Tom McRae Biographie
Tom McRae
Es ist selten, dass man von einem Debüt-Album eines jungen Songwriters mit solch einer Leidenschaft und bitteren Erfahrungen überflutet wird, wie es bei dem in London wohnenden Tom McRae der Fall ist. Mit einer Handvoll sorgfältig gearbeiteter Songs und einer kraftvollen und leidenschaftlichen Stimme ist McRae ein Künstler mit einem unglaublichen Potential.
"Ein großer Teil meiner Musik handelt davon, wie man sein Schicksal überlisten und Dinge ändern kann, die unausweichlich zu sein scheinen. Ich denke, etwa 90% aller Menschen haben einen vorgezeichneten Weg, der ihnen von ihrem Hintergrund zwangsweise vorgegeben wird. Und ich war wild entschlossen: Das würde mir nicht passieren."
McRae wurde in einem winzigen Ort in Suffolk groß, der nur 250 Einwohner hatte. "Es gab keine Pubs dort, dafür aber zwei Kirchen. Was einem schon einen klaren Eindruck vermittelt, wo die Prioritäten lagen." Seine Eltern trennten sich, als er acht Jahre alt war, er lebte von da an bei seiner Mutter, die – genau wie ihr ehemaliger Ehemann – Vikar war.
"Lange dachte ich, dass ich auf eine ganz anderen Art und Weise leben wollte als meine Eltern, aber schließlich entdeckte ich, dass ich wohl doch mehr mit ihnen gemeinsam hatte, als ich dachte. Ich glaube, dass ich, wie mein Vater, gerne auf einer Art Bühne stehe und vor Leuten predige. Nur dass er dabei einen schwarzen Anzug trägt und Hymnen singt, während ich eine Gitarre verwende und meine eigene Musik mache. Uns verbindet meiner Ansicht nach auch die Unzufriedenheit mit der Oberflächlichkeit, die offenbar die ganze Welt beherrscht. Wir versuchen, eine Art von Transzendenz zu finden, die es uns ermöglicht, zu anderen Ebenen vorzustoßen. Dafür benutze ich meine Musik."
Das Leben in dem kleinen Ort, wo er groß wurde, war ganz besonders frustrierend für McRae, sein erklärtes Ziel war es, nach London zu ziehen ("viele Leute setzen London mit England gleich, dort tut sich 'was.")
"Ich hasste das Landleben. Es war für mich mit einem Gefühl der Isolierung verbunden, alles blieb stehen, nichts entwickelte sich, man kann da einfach vergammeln. Ich suchte nach einer Gelegenheit, nach London zu kommen, und als sie sich bot, ergriff ich sie beim Schopfe."
McRae spielte seine hausgemachten Demos dem Produzenten Roger Bechirian vor, der tief beeindruckt war und ihm anbot, sein Manager zu werden. Bald danach schloss er einen Vertrag mit db Records.
"Alles dreht sich um Dinge, die für mich zur Obsession wurden, der Tod, das Leben, die Tatsache, dass man nur einen so kurze Spanne hat, um etwas zu erreichen, und dass der gegenwärtige Moment der ist, den man hat, um die Person zu sein, die man verkörpern möchte. Zur Zeit dreht sich alles um Bequemlichkeit und Vergnügen, und nicht darum, dass man denken muss. Und obwohl ich mir wünsche, auf eine bestimmte Art auch unterhaltsam zu sein, würde ich es vorziehen, dass die Leute sich unbehaglich fühlen, anstatt sich einfach nur unterhalten vorzukommen."
Es ist ein bemerkenswertes Debüt. Lebhafte Lyrics und musikalisch anrührend, es beschäftigt sich mit Rache, bittere Gedanken begegnen einem überall. Wirklich beeindruckend aber ist das, was dahinter steckt:
"Man kann Musik machen, ohne eine bestimmte Intention zu haben, aber das ist dann nur Lärm. Wenn man hingegen versucht, zu entdecken, wer man selbst ist, fällt es einem leichter, herauszubekommen, gegen welche Dinge man ist, das ist einfacher als zu entdecken, wofür man steht. Viele Songs handeln davon. Man hat schon eine gewisse Macht, man kann Entscheidungen treffen, und wenn ich auch nicht erwarte, dass ich Leute ändern kann, so kann ich doch Saiten in den Menschen berühren, die bereits vorhanden sind und ihnen auf diese Weise die Richtung zeigen, in der ich versuche, mich selbst zu bewegen."
