein. Auch bei Joy Denalane sang er bereits im Background mit. Mit dem souligen „Dedicated“ klingt das Album langsam aus. Und das Instrumentalstück „Baby“ entlässt uns mit einem breiten Grinsen in die frühen Morgenstunden.
Thomilla war wichtig, dass einige Tracks ohne volle Vocalpräsenz den Bogen von „Freeze“ rund machen. Das mit Michi Beck produzierte „I Heard You Were Dead“ bildet die Brücke zwischen dem Solokünstler und dem Turntablerocker. Der groovende Solotrack „Ping Pong“ ist für Thomilla das Herzstück des Albums: „Es ist ist das erste fertige Stück gewesen - eine Art BBQ-Funkstück. Man kann sich einen lauen Sommerabend vorstellen, und während die Sonne untergeht, fangen die Leute an zu tanzen...“
Mit „Freeze“ hat Thomilla ein zweites Solo-Album vorgelegt, wie es nur wenigen gelingt. Im Lichte des ersten Solo-Albums erscheint „Freeze“ als Riesensprung. Aus der Sicht von Turntablerocker ist es ein mutiger Schritt hin zu einer ganz eigenen Version von Popmusik. Den künstlerischen Freiraum als DJ Producer, den Thomilla sich in zehn Jahren geschaffen hat, erweitert er 2004 um seine Handschrift als Songwriter – ohne jedoch den Blick auf den Dancefloor zu verlieren. Heraus gekommen ist eine Musik, die sich weder rechtfertigen muss, und noch einen Namen braucht.




