Udo Jürgens Biographie
Udo Jürgens
1934
Udo Jürgen Bockelmann wurde am 30. September um 19.30 Uhr in Klagenfurt/ Österreich geboren. Seine Mutter stammt aus Schleswig-Holstein, der Vater ist Land-wirt und wurde in Moskau geboren. Der Onkel mütterlicherseits war der berühmte Dadaist Hans Arp. Sein Großvater väterli-cherseits war bis zur Russischen Revolution 1917 Chef der deutschen „Bank Junker“ in Moskau. Onkel Werner Bockelmann war Frankfurter Oberbürgermeister (1907-68) und Präsident des deutschen Städtetages. Udo ist im elterlichen Schloss Ottmanach in Kärnten zusammen mit den Brüdern John (geb.1931) und Manfred (geb.1943) aufge-wachsen.
1939
Udos erstes Instrument: Die Eltern schenken ihm eine kleine Mundharmonika, auf der er Volkslieder spielt.
1942
Der größte Wunsch von klein Udo wird erfüllt: ein Akkordeon.
1948
Beginn des Musikstudiums am Konservato-rium Klagenfurt. Fächer: Klavier, Harmonie-lehre, Komposition und Gesang.
1949
Duke Ellington, Count Basie, Benny Good-man, Fletcher Henderson und Tommy Dorsey machen Eindruck auf den jungen Musikstudenten. Udo schreibt seine ersten Lieder.
1950
Das Lied „Je t'aime“ des 16-jährigen Udo gewinnt am Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks unter 300 Ein-sendungen den 1. Preis.
1951
Ende Realgymnasium Klagenfurt; Künstlerna-me: Udo Bolan. Gründung Udo Bolan Band. Erster Auftritt: Gasthof Valzachi, Klagenfurt. Stundengage: DM 0,83 (damals fünf Schil-ling). Die Combo spielt Swing à la Amerika, Tanzmusik neu gefasst und Eigenkom-positionen von Udo.
1952
Mitarbeit als Komponist, Dirigent, Klavier-, Akkordeon- und Vibraphonspieler, als Arran-geur und als Sänger beim Radiostudio Klagenfurt. Moderator und Musiker bei der wöchentlichen Radioshow des britischen Militärsenders BFN (British Forces Net-works).
1953
Einladung nach Berlin, um mit dem Rias-Tanzorchester unter der Leitung von Werner Müller zu spielen.
1954
Erster Plattenvertrag mit Heliodor/Polydor. Der erste Plattentitel heißt: „Es waren weiße Chrysanthemen“ - ein kapitaler Flop. Neuer Künstlername: Udo Jürgens.
1955
Mit verschiedenen eigenen Combos und Gruppen Auftritte in Kärnten, Wien, Salzburg und München. Macht sich einen Namen als hervorragender Jazzpianist.
1957
Mit Orchester Max Greger 4 Wochen auf Russland-Tournee.
1958
Weitere Schallplattenaufnahmen. Achtungs-erfolg mit „Hejo, hejo, Gin und Rum“. Umzug nach München ins Künstlerviertel Schwabing.
1959
Tritt bei vielen „Bunten Abenden“ im Vorpro-gramm von gerade aktuellen Schlagerstars und anderen Hitsängern auf.
1960
Teilnehmer der siegreichen deutschen Equi-pe beim Festival in Knokke. Das Deutsche Team siegt zum ersten Mal in der Geschichte des Schlagerfestivals. Pressepreis als „Be-ster Einzelsänger des Festivals“. „Jenny“ wird ein Nummer 1-Hit in Belgien. Udo komponiert für Shirley Bassey den Welthit „Reach For The Stars“.
1961
Filmdebüt im Streifen „Und du mein Schatz bleibst hier“.
1962
Arbeit als Filmdarsteller in Klamotten wie „Unsere tollen Tanten“, „Unsere tollen Nich-ten“, „Drei Liebesbriefe aus Tirol“. Galaauf-tritte in Belgien, Deutschland, Österreich.
1963
Polydor beschließt, den Schallplattenvertrag nicht zu erneuern. Udo will das Singen aufgeben und nur noch Komponieren. H.R. Beierlein stimmt ihn um und verpflichtet Udo für seine Firma Montana. Die 1. Platte "Tausend Träume" wird ein Riesenhit in Österreich. Udo Jürgens komponierte für viele deut-sche Musikstars, u.a. Gus Backus, Gerhard Wendland, Rex Gildo für den Film „Tanze mit mir in den Morgen“.
1964
Erste Teilnahme am „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ für Österreich in Ko-penhagen. Erreicht mit „Warum nur, warum?“. den beachtlichen 5. Platz - und macht einen Welthit: Matt Monroe verkauft mit der englischen Version „Walk Away“ auf Anhieb 1 1/2 Millionen Schallplatten, kommt auf Platz 1 (England) und 2 (USA) und belegt Spitzenplätze in den Hitparaden rund um die Welt. Udo Jürgens's deutschsprachige Originalversion wird No.1-Hit in Frankreich (!). Auftritt im „Olympia“, Paris.
1965
Zweite Teilnahme am „Grand Prix Eurovision“ in Neapel: „Sag' ihr, ich lass sie grüßen“. Landet auf Platz 4. Internationale Stars wie Caterina Valente, Brenda Lee, Sacha Distel, Jean-Claude Pascal singen Udo Jürgens-Komposi-tionen. Welthit von Matt Monroe mit der Udo Jürgens-Komposition „Without You“. Quincy Jones (Produzent von Michael Jackson, Frank Sinatra u.a.) produziert mit Sarah Vaughan den Udo Jürgens-Titel „Right Or Wrong“. Erste internationale „Goldene Schallplatte“ für Udo Jürgens mit „Walk Away“.
1966
Dritte Teilnahme am „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ in Luxemburg: „Merci Chérie“ erreicht den ersten Platz und wird ein Welthit mit Hitparaden-Spitzenpositionen in über 20 Ländern. Konzerte in allen europäischen Ländern, Teilnahme am Festival in Rio de Janeiro. Die erste LP „Porträt in Musik“ wird auf Anhieb ein Bestseller. Die Komposition „Siebzehn Jahr’, blondes Haar“ gewinnt den „Goldenen Löwen“. Auszeichnung „bester deutschsprachiger Sänger“ von der Jury deutscher Schallplatten-Journalisten.
1967
Plattenvertrag mit Ariola. „Was ich dir sagen will“ wird die meistverkaufte LP des Jahres. „Gold“ für eine Million „Merci Chérie“. Triumphale Deutschlandtournee. Konzerte in Polen, der DDR, Ungarn, der CSFR, Bulga-rien und Rumänien. Schriftsteller wie Hans Hellmut Kirst schreiben Texte für Udo.
1968
Die beiden LPs „Mein Lied für dich“ und „Udo Live“ werden Verkaufserfolge. Ein Hit folgt dem anderen „Cottonfields“, „Mathilda“, „Es wird Nacht, Señorita“. Neue Deutschlandtour-nee übertrifft die erste. Erhält die erste „Goldene Europa“.
1969
Komposition „Was ich dir sagen will“ wird in englischer Version „The Music Played“ ein Welterfolg. Bei einer Repräsentativumfrage der Wickert-Institute nach „Idolen der deutschen Jugend“ erreicht Udo Jürgens nach John F. und Robert Kennedy den Platz 3. Beginn einer 266-Städte-Tournee „Udo 70“ durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland, Belgien, Luxemburg, Polen, Tschechoslo-wakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien mit einer halben Million Besucher in Neun Monaten. Die Sopranistin Annelise Rothen-berger nimmt Udo Jürgens-Kompositionen auf.
1970
Hit mit „Anuschka“. Beginn der Zusammen-arbeit mit Dr. Michael Kunze als Texter. Die Lieder „Warum nur, warum“, „Merci Chérie“ und „Was ich dir sagen will“ haben weltweit in 8 Sprachen und über vierzig Versionen gesungen, eine Auflage von zwanzig Millio-nen überschritten. Erhält den ersten „Bambi„.
1971
Öffentliche Diskussionen um das gesell-schaftskritische „Lieb Vaterland“ (Text vom Satiriker Eckart Hachfeld). Für die TV-Serie „Jonny und Jenny“ vertont Udo Jürgens Lieder des Kinderbuchautors James Krüss. Zur Frank-furter Buchmesse erscheint das Buch „Warum nur, warum?“, worin das „Phänomen Udo Jürgens von prominenten Schriftstellern wie Johannes Mario Simmel, Reginald Rudorf, Axel Eggebrecht, Günther Hunold, Adolf Holl und Adolf Sommerauer untersucht wird. Texter und Liedermacher Walter Brandin, Reinhard Mey und Miriam Francis texten für Udo Jürgens. Weltstars wie Sammy Davis jr., Al Martino und Nancy Wilson interpretieren seine Lieder. Am 28. August ist Udo Jürgens der Star des „Galaabends der Deutschen Schall-platte“, einen Tag später hebt er im Berliner Olympiastadion das Lied für die Deutsche Fernsehlotterie „Zeig mir den Platz an der Sonne“ vor fünfundsiebzigtausend Men-schen aus der Taufe. Aufnahme in die Bruderschaft „Lieber Augustin“ der Wiener Faschingsgesellschaft.
1972
Udo Jürgens singt erstmals japanisch. „Wakare no asa“ („Was ich dir sagen will“) wird Nr. 1 in der japanischen Hitparade. Tournee durch Japan. Udo Jürgens komponiert nach dem Stück von George Bernard Shaw das Musical „Helden, Helden“. Uraufführung in Wien, Titelrolle Michael Heltau. Konzerttournee durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Holland und Luxemburg.
1973
Neue, grössere Japan-Tournee. 2. TV-Festi-val in Knokke. Hit „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“.
1974
Gemeinsamer Auftritt mit Shirley Bassey vor 40’000 Zuschauern im riesigen Maracána-Stadion in Rio de Janeiro. Udos „Alguién Cantò“ (spanische Version „Was ich dir sagen will“) wird ein monatelanger Südameri-kahit.
1975
„Griechischer Wein“ wird Hit des Jahres. Der griechische Ministerpräsident Karamanlis empfängt Udo Jürgens und Textdichter Michael Kunze in Athen. Das Lied wird in der griechischen Fassung zu einer Art Volkslied. Bing Crosby wird das Lied später unter dem Titel „Come Share The Wine“ aufnehmen und zum Titelsong der letzten LP seines Lebens machen. Tourneen durch Griechenland, Polen, Australien, Japan und Deutschland.
1976
„Gold“ für LP „Meine Lieder“ und „Griechischer Wein“. „Deutscher Schall-plattenpreis“ als „Sänger des Jahres“. „Ein ehrenwertes Haus“ erhält als „Bestes Lied des Jahres“ die „Goldene Europa“ (2).
1977
Trennung von Manager Hans R. Beierlein, Umzug nach Zürich. Beginn der Zusammen-arbeit mit neuem Managerpartner Freddy Burger. Auftritte in Kanada und USA mit der Pepe Lienhard Band. Hit „Aber bitte mit Sahne“ wird der Superhit in den Diskotheken. Die erste Personality-Show im ZDF mit einer Einschaltquote von 54%! Unterzeichnung eines langjährigen Plattenvertrages mit der Ariola. Beginn der Zusammenarbeit mit Produzent Peter Wagner (Peter Maffay u.a.). Tournee mit 68 Konzerten durch Deutsch-land, Österreich, Schweiz mit 150'000 Besu-chern. „Goldene Europa“ (3).
1978
Der Song „Buenos días, Argentina“ mit der deutschen Fussballnationalelf wird der größte Schallplattenhit von Udos Karriere: „Gold“ nach fünf Wochen und „Platin“ nach zwei Monaten. No.1-Hit mit gleichzeitiger Platzie-rung von „Boogie Woogie Baby“ und „Mit 66 Jahren“. Die Deutschlandtour mit 44 Konzer-ten sowie die Tourneen durch Holland, Österreich, Schweiz, Polen und Kanada sind ausverkauft. Die ZDF-Show „Ein Mann und seine Lieder“ erreicht eine Einschaltquote von 56% und das Prädikat „Show des Jahres“. Weitere Auszeichnungen dieses Jahres: „Deutscher Schallplattenpreis“, „Gol-dene Europa“ (4), „Goldenes Mikrophon“, „Silberner Löwe“, „Goldene Westfalenhalle“ für das erfolgreichste Konzert des Jahres, „Bester Sänger des Jahres“ (Musikmarkt).
1979
Zum „Jahr des Kindes“ erscheint die Udo Jürgens-LP „Die Blumen blüh'n überall gleich“ (Texte: James Krüss). Udo erhält die „Goldene Kamera“ (1) der „HörZu“ für die TV-Personality-Show „Ein Mann und seine Lieder“ und das „Goldene Ehrenzeichen“ der Stadt Wien. Die LP „Udo '80“ (Top Ten Notierung) mit der Acht-Minuten-Komposi-tion „Wort“ ist ein Meilenstein in Udos Schaffen und wird zusammen mit den Berliner Philharmonikern aufgenommen.
1980
Die „Udo '80“-Tournee wird mit 330'000 Besuchern in 110 Konzerten die bis dahin erfolgreichste Konzerttournee von Udo Jürgens. Die ASCAP (American Society of Composers, Authors and Publishers) verleiht den „Country Music Award“ für die amerikanische Version von „Buenos días, Argentina“. Konzert im Hollywood Palladium, Stargast der „Merv Griffin Show“. Die Single „Ist das nichts?“ wird als Lied der Fernsehlotterie 1980 ausgewählt. Die ZDF-Show „Meine Lieder sind wie Hände“ wird in Deutschland ein Riesen-TV-Hit. Eine demoskopische Umfrage des Institut Allensbach ergibt für Udo Jürgens einen Bekanntheitsgrad von 95% in der deutschen Bevölkerung. Das bedeutet Platz 1 von allen in- und ausländischen Sängern und Musikern.
1981
Udo Jürgens ist der meistgespielte deutschsprachige Künstler von allen deutschen Radios. Er erhält zum fünften Mal die „Goldene Europa“ (5) den „Deutschen Schallplattenpreis“, den „Paul Lincke-Ring“, das „Goldene Ehren-zeichen der Stadt Wien“ und die „Robert Stolz-Ehrenurkunde“. Die englisch gesunge-ne, von Harold Faltermeyer in Hollywood produzierte, LP „Leave A Little Love“, erscheint in über zwanzig Ländern (Rußland ordert 50'000 Stück!). Die zweiunddreißig führenden deutschen Musik- und Medien-journalisten setzten die LP auf Platz 1 ihrer „Bestenliste“. Beim „World Popular Song Festival“ in Tokio gewinnt Udo Jürgens mit „Leave A Little Love als einziger Teilnehmer gleich zwei Preise: als Komponist den „Most Outstanding Song Award“, als Interpret den „Most Outstanding Performance Award“. Als erfolgreichster Tourneekünstler der Saison 1980/81, erhält er das „Goldene Concert Ticket“.
1982
Für „Leave A Little Love“ erhält Udo Jürgens einmal mehr den „Deutschen Schallplatten-Preis“. Promotionstour durch mehrere Kontinente, Konzerte in Südafrika, Mittel- und Südameri-ka, Benelux-Staaten, Skandinavien. Erschei-nen der LP „Silberstreifen“. Singles „Die Glotze“ und das zeitkritische „5 Minuten vor 12“. Beginn der Tournee „Lust am Leben“. Bereits für den ersten Teil der Tournee erhält Udo Jürgens wieder ein „Goldenes Concert Ticket“. Unter dem Tourneetitel entsteht auch eine ZDF Personality-Show und eine Live-Doppel-LP. Bei der Tournee und Schallplatte arbeitet Udo Jürgens erstmals mit dem Pepe Lienhard Orchester zusammen.
1983
Fortsetzung der Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die über 400'000 Besucher in 123 Konzerten sind für Udo Jürgens ein neuer Rekord. Für die LP „Silberstreifen“ erhält er zum dritten Mal in Folge den „Deutschen Schallplattenpreis“. Eine demos-kopische Umfrage ergibt: Udo Jürgens ist der „Star des Jahres“. Er gewinnt zum sechsten Mal die „Goldene Europa“ (6). Die neue LP heißt „Traumtänzer“ mit Singles: „Angela“ und „Die Sonne und du“. Für eine internationale TV-Produktion wird Udo Jürgens samt Glasflügel auf das 3454 Meter hoch gelegene Jungfraujoch in den Schweizer Alpen geflogen. Diese Bilder des Traumtänzers Udo Jürgens gehen durch die Printmedien sowie die News- und Showsen-dungen rund um die Welt.
1984
Das Album „Hautnah“ erreicht „Gold“. Auf der Single „Rot blüht der Mohn“ thematisiert Udo Jürgens das Drogenproblem. Auf persönlichen Wunsch des deutschen Bundespräsidenten Karl Carstens tritt Udo an dessen Abschieds-Fernsehsendung auf. Zur Frankfurter Buch-messe erscheint das erste Udo Jürgens-Buch „Smoking und Blue Jeans“, das bis auf Platz 5 der „Spiegel“-Bestsellerliste klettert. Am 30. September feiert Udo Jürgens seinen 50. Geburtstag. Udo erhält weiterer „Bambi“ (2). Start zur Tournee „Udo Hautnah“ mit dem Orchester Pepe Lienhard. Mit 130 Konzerten und insgesamt 430'000 Besuchern wiederum ein Großerfolg.
1985
Zum zweiten Tourneeteil erscheint die Doppel-LP „Live & Hautnah“. Das Album „Hautnah“ erreicht „Gold“. Die Konzertagen-tur „Lippmann & Rau“ verleiht Udo Jürgens die Auszeichnung „The Concert of The Year“. Auftritt beim Benefizkonzert „Opera for Africa“ zusammen mit Initiator Jose Carreras in der Arena di Verona und erneute Verleihung der „Goldenen Europa“ (7) vom Saarländischen Rundfunk. Ausstrahlung der Live-Aufzeichnung und Veröffentlichung der LP „Treibjagd“. Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport, Dr. Herbert Moritz, verleiht Udo Jürgens die ordentliche Professur der Republik Österreich.
1986
Udo Jürgens eröffnet die „Wiener Festwochen“ auf dem Rathausplatz vor über 30'000 begeisterten Zuschauern. Er wird begleitet von den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Peter Falk, dem Pepe Lienhard Orchester, dem Schönberg Chor und den Gumpolds-kirchner Spatzen. LP „Deinetwegen“. Der weltberühmte Wagner-Sänger René Kollo veröffentlicht die LP „Musik war meine erste Liebe" ausschließlich mit Udo Jürgens-Kompositionen.
1987
Die Tournee „Deinetwegen“ mit 106 Konzerten und 400'000 Besuchern durch die Schweiz, Österreich, Deutschland und die Beneluxländer führt erstmals seit zwanzig Jahren wieder in die DDR: Zur 750-Jahrfeier Berlins begehren 200'000 Menschen Einlaß zu den zwei Udo Jürgens-Konzerten im Friedrich-stadtpalast. Produktion der LP „Das Live-Konzert 1987“ sowie des Konzertmitschnittes „Deinetwegen - ein Abend mit Udo Jürgens“ für das ZDF. Udo Jürgens ist der Stargast an der Eröffnung des „Austria-Center“ Wien: Die „Soiree in Wien“ wird in über 15 Ländern Europas live ausgestrahlt. Udo Jürgens singt anlässlich der ersten deutsch-chinesischen TV-Gemeinschaftsproduktion „Heute Abend in Beijing“ in Peking mit der Starsängerin Cheng Fangyang im Duett. Die TV-Sendung wird von über 400 Mio. Chinesen mitverfolgt. Auf der internationalen Funkausstellung in Berlin wird ihm der erste „Deutsche Musikpreis für langjähriges Schaffen“, die „Berolina“, überreicht. RTL verleiht einen „Ehrenlöwen“. Udo Jürgens kann mit BMG Ariola auf eine 20jährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.
1988
Für sein Mitwirken in „Heute Abend in Beijing“ erhält Udo Jürgens die „Goldene Kamera“ (2) als „Botschafter der Musik“. Veröffentlich-ung der neuen LP „Das blaue Album“. Das Lied "Gehet hin und vermehret euch", zu dem TV-Nachrichtensprecher H.-J. Friedrichs den Prolog spricht, löst aufgrund des satirischen Textes einen Proteststurm und Boykottaufruf der katholischen Kirche aus. Nachdem das Lied von einigen Radiostationen auf den Index der „geächteten“ Titel gesetzt wird, finden vor den Sendern Gegendemonstrationen mit Spruchbändern statt. Udo Jürgens erhält den TV-“Unicef/Danny Kaye Award“, tritt im „Harry Belafonte TV-Special“ auf und komponiert die Titelmelodie zum Erfolgsfilm „Ein Schweizer namens Nötzli“ des Kabarettisten Walter Roderer.
1989
Veröffentlichung der „Best of Doppel-LP“ „Sogar Engel brauchen Glück“ und des neuen Studioalbums „Ohne Maske“. Udo Jürgens wird Goodwill-Ambassador UNHCR („United Nations High Commissioner for Refugees“). Die „Ohne Maske“-Tournee begeistert an 107 Konzerten 410'000 Besucher. Anläss-lich eines legendären Konzertes trägt sich Udo Jürgens ins Goldene Buch der Stadt Berlin ein - als prominenter Zeitzeuge steht er in derselben Nacht am Brandenburger Tor und erlebt den Fall der Mauer.
1990
Produktion der LP „Sempre Roma“ mit der Deutschen Fussball-Nationalmannschaft zur Fussball-WM mit Weltmeistertitel. Udo Jürgens schreibt den Soundtrack zu zwei Folgen ZDF-Serie „Traumschiff“ und ist Gaststar in einer Episode.
1991
Udo Jürgens ist Komponist und Sänger der Fanfare und des offiziellen Songs „Wings Of Love“ zur Eiskunstlauf-WM. Er gestaltet mit Orchester Pepe Lienhard die Eröffnungsfeier. Ende August: Hitparadenplatzierung der Single „Na und...?!“ aus der LP „Geradeaus“. Udo Jürgens erhält den „Goldenen Landesorden“ seiner Heimat Kärnten.
1992
Der vier Monate-Konzert-Marathon unter dem Motto „Geradeaus“ gerät zum Triumphzug durch die deutschsprachigen Länder: praktisch alle Konzerte ausverkauft! Das Konzert von Villach wird vom ZDF ausgestrahlt und von BMG Ariola als Video-kassette veröffentlicht. Verlängerung der Tournee um zwölf Klassik-Konzerte mit dem Titel „Open-Air-Symphony“. Zusammen mit dem Symphonie-Rundfunkorchester, dem Kinder- und Jugend-Chor Frankfurt sowie dem Pepe Lienhard Orchester stehen unter der Leitung von Dirigent Prof. Dr. Peter Falk annähernd 110 Musiker und Sänger auf der Bühne. Der Auftritt im römischen Amphi-theater von Windisch (bei Zürich) wird für eine Doppel-CD und ein Kaufvideo aufge-zeichnet. RTL sendet das Konzert in der zweiten Jahreshälfte zweimal. Konzertbilanz der 12. Tournee: Insgesamt 87 Konzerte und 520'000 Zuhörer. Das Konzert des Jahres und das größte Open-Air-Konzert des europäischen Kontinentes aller Zeiten findet in Österreich statt: über 200'000 Zuschauer kommen am 27. Juni auf die Donauinsel in Wien, um Udo Jürgens zu sehen.
1993
Udo Jürgens ist neben Uschi Glas in „Schloss am Wörthersee“. Gastschauspieler. Erscheinen des Albums „Café Größenwahn“. Der Text zum Titelsong stammt aus der Feder von „Erste allgemeine Verunsicherung“-Chef Thomas Spitzer. Unterzeichung eines lebenslangen Schallplattenvertrages mit BMG Ariola. Das ist in der Geschichte der deutschen Phonoindustrie einmalig. Udo schreibt an seinem neuen Buch „...unterm Smoking Gänsehaut“.
1994
Udo Jürgens erhält für sein „künstlerisches Lebenswerk“ von der Deutschen Phonoakademie den Preis „Echo 1993“. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint „...unterm Smoking Gänsehaut“. Tochter Jenny moderiert die abendfüllende ZDF/ORF-Aufzeichnung der Udo-TV-Gala zum sechzigsten Geburtstag. An seinem Geburtstag erhält Udo in Frankfurt das „Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienst-ordens der Bundesrepublik Deutschland“. Bürgermeister Helmut Zilk verleiht Udo Jürgens den „Ehrenring der Stadt Wien“. Udos Wahlhei-mat Zürich pflanzt zu seinen Ehren sechs zehnjährige „Götterbäume“. Ehrenbürger-schaft der Gemeinde Pörtschach am Wörthersee (A). Start zur dreizehnten Tour-nee, die unter dem Titel „Die Größen-wahntour“ nahezu sieben Monate lang durch Deutschland und die deutschsprachigen Nachbarländer führt. In Österreich wird Udo für die CD „Aber bitte mit Sahne“, einer Kopplung seiner erfolgreichsten Lieder, „Gold“ verliehen. Er ist damit der einzige deutschsprachige Musiker, der vier Jahr-zehnte hindurch Goldene Schallplatten entgegennehmen durfte!
1995
Die Tournee 1994/1995 ist mit nahezu 500'000 Besuchern bei 140 Konzerten die erfolgreichste Tournee der Konzertsaison in Europa. „140 Tage Größenwahn“ heißt auch die im Frühling erscheinende Live-CD sowie der ZDF-Konzertmitschnitt. Anlässlich seiner beiden Konzerte in Wien erhält Udo Jürgens im Februar von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky die höchste Auszeichung seiner Heimat Österreich, das „Grosse Ehren-zeichen für Verdienste um die Republik Österreich“. Die Zeitschrift „HörZu“ überreicht ihm die „Goldene Kamera“ (3) als „erfolg-reichster Künstler des Jahres 1994“. Damit ist Udo Jürgens der einzige Künstler, der diese Auszeichnung dreimal erhalten hat. Die Kärntner Stadt Villach benennt einen „Udo Jürgens-Platz“. Nach dem Ende der Tournee arbeitet Udo an neuen Liedern für die CD „Zärtlicher Chaot“, die im Spätherbst er-scheint.
1996
Udo erreicht mit dem Album "Aber bitte mit Sahne" in Österreich den Platinstatus. Bei einer Umfrage des Forsa-Instituts bei Personen ab 14 Jahren, bezeichneten 54% den Titel "Griechischer Wein" als ihren Lieblingsschlager. Mit dem Song "17 Jahr, blondes Haar" landete Udo auf Platz zwei der "ewigen Schlager-Hitparade"! Am WM-Boxfight Torsten May gegen Adolpho Washington singt Udo im Duett mit der schwarzen Sängerin Jocelyn B. Smith live auf RTL aus der Stierkampfarena von Palma de Mallorca den Titel "Never Give Up", eine Single-Vorauskopplung des Albums "Ge-stern, Heute, Morgen". Die FIFA (Féderation Internationale de Football Association) ver-leiht Udo für sein vielfältiges soziales Enga-gement und sein Eintreten für den Sport den Verdienstorden "Order of Merit". Als erste Persönlichkeit des Showbusiness darf Udo die begehrte Auszeichnung aus der Hand von Franz Beckenbauer im Beisein von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzki entgegen-nehmen. Veröffentlichung des Albums "Ge-stern, Heute, Morgen".
1997
Die 14. Konzerttournee „Gestern, Heute, Morgen“ startet am 18. Januar in Berlin und wird aufgrund des grossen Erfolges, nach zusätzlichen Openair-Aufführungen im Sommer, im Herbst nochmals verlängert. Die insgesamt 111 Konzerte werden von weit über 300’000 Zuschauern besucht. Die im Sommer veröffentlichte Disco-Mix-CD „Der erste Sahne Mix“ hält Einzug in trendigen Discos und in die Hitparaden des deutsch-sprachigen Raumes. Ein erstaunlich grosser Anteil eines jungen Publikums attestiert Udo Jürgens mit seinen Konzertbesuchen Kult-status. Im September kann Udo als Unikum der Deutschen Phonoindustrie seine 30-jährige Zusammenarbeit mit der BMG Ariola und gleichzeitig seine Präsenz in der Hitparade während vier Jahrzehnten feiern. BMG überreicht Udo eine Auszeichnung für 70 Millionen verkaufte Tonträger. „Aber bitte mit Sahne“ erreicht auch in Deutschland Goldstatus. Veröffentlichung einer Live-CD und eines Videos mit Aufnahmen des Konzertes vom 26. April in Innsbruck. Jubiläum der 20-jährigen Partnerschaft mit Manager Freddy Burger.
1998
Udo wird anlässlich der ZDF-Sendung „R.SH-Gold“ neben anderen internationalen Stars wie Genesis, Backstreet Boys, No Mercey, La Bouche, Nana und `N-Sinc die Gold-Auszeichnung als „Kultsänger des Jahres `97“ verliehen. Veröffentlichung des Albums „Aber bitte mit Sahne II“. Komposition des offiziellen Weltmeisterschaftsliedes „Wunder-knaben“ der österreichischen Fussball-Natio-nalmannschaft zur WM '98. Veröffentlichung der Alben „Lieder die im Schatten stehen Vol. 7“ und „Romantische Gefühle“, die in einer Funk- und TV-beworbenen Kooperation von Deinhard und BMG veröffentlicht wird. Veröffentlichung der Single „Bring‘ ein Licht ins Dunkel“ zu Gunsten der Aktion „Licht ins Dunkel“ vom ORF. Überreichung der „Goldenen Europa“ (8) für das Lebenswerk. Gaststar bei den vier Eislauf-Galas „Art On Ice“ in Deutschland.
1999
Gründung der Udo Jürgens Stiftung, die schwerpunktmässig Kinder und Waisen in Not sowie ohne Bezugspersonen finanziell unterstützen und allgemein fördern wird. Daneben sollen aber auch Nachwuchsmusi-ker, beispielsweise in Form eines Förder-preises, unterstützt werden. Die Stiftung verfolgt also zwei Zwecke mit einem gemeinsamen Ziel: Die Unterstützung von jungen Menschen, die Hilfe brauchen. Im Januar Vorverkaufsstart zur 15. Tournee „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ im Jahr 2000. Veröffentlichung des Studioalbums „Ich werde da sein“. Zweites Duett mit Tochter Jenny „Du lebst nur einmal“. Solo-Auftritt im Konzerthaus Wien. Openair Benefizkonzerte für die Udo Jürgens Stiftung im Mainau Schlosspark und in der Burgarena Finken-stein. Live-Auftritt beim Benefiz-Mega-Event „Michael Jackson & Friends“ im Olympia-stadion München. Verleihung des Ehren-Bambi (3) im Stella Musical Theater Berlin. Damit durfte Udo Jürgens nach 1970 und 1984 bereits den dritten Bambi entgegen-nehmen. Verleihung des Radio Regenbogen Awards.
2000
Internet-Livekonzert und Chat für BOL aus der Züricher Stadtwohnung. Udo Jürgens erhält in Österreich den "Amadeus-Preis" (1) als „Solokünstler Schlager“. Der Bauer-Verlag überreicht Udo für sein Lebenswerk den Journalistenpreis „Die goldene Feder“. Die Laudatio hält der Deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nach eigener Geburts-tagssendung mit illustren Gästen im ZDF Start zur Jubiläumstournee „Mit 66 Jahren...“ und Veröffentlichung der gleichnamigen Studio-CD.
2001
Verlängerung der Herbsttournee 2000. Album „Mit 66 Jahren...“ erreicht in Deutsch-land und Österreich Goldstatus. Nach dem letzten Konzert der Jubiläumstournee „Mit 66 Jahren...“ kann der Sänger, Musiker und Komponist Udo Jürgens mit einer sensatio-nellen Bilanz aufwarten: An 107 Konzerten fühlten sich 450'000 Besucher aller Altersgruppen vom anspruchsvollen Musik-mix zwischen Gassenhauer, zeitkritischer Satire und sinfonischer Dichtung angespro-chen. Das sind über 60'000 Zuschauer mehr als bei der letzten 111-Stationentournee vor drei Jahren! Die Stadt Klagenfurt verleiht Udo Jürgens das Ehrenbürgerrecht, umjubeltes Benefiz-Solokonzert zusammen mit Geiger Christian Fink für die Udo Jürgens Stiftung in der Wiener Staatsoper. „Amadeus-Preis“ (2) als Solokünstler Schlager. Im Herbst erscheinen Live-CD, DVD und Video zur Jubiläums-tournee. Ausstrahlung des vom ZDF in Köln und Wien aufgezeichneten Konzertes. Udo Jürgens erhält den Publikumspreis "Goldene Stimmgabel“ als «erfolgreichster Solist Deutsch/Pop“.
2002
Erfolgreiche 12-Stationen Solotournee Open Air „unplugged“ in D und A mit 55'000 Zu-schauern. Verleihung des „Helix 2002“ vom „Forum Besser Hören“ Veröffentlichung des Studio-Albums „Es lebe das Laster“ im Herbst.
2003
Amadeus Preis für das Lebenswerk. Start zur 18. Tournee 2003/2004 mit 99 Konzerten im deutschsprachigen Europa. Veröffentlichung der CD „Es lebe das Laster - 2end Edition“. Produktion einer TV-Sendung und CD/DVD mit Winter- und Weihnachtsliedern.
2004
Die CD „Es werde Licht - meine Winter- und Weihnachtslieder“ erreicht in Österreich wiederum Gold-Status. Tourneebilanz: 400'000 Zuschauer und eine Sitzauslastung von rund 85%. Eintrag ins Goldene Buch von Graz. Gold in Deutschland für „Es lebe
das Laster“, Veröffentlichung einer Live-Doppel-CD Tour 2003/2004. Buchveröf-fentlichung „Der Mann mit dem Fagott“. Der biografische Familienroman vermag sich monatelang in den Spiegel-Belletristik-Charts zu halten. Deutscher Musikpreis (DMV) und Deutscher Fernsehpreis (Ehren-preis der Stifter). Die von Sandra Maisch-berger moderierte Eurovisionssendung „Leben für die Lieder“ zum 70. Geburtstag erhält Bestnoten und ist mit 6.16 Mio. Zuschauern der Tages-Quotensieger aller deutschen TV-Programme.
2005
Die DVD „Es lebe das Laster 2004“ mit dem Bonusfilm „Auf beiden Seiten des Vorhangs“ von Bruder Manfred und Peter Mathes steigt auf Platz 1 in die DVD-Charts ein und hält sich dort einige Wochen. Zweite Auflage der Sommer Openair-Solokonzerte mit 66'000 Zuschauern in 18 Konzerten in D und A. Die nächste Konzerttournee mit Orchester wird am 26. Januar 2006 in der Köln-Arena Premiere feiern. Im Herbst wird ein neues Studioalbum mit ausschliesslich neuen Kompositionen erscheinen: Präsentation am 11. September auf der MS Europa in Hamburg.
Udo Jürgen Bockelmann wurde am 30. September um 19.30 Uhr in Klagenfurt/ Österreich geboren. Seine Mutter stammt aus Schleswig-Holstein, der Vater ist Land-wirt und wurde in Moskau geboren. Der Onkel mütterlicherseits war der berühmte Dadaist Hans Arp. Sein Großvater väterli-cherseits war bis zur Russischen Revolution 1917 Chef der deutschen „Bank Junker“ in Moskau. Onkel Werner Bockelmann war Frankfurter Oberbürgermeister (1907-68) und Präsident des deutschen Städtetages. Udo ist im elterlichen Schloss Ottmanach in Kärnten zusammen mit den Brüdern John (geb.1931) und Manfred (geb.1943) aufge-wachsen.
1939
Udos erstes Instrument: Die Eltern schenken ihm eine kleine Mundharmonika, auf der er Volkslieder spielt.
1942
Der größte Wunsch von klein Udo wird erfüllt: ein Akkordeon.
1948
Beginn des Musikstudiums am Konservato-rium Klagenfurt. Fächer: Klavier, Harmonie-lehre, Komposition und Gesang.
1949
Duke Ellington, Count Basie, Benny Good-man, Fletcher Henderson und Tommy Dorsey machen Eindruck auf den jungen Musikstudenten. Udo schreibt seine ersten Lieder.
1950
Das Lied „Je t'aime“ des 16-jährigen Udo gewinnt am Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks unter 300 Ein-sendungen den 1. Preis.
1951
Ende Realgymnasium Klagenfurt; Künstlerna-me: Udo Bolan. Gründung Udo Bolan Band. Erster Auftritt: Gasthof Valzachi, Klagenfurt. Stundengage: DM 0,83 (damals fünf Schil-ling). Die Combo spielt Swing à la Amerika, Tanzmusik neu gefasst und Eigenkom-positionen von Udo.
1952
Mitarbeit als Komponist, Dirigent, Klavier-, Akkordeon- und Vibraphonspieler, als Arran-geur und als Sänger beim Radiostudio Klagenfurt. Moderator und Musiker bei der wöchentlichen Radioshow des britischen Militärsenders BFN (British Forces Net-works).
1953
Einladung nach Berlin, um mit dem Rias-Tanzorchester unter der Leitung von Werner Müller zu spielen.
1954
Erster Plattenvertrag mit Heliodor/Polydor. Der erste Plattentitel heißt: „Es waren weiße Chrysanthemen“ - ein kapitaler Flop. Neuer Künstlername: Udo Jürgens.
1955
Mit verschiedenen eigenen Combos und Gruppen Auftritte in Kärnten, Wien, Salzburg und München. Macht sich einen Namen als hervorragender Jazzpianist.
1957
Mit Orchester Max Greger 4 Wochen auf Russland-Tournee.
1958
Weitere Schallplattenaufnahmen. Achtungs-erfolg mit „Hejo, hejo, Gin und Rum“. Umzug nach München ins Künstlerviertel Schwabing.
1959
Tritt bei vielen „Bunten Abenden“ im Vorpro-gramm von gerade aktuellen Schlagerstars und anderen Hitsängern auf.
1960
Teilnehmer der siegreichen deutschen Equi-pe beim Festival in Knokke. Das Deutsche Team siegt zum ersten Mal in der Geschichte des Schlagerfestivals. Pressepreis als „Be-ster Einzelsänger des Festivals“. „Jenny“ wird ein Nummer 1-Hit in Belgien. Udo komponiert für Shirley Bassey den Welthit „Reach For The Stars“.
1961
Filmdebüt im Streifen „Und du mein Schatz bleibst hier“.
1962
Arbeit als Filmdarsteller in Klamotten wie „Unsere tollen Tanten“, „Unsere tollen Nich-ten“, „Drei Liebesbriefe aus Tirol“. Galaauf-tritte in Belgien, Deutschland, Österreich.
1963
Polydor beschließt, den Schallplattenvertrag nicht zu erneuern. Udo will das Singen aufgeben und nur noch Komponieren. H.R. Beierlein stimmt ihn um und verpflichtet Udo für seine Firma Montana. Die 1. Platte "Tausend Träume" wird ein Riesenhit in Österreich. Udo Jürgens komponierte für viele deut-sche Musikstars, u.a. Gus Backus, Gerhard Wendland, Rex Gildo für den Film „Tanze mit mir in den Morgen“.
1964
Erste Teilnahme am „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ für Österreich in Ko-penhagen. Erreicht mit „Warum nur, warum?“. den beachtlichen 5. Platz - und macht einen Welthit: Matt Monroe verkauft mit der englischen Version „Walk Away“ auf Anhieb 1 1/2 Millionen Schallplatten, kommt auf Platz 1 (England) und 2 (USA) und belegt Spitzenplätze in den Hitparaden rund um die Welt. Udo Jürgens's deutschsprachige Originalversion wird No.1-Hit in Frankreich (!). Auftritt im „Olympia“, Paris.
1965
Zweite Teilnahme am „Grand Prix Eurovision“ in Neapel: „Sag' ihr, ich lass sie grüßen“. Landet auf Platz 4. Internationale Stars wie Caterina Valente, Brenda Lee, Sacha Distel, Jean-Claude Pascal singen Udo Jürgens-Komposi-tionen. Welthit von Matt Monroe mit der Udo Jürgens-Komposition „Without You“. Quincy Jones (Produzent von Michael Jackson, Frank Sinatra u.a.) produziert mit Sarah Vaughan den Udo Jürgens-Titel „Right Or Wrong“. Erste internationale „Goldene Schallplatte“ für Udo Jürgens mit „Walk Away“.
1966
Dritte Teilnahme am „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ in Luxemburg: „Merci Chérie“ erreicht den ersten Platz und wird ein Welthit mit Hitparaden-Spitzenpositionen in über 20 Ländern. Konzerte in allen europäischen Ländern, Teilnahme am Festival in Rio de Janeiro. Die erste LP „Porträt in Musik“ wird auf Anhieb ein Bestseller. Die Komposition „Siebzehn Jahr’, blondes Haar“ gewinnt den „Goldenen Löwen“. Auszeichnung „bester deutschsprachiger Sänger“ von der Jury deutscher Schallplatten-Journalisten.
1967
Plattenvertrag mit Ariola. „Was ich dir sagen will“ wird die meistverkaufte LP des Jahres. „Gold“ für eine Million „Merci Chérie“. Triumphale Deutschlandtournee. Konzerte in Polen, der DDR, Ungarn, der CSFR, Bulga-rien und Rumänien. Schriftsteller wie Hans Hellmut Kirst schreiben Texte für Udo.
1968
Die beiden LPs „Mein Lied für dich“ und „Udo Live“ werden Verkaufserfolge. Ein Hit folgt dem anderen „Cottonfields“, „Mathilda“, „Es wird Nacht, Señorita“. Neue Deutschlandtour-nee übertrifft die erste. Erhält die erste „Goldene Europa“.
1969
Komposition „Was ich dir sagen will“ wird in englischer Version „The Music Played“ ein Welterfolg. Bei einer Repräsentativumfrage der Wickert-Institute nach „Idolen der deutschen Jugend“ erreicht Udo Jürgens nach John F. und Robert Kennedy den Platz 3. Beginn einer 266-Städte-Tournee „Udo 70“ durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland, Belgien, Luxemburg, Polen, Tschechoslo-wakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien mit einer halben Million Besucher in Neun Monaten. Die Sopranistin Annelise Rothen-berger nimmt Udo Jürgens-Kompositionen auf.
1970
Hit mit „Anuschka“. Beginn der Zusammen-arbeit mit Dr. Michael Kunze als Texter. Die Lieder „Warum nur, warum“, „Merci Chérie“ und „Was ich dir sagen will“ haben weltweit in 8 Sprachen und über vierzig Versionen gesungen, eine Auflage von zwanzig Millio-nen überschritten. Erhält den ersten „Bambi„.
1971
Öffentliche Diskussionen um das gesell-schaftskritische „Lieb Vaterland“ (Text vom Satiriker Eckart Hachfeld). Für die TV-Serie „Jonny und Jenny“ vertont Udo Jürgens Lieder des Kinderbuchautors James Krüss. Zur Frank-furter Buchmesse erscheint das Buch „Warum nur, warum?“, worin das „Phänomen Udo Jürgens von prominenten Schriftstellern wie Johannes Mario Simmel, Reginald Rudorf, Axel Eggebrecht, Günther Hunold, Adolf Holl und Adolf Sommerauer untersucht wird. Texter und Liedermacher Walter Brandin, Reinhard Mey und Miriam Francis texten für Udo Jürgens. Weltstars wie Sammy Davis jr., Al Martino und Nancy Wilson interpretieren seine Lieder. Am 28. August ist Udo Jürgens der Star des „Galaabends der Deutschen Schall-platte“, einen Tag später hebt er im Berliner Olympiastadion das Lied für die Deutsche Fernsehlotterie „Zeig mir den Platz an der Sonne“ vor fünfundsiebzigtausend Men-schen aus der Taufe. Aufnahme in die Bruderschaft „Lieber Augustin“ der Wiener Faschingsgesellschaft.
1972
Udo Jürgens singt erstmals japanisch. „Wakare no asa“ („Was ich dir sagen will“) wird Nr. 1 in der japanischen Hitparade. Tournee durch Japan. Udo Jürgens komponiert nach dem Stück von George Bernard Shaw das Musical „Helden, Helden“. Uraufführung in Wien, Titelrolle Michael Heltau. Konzerttournee durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Holland und Luxemburg.
1973
Neue, grössere Japan-Tournee. 2. TV-Festi-val in Knokke. Hit „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“.
1974
Gemeinsamer Auftritt mit Shirley Bassey vor 40’000 Zuschauern im riesigen Maracána-Stadion in Rio de Janeiro. Udos „Alguién Cantò“ (spanische Version „Was ich dir sagen will“) wird ein monatelanger Südameri-kahit.
1975
„Griechischer Wein“ wird Hit des Jahres. Der griechische Ministerpräsident Karamanlis empfängt Udo Jürgens und Textdichter Michael Kunze in Athen. Das Lied wird in der griechischen Fassung zu einer Art Volkslied. Bing Crosby wird das Lied später unter dem Titel „Come Share The Wine“ aufnehmen und zum Titelsong der letzten LP seines Lebens machen. Tourneen durch Griechenland, Polen, Australien, Japan und Deutschland.
1976
„Gold“ für LP „Meine Lieder“ und „Griechischer Wein“. „Deutscher Schall-plattenpreis“ als „Sänger des Jahres“. „Ein ehrenwertes Haus“ erhält als „Bestes Lied des Jahres“ die „Goldene Europa“ (2).
1977
Trennung von Manager Hans R. Beierlein, Umzug nach Zürich. Beginn der Zusammen-arbeit mit neuem Managerpartner Freddy Burger. Auftritte in Kanada und USA mit der Pepe Lienhard Band. Hit „Aber bitte mit Sahne“ wird der Superhit in den Diskotheken. Die erste Personality-Show im ZDF mit einer Einschaltquote von 54%! Unterzeichnung eines langjährigen Plattenvertrages mit der Ariola. Beginn der Zusammenarbeit mit Produzent Peter Wagner (Peter Maffay u.a.). Tournee mit 68 Konzerten durch Deutsch-land, Österreich, Schweiz mit 150'000 Besu-chern. „Goldene Europa“ (3).
1978
Der Song „Buenos días, Argentina“ mit der deutschen Fussballnationalelf wird der größte Schallplattenhit von Udos Karriere: „Gold“ nach fünf Wochen und „Platin“ nach zwei Monaten. No.1-Hit mit gleichzeitiger Platzie-rung von „Boogie Woogie Baby“ und „Mit 66 Jahren“. Die Deutschlandtour mit 44 Konzer-ten sowie die Tourneen durch Holland, Österreich, Schweiz, Polen und Kanada sind ausverkauft. Die ZDF-Show „Ein Mann und seine Lieder“ erreicht eine Einschaltquote von 56% und das Prädikat „Show des Jahres“. Weitere Auszeichnungen dieses Jahres: „Deutscher Schallplattenpreis“, „Gol-dene Europa“ (4), „Goldenes Mikrophon“, „Silberner Löwe“, „Goldene Westfalenhalle“ für das erfolgreichste Konzert des Jahres, „Bester Sänger des Jahres“ (Musikmarkt).
1979
Zum „Jahr des Kindes“ erscheint die Udo Jürgens-LP „Die Blumen blüh'n überall gleich“ (Texte: James Krüss). Udo erhält die „Goldene Kamera“ (1) der „HörZu“ für die TV-Personality-Show „Ein Mann und seine Lieder“ und das „Goldene Ehrenzeichen“ der Stadt Wien. Die LP „Udo '80“ (Top Ten Notierung) mit der Acht-Minuten-Komposi-tion „Wort“ ist ein Meilenstein in Udos Schaffen und wird zusammen mit den Berliner Philharmonikern aufgenommen.
1980
Die „Udo '80“-Tournee wird mit 330'000 Besuchern in 110 Konzerten die bis dahin erfolgreichste Konzerttournee von Udo Jürgens. Die ASCAP (American Society of Composers, Authors and Publishers) verleiht den „Country Music Award“ für die amerikanische Version von „Buenos días, Argentina“. Konzert im Hollywood Palladium, Stargast der „Merv Griffin Show“. Die Single „Ist das nichts?“ wird als Lied der Fernsehlotterie 1980 ausgewählt. Die ZDF-Show „Meine Lieder sind wie Hände“ wird in Deutschland ein Riesen-TV-Hit. Eine demoskopische Umfrage des Institut Allensbach ergibt für Udo Jürgens einen Bekanntheitsgrad von 95% in der deutschen Bevölkerung. Das bedeutet Platz 1 von allen in- und ausländischen Sängern und Musikern.
1981
Udo Jürgens ist der meistgespielte deutschsprachige Künstler von allen deutschen Radios. Er erhält zum fünften Mal die „Goldene Europa“ (5) den „Deutschen Schallplattenpreis“, den „Paul Lincke-Ring“, das „Goldene Ehren-zeichen der Stadt Wien“ und die „Robert Stolz-Ehrenurkunde“. Die englisch gesunge-ne, von Harold Faltermeyer in Hollywood produzierte, LP „Leave A Little Love“, erscheint in über zwanzig Ländern (Rußland ordert 50'000 Stück!). Die zweiunddreißig führenden deutschen Musik- und Medien-journalisten setzten die LP auf Platz 1 ihrer „Bestenliste“. Beim „World Popular Song Festival“ in Tokio gewinnt Udo Jürgens mit „Leave A Little Love als einziger Teilnehmer gleich zwei Preise: als Komponist den „Most Outstanding Song Award“, als Interpret den „Most Outstanding Performance Award“. Als erfolgreichster Tourneekünstler der Saison 1980/81, erhält er das „Goldene Concert Ticket“.
1982
Für „Leave A Little Love“ erhält Udo Jürgens einmal mehr den „Deutschen Schallplatten-Preis“. Promotionstour durch mehrere Kontinente, Konzerte in Südafrika, Mittel- und Südameri-ka, Benelux-Staaten, Skandinavien. Erschei-nen der LP „Silberstreifen“. Singles „Die Glotze“ und das zeitkritische „5 Minuten vor 12“. Beginn der Tournee „Lust am Leben“. Bereits für den ersten Teil der Tournee erhält Udo Jürgens wieder ein „Goldenes Concert Ticket“. Unter dem Tourneetitel entsteht auch eine ZDF Personality-Show und eine Live-Doppel-LP. Bei der Tournee und Schallplatte arbeitet Udo Jürgens erstmals mit dem Pepe Lienhard Orchester zusammen.
1983
Fortsetzung der Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die über 400'000 Besucher in 123 Konzerten sind für Udo Jürgens ein neuer Rekord. Für die LP „Silberstreifen“ erhält er zum dritten Mal in Folge den „Deutschen Schallplattenpreis“. Eine demos-kopische Umfrage ergibt: Udo Jürgens ist der „Star des Jahres“. Er gewinnt zum sechsten Mal die „Goldene Europa“ (6). Die neue LP heißt „Traumtänzer“ mit Singles: „Angela“ und „Die Sonne und du“. Für eine internationale TV-Produktion wird Udo Jürgens samt Glasflügel auf das 3454 Meter hoch gelegene Jungfraujoch in den Schweizer Alpen geflogen. Diese Bilder des Traumtänzers Udo Jürgens gehen durch die Printmedien sowie die News- und Showsen-dungen rund um die Welt.
1984
Das Album „Hautnah“ erreicht „Gold“. Auf der Single „Rot blüht der Mohn“ thematisiert Udo Jürgens das Drogenproblem. Auf persönlichen Wunsch des deutschen Bundespräsidenten Karl Carstens tritt Udo an dessen Abschieds-Fernsehsendung auf. Zur Frankfurter Buch-messe erscheint das erste Udo Jürgens-Buch „Smoking und Blue Jeans“, das bis auf Platz 5 der „Spiegel“-Bestsellerliste klettert. Am 30. September feiert Udo Jürgens seinen 50. Geburtstag. Udo erhält weiterer „Bambi“ (2). Start zur Tournee „Udo Hautnah“ mit dem Orchester Pepe Lienhard. Mit 130 Konzerten und insgesamt 430'000 Besuchern wiederum ein Großerfolg.
1985
Zum zweiten Tourneeteil erscheint die Doppel-LP „Live & Hautnah“. Das Album „Hautnah“ erreicht „Gold“. Die Konzertagen-tur „Lippmann & Rau“ verleiht Udo Jürgens die Auszeichnung „The Concert of The Year“. Auftritt beim Benefizkonzert „Opera for Africa“ zusammen mit Initiator Jose Carreras in der Arena di Verona und erneute Verleihung der „Goldenen Europa“ (7) vom Saarländischen Rundfunk. Ausstrahlung der Live-Aufzeichnung und Veröffentlichung der LP „Treibjagd“. Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport, Dr. Herbert Moritz, verleiht Udo Jürgens die ordentliche Professur der Republik Österreich.
1986
Udo Jürgens eröffnet die „Wiener Festwochen“ auf dem Rathausplatz vor über 30'000 begeisterten Zuschauern. Er wird begleitet von den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Peter Falk, dem Pepe Lienhard Orchester, dem Schönberg Chor und den Gumpolds-kirchner Spatzen. LP „Deinetwegen“. Der weltberühmte Wagner-Sänger René Kollo veröffentlicht die LP „Musik war meine erste Liebe" ausschließlich mit Udo Jürgens-Kompositionen.
1987
Die Tournee „Deinetwegen“ mit 106 Konzerten und 400'000 Besuchern durch die Schweiz, Österreich, Deutschland und die Beneluxländer führt erstmals seit zwanzig Jahren wieder in die DDR: Zur 750-Jahrfeier Berlins begehren 200'000 Menschen Einlaß zu den zwei Udo Jürgens-Konzerten im Friedrich-stadtpalast. Produktion der LP „Das Live-Konzert 1987“ sowie des Konzertmitschnittes „Deinetwegen - ein Abend mit Udo Jürgens“ für das ZDF. Udo Jürgens ist der Stargast an der Eröffnung des „Austria-Center“ Wien: Die „Soiree in Wien“ wird in über 15 Ländern Europas live ausgestrahlt. Udo Jürgens singt anlässlich der ersten deutsch-chinesischen TV-Gemeinschaftsproduktion „Heute Abend in Beijing“ in Peking mit der Starsängerin Cheng Fangyang im Duett. Die TV-Sendung wird von über 400 Mio. Chinesen mitverfolgt. Auf der internationalen Funkausstellung in Berlin wird ihm der erste „Deutsche Musikpreis für langjähriges Schaffen“, die „Berolina“, überreicht. RTL verleiht einen „Ehrenlöwen“. Udo Jürgens kann mit BMG Ariola auf eine 20jährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.
1988
Für sein Mitwirken in „Heute Abend in Beijing“ erhält Udo Jürgens die „Goldene Kamera“ (2) als „Botschafter der Musik“. Veröffentlich-ung der neuen LP „Das blaue Album“. Das Lied "Gehet hin und vermehret euch", zu dem TV-Nachrichtensprecher H.-J. Friedrichs den Prolog spricht, löst aufgrund des satirischen Textes einen Proteststurm und Boykottaufruf der katholischen Kirche aus. Nachdem das Lied von einigen Radiostationen auf den Index der „geächteten“ Titel gesetzt wird, finden vor den Sendern Gegendemonstrationen mit Spruchbändern statt. Udo Jürgens erhält den TV-“Unicef/Danny Kaye Award“, tritt im „Harry Belafonte TV-Special“ auf und komponiert die Titelmelodie zum Erfolgsfilm „Ein Schweizer namens Nötzli“ des Kabarettisten Walter Roderer.
1989
Veröffentlichung der „Best of Doppel-LP“ „Sogar Engel brauchen Glück“ und des neuen Studioalbums „Ohne Maske“. Udo Jürgens wird Goodwill-Ambassador UNHCR („United Nations High Commissioner for Refugees“). Die „Ohne Maske“-Tournee begeistert an 107 Konzerten 410'000 Besucher. Anläss-lich eines legendären Konzertes trägt sich Udo Jürgens ins Goldene Buch der Stadt Berlin ein - als prominenter Zeitzeuge steht er in derselben Nacht am Brandenburger Tor und erlebt den Fall der Mauer.
1990
Produktion der LP „Sempre Roma“ mit der Deutschen Fussball-Nationalmannschaft zur Fussball-WM mit Weltmeistertitel. Udo Jürgens schreibt den Soundtrack zu zwei Folgen ZDF-Serie „Traumschiff“ und ist Gaststar in einer Episode.
1991
Udo Jürgens ist Komponist und Sänger der Fanfare und des offiziellen Songs „Wings Of Love“ zur Eiskunstlauf-WM. Er gestaltet mit Orchester Pepe Lienhard die Eröffnungsfeier. Ende August: Hitparadenplatzierung der Single „Na und...?!“ aus der LP „Geradeaus“. Udo Jürgens erhält den „Goldenen Landesorden“ seiner Heimat Kärnten.
1992
Der vier Monate-Konzert-Marathon unter dem Motto „Geradeaus“ gerät zum Triumphzug durch die deutschsprachigen Länder: praktisch alle Konzerte ausverkauft! Das Konzert von Villach wird vom ZDF ausgestrahlt und von BMG Ariola als Video-kassette veröffentlicht. Verlängerung der Tournee um zwölf Klassik-Konzerte mit dem Titel „Open-Air-Symphony“. Zusammen mit dem Symphonie-Rundfunkorchester, dem Kinder- und Jugend-Chor Frankfurt sowie dem Pepe Lienhard Orchester stehen unter der Leitung von Dirigent Prof. Dr. Peter Falk annähernd 110 Musiker und Sänger auf der Bühne. Der Auftritt im römischen Amphi-theater von Windisch (bei Zürich) wird für eine Doppel-CD und ein Kaufvideo aufge-zeichnet. RTL sendet das Konzert in der zweiten Jahreshälfte zweimal. Konzertbilanz der 12. Tournee: Insgesamt 87 Konzerte und 520'000 Zuhörer. Das Konzert des Jahres und das größte Open-Air-Konzert des europäischen Kontinentes aller Zeiten findet in Österreich statt: über 200'000 Zuschauer kommen am 27. Juni auf die Donauinsel in Wien, um Udo Jürgens zu sehen.
1993
Udo Jürgens ist neben Uschi Glas in „Schloss am Wörthersee“. Gastschauspieler. Erscheinen des Albums „Café Größenwahn“. Der Text zum Titelsong stammt aus der Feder von „Erste allgemeine Verunsicherung“-Chef Thomas Spitzer. Unterzeichung eines lebenslangen Schallplattenvertrages mit BMG Ariola. Das ist in der Geschichte der deutschen Phonoindustrie einmalig. Udo schreibt an seinem neuen Buch „...unterm Smoking Gänsehaut“.
1994
Udo Jürgens erhält für sein „künstlerisches Lebenswerk“ von der Deutschen Phonoakademie den Preis „Echo 1993“. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint „...unterm Smoking Gänsehaut“. Tochter Jenny moderiert die abendfüllende ZDF/ORF-Aufzeichnung der Udo-TV-Gala zum sechzigsten Geburtstag. An seinem Geburtstag erhält Udo in Frankfurt das „Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienst-ordens der Bundesrepublik Deutschland“. Bürgermeister Helmut Zilk verleiht Udo Jürgens den „Ehrenring der Stadt Wien“. Udos Wahlhei-mat Zürich pflanzt zu seinen Ehren sechs zehnjährige „Götterbäume“. Ehrenbürger-schaft der Gemeinde Pörtschach am Wörthersee (A). Start zur dreizehnten Tour-nee, die unter dem Titel „Die Größen-wahntour“ nahezu sieben Monate lang durch Deutschland und die deutschsprachigen Nachbarländer führt. In Österreich wird Udo für die CD „Aber bitte mit Sahne“, einer Kopplung seiner erfolgreichsten Lieder, „Gold“ verliehen. Er ist damit der einzige deutschsprachige Musiker, der vier Jahr-zehnte hindurch Goldene Schallplatten entgegennehmen durfte!
1995
Die Tournee 1994/1995 ist mit nahezu 500'000 Besuchern bei 140 Konzerten die erfolgreichste Tournee der Konzertsaison in Europa. „140 Tage Größenwahn“ heißt auch die im Frühling erscheinende Live-CD sowie der ZDF-Konzertmitschnitt. Anlässlich seiner beiden Konzerte in Wien erhält Udo Jürgens im Februar von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky die höchste Auszeichung seiner Heimat Österreich, das „Grosse Ehren-zeichen für Verdienste um die Republik Österreich“. Die Zeitschrift „HörZu“ überreicht ihm die „Goldene Kamera“ (3) als „erfolg-reichster Künstler des Jahres 1994“. Damit ist Udo Jürgens der einzige Künstler, der diese Auszeichnung dreimal erhalten hat. Die Kärntner Stadt Villach benennt einen „Udo Jürgens-Platz“. Nach dem Ende der Tournee arbeitet Udo an neuen Liedern für die CD „Zärtlicher Chaot“, die im Spätherbst er-scheint.
1996
Udo erreicht mit dem Album "Aber bitte mit Sahne" in Österreich den Platinstatus. Bei einer Umfrage des Forsa-Instituts bei Personen ab 14 Jahren, bezeichneten 54% den Titel "Griechischer Wein" als ihren Lieblingsschlager. Mit dem Song "17 Jahr, blondes Haar" landete Udo auf Platz zwei der "ewigen Schlager-Hitparade"! Am WM-Boxfight Torsten May gegen Adolpho Washington singt Udo im Duett mit der schwarzen Sängerin Jocelyn B. Smith live auf RTL aus der Stierkampfarena von Palma de Mallorca den Titel "Never Give Up", eine Single-Vorauskopplung des Albums "Ge-stern, Heute, Morgen". Die FIFA (Féderation Internationale de Football Association) ver-leiht Udo für sein vielfältiges soziales Enga-gement und sein Eintreten für den Sport den Verdienstorden "Order of Merit". Als erste Persönlichkeit des Showbusiness darf Udo die begehrte Auszeichnung aus der Hand von Franz Beckenbauer im Beisein von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzki entgegen-nehmen. Veröffentlichung des Albums "Ge-stern, Heute, Morgen".
1997
Die 14. Konzerttournee „Gestern, Heute, Morgen“ startet am 18. Januar in Berlin und wird aufgrund des grossen Erfolges, nach zusätzlichen Openair-Aufführungen im Sommer, im Herbst nochmals verlängert. Die insgesamt 111 Konzerte werden von weit über 300’000 Zuschauern besucht. Die im Sommer veröffentlichte Disco-Mix-CD „Der erste Sahne Mix“ hält Einzug in trendigen Discos und in die Hitparaden des deutsch-sprachigen Raumes. Ein erstaunlich grosser Anteil eines jungen Publikums attestiert Udo Jürgens mit seinen Konzertbesuchen Kult-status. Im September kann Udo als Unikum der Deutschen Phonoindustrie seine 30-jährige Zusammenarbeit mit der BMG Ariola und gleichzeitig seine Präsenz in der Hitparade während vier Jahrzehnten feiern. BMG überreicht Udo eine Auszeichnung für 70 Millionen verkaufte Tonträger. „Aber bitte mit Sahne“ erreicht auch in Deutschland Goldstatus. Veröffentlichung einer Live-CD und eines Videos mit Aufnahmen des Konzertes vom 26. April in Innsbruck. Jubiläum der 20-jährigen Partnerschaft mit Manager Freddy Burger.
1998
Udo wird anlässlich der ZDF-Sendung „R.SH-Gold“ neben anderen internationalen Stars wie Genesis, Backstreet Boys, No Mercey, La Bouche, Nana und `N-Sinc die Gold-Auszeichnung als „Kultsänger des Jahres `97“ verliehen. Veröffentlichung des Albums „Aber bitte mit Sahne II“. Komposition des offiziellen Weltmeisterschaftsliedes „Wunder-knaben“ der österreichischen Fussball-Natio-nalmannschaft zur WM '98. Veröffentlichung der Alben „Lieder die im Schatten stehen Vol. 7“ und „Romantische Gefühle“, die in einer Funk- und TV-beworbenen Kooperation von Deinhard und BMG veröffentlicht wird. Veröffentlichung der Single „Bring‘ ein Licht ins Dunkel“ zu Gunsten der Aktion „Licht ins Dunkel“ vom ORF. Überreichung der „Goldenen Europa“ (8) für das Lebenswerk. Gaststar bei den vier Eislauf-Galas „Art On Ice“ in Deutschland.
1999
Gründung der Udo Jürgens Stiftung, die schwerpunktmässig Kinder und Waisen in Not sowie ohne Bezugspersonen finanziell unterstützen und allgemein fördern wird. Daneben sollen aber auch Nachwuchsmusi-ker, beispielsweise in Form eines Förder-preises, unterstützt werden. Die Stiftung verfolgt also zwei Zwecke mit einem gemeinsamen Ziel: Die Unterstützung von jungen Menschen, die Hilfe brauchen. Im Januar Vorverkaufsstart zur 15. Tournee „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ im Jahr 2000. Veröffentlichung des Studioalbums „Ich werde da sein“. Zweites Duett mit Tochter Jenny „Du lebst nur einmal“. Solo-Auftritt im Konzerthaus Wien. Openair Benefizkonzerte für die Udo Jürgens Stiftung im Mainau Schlosspark und in der Burgarena Finken-stein. Live-Auftritt beim Benefiz-Mega-Event „Michael Jackson & Friends“ im Olympia-stadion München. Verleihung des Ehren-Bambi (3) im Stella Musical Theater Berlin. Damit durfte Udo Jürgens nach 1970 und 1984 bereits den dritten Bambi entgegen-nehmen. Verleihung des Radio Regenbogen Awards.
2000
Internet-Livekonzert und Chat für BOL aus der Züricher Stadtwohnung. Udo Jürgens erhält in Österreich den "Amadeus-Preis" (1) als „Solokünstler Schlager“. Der Bauer-Verlag überreicht Udo für sein Lebenswerk den Journalistenpreis „Die goldene Feder“. Die Laudatio hält der Deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nach eigener Geburts-tagssendung mit illustren Gästen im ZDF Start zur Jubiläumstournee „Mit 66 Jahren...“ und Veröffentlichung der gleichnamigen Studio-CD.
2001
Verlängerung der Herbsttournee 2000. Album „Mit 66 Jahren...“ erreicht in Deutsch-land und Österreich Goldstatus. Nach dem letzten Konzert der Jubiläumstournee „Mit 66 Jahren...“ kann der Sänger, Musiker und Komponist Udo Jürgens mit einer sensatio-nellen Bilanz aufwarten: An 107 Konzerten fühlten sich 450'000 Besucher aller Altersgruppen vom anspruchsvollen Musik-mix zwischen Gassenhauer, zeitkritischer Satire und sinfonischer Dichtung angespro-chen. Das sind über 60'000 Zuschauer mehr als bei der letzten 111-Stationentournee vor drei Jahren! Die Stadt Klagenfurt verleiht Udo Jürgens das Ehrenbürgerrecht, umjubeltes Benefiz-Solokonzert zusammen mit Geiger Christian Fink für die Udo Jürgens Stiftung in der Wiener Staatsoper. „Amadeus-Preis“ (2) als Solokünstler Schlager. Im Herbst erscheinen Live-CD, DVD und Video zur Jubiläums-tournee. Ausstrahlung des vom ZDF in Köln und Wien aufgezeichneten Konzertes. Udo Jürgens erhält den Publikumspreis "Goldene Stimmgabel“ als «erfolgreichster Solist Deutsch/Pop“.
2002
Erfolgreiche 12-Stationen Solotournee Open Air „unplugged“ in D und A mit 55'000 Zu-schauern. Verleihung des „Helix 2002“ vom „Forum Besser Hören“ Veröffentlichung des Studio-Albums „Es lebe das Laster“ im Herbst.
2003
Amadeus Preis für das Lebenswerk. Start zur 18. Tournee 2003/2004 mit 99 Konzerten im deutschsprachigen Europa. Veröffentlichung der CD „Es lebe das Laster - 2end Edition“. Produktion einer TV-Sendung und CD/DVD mit Winter- und Weihnachtsliedern.
2004
Die CD „Es werde Licht - meine Winter- und Weihnachtslieder“ erreicht in Österreich wiederum Gold-Status. Tourneebilanz: 400'000 Zuschauer und eine Sitzauslastung von rund 85%. Eintrag ins Goldene Buch von Graz. Gold in Deutschland für „Es lebe
das Laster“, Veröffentlichung einer Live-Doppel-CD Tour 2003/2004. Buchveröf-fentlichung „Der Mann mit dem Fagott“. Der biografische Familienroman vermag sich monatelang in den Spiegel-Belletristik-Charts zu halten. Deutscher Musikpreis (DMV) und Deutscher Fernsehpreis (Ehren-preis der Stifter). Die von Sandra Maisch-berger moderierte Eurovisionssendung „Leben für die Lieder“ zum 70. Geburtstag erhält Bestnoten und ist mit 6.16 Mio. Zuschauern der Tages-Quotensieger aller deutschen TV-Programme.
2005
Die DVD „Es lebe das Laster 2004“ mit dem Bonusfilm „Auf beiden Seiten