McRae erzählt von jenen Augenblicken, in denen einem die Dinge des Lebens klar werden, es handelt sich meist um schwebende und schwer in Worte zu fassende Augenblicke, und so möchte er diese Gefühle und Emotionen durch seine Musik auszudrücken. Er geht ganz und gar darin auf und es lohnt, sich näher mit ihm beschäftigen.
"Ein großer Teil meiner Musik handelt davon, wie man sein Schicksal überlisten und Dinge ändern kann, die unausweichlich zu sein scheinen. Ich denke, etwa 90% aller Menschen haben einen vorgezeichneten Weg, der ihnen von ihrem Hintergrund zwangsweise vorgegeben wird. Und ich war wild entschlossen: Das würde mir nicht passieren."
McRae wurde in einem winzigen Ort in Suffolk groß, der nur 250 Einwohner hatte. "Es gab keine Pubs dort, dafür aber zwei Kirchen. Was einem schon einen klaren Eindruck vermittelt, wo die Prioritäten lagen." Seine Eltern trennten sich, als er acht Jahre alt war, er lebte von da an bei seiner Mutter, die – genau wie ihr ehemaliger Ehemann – Vikar war.
"Lange dachte ich, dass ich auf eine ganz anderen Art und Weise leben wollte als meine Eltern, aber schließlich entdeckte ich, dass ich wohl doch mehr mit ihnen gemeinsam hatte, als ich dachte. Ich glaube, dass ich, wie mein Vater, gerne auf einer Art Bühne stehe und vor Leuten predige. Nur dass er dabei einen schwarzen Anzug trägt und Hymnen singt, während ich eine Gitarre verwende und meine eigene Musik mache. Uns verbindet meiner Ansicht nach auch die Unzufriedenheit mit der Oberflächlichkeit, die offenbar die ganze Welt beherrscht. Wir versuchen, eine Art von Transzendenz zu finden, die es uns ermöglicht, zu anderen Ebenen vorzustoßen. Dafür benutze ich meine Musik."
Das Leben in dem kleinen Ort, wo er groß wurde, war ganz besonders frustrierend für McRae, sein erklärtes Ziel war es, nach London zu ziehen ("viele Leute setzen London mit England gleich, dort tut sich 'was.")
"Ich hasste das Landleben. Es war für mich mit einem Gefühl der Isolierung verbunden, alles blieb stehen, nichts entwickelte sich, man kann da einfach vergammeln. Ich suchte nach einer Gelegenheit, nach London zu kommen, und als sie sich bot, ergriff ich sie beim Schopfe."
McRae spielte seine hausgemachten Demos dem Produzenten Roger Bechirian vor, der tief beeindruckt war und ihm anbot, sein Manager zu werden. Bald danach schloss er einen Vertrag mit db Records.
"Alles dreht sich um Dinge, die für mich zur Obsession wurden, der Tod, das Leben, die Tatsache, dass man nur einen so kurze Spanne hat, um etwas zu erreichen, und dass der gegenwärtige Moment der ist, den man hat, um die Person zu sein, die man verkörpern möchte. Zur Zeit dreht sich alles um Bequemlichkeit und Vergnügen, und nicht darum, dass man denken muss. Und obwohl ich mir wünsche, auf eine bestimmte Art auch unterhaltsam zu sein, würde ich es vorziehen, dass die Leute sich unbehaglich fühlen, anstatt sich einfach nur unterhalten vorzukommen."
Es ist ein bemerkenswertes Debüt. Lebhafte Lyrics und musikalisch anrührend, es beschäftigt sich mit Rache, bittere Gedanken begegnen einem überall. Wirklich beeindruckend aber ist das, was dahinter steckt:
"Man kann Musik machen, ohne eine bestimmte Intention zu haben, aber das ist dann nur Lärm. Wenn man hingegen versucht, zu entdecken, wer man selbst ist, fällt es einem leichter, herauszubekommen, gegen welche Dinge man ist, das ist einfacher als zu entdecken, wofür man steht. Viele Songs handeln davon. Man hat schon eine gewisse Macht, man kann Entscheidungen treffen, und wenn ich auch nicht erwarte, dass ich Leute ändern kann, so kann ich doch Saiten in den Menschen berühren, die bereits vorhanden sind und ihnen auf diese Weise die Richtung zeigen, in der ich versuche, mich selbst zu bewegen."
McRae erzählt von jenen Augenblicken, in denen einem die Dinge des Lebens klar werden, es handelt sich meist um schwebende und schwer in Worte zu fassende Augenblicke, und so möchte er diese Gefühle und Emotionen durch seine Musik auszudrücken. Er geht ganz und gar darin auf und es lohnt, sich näher mit ihm beschäftigen.
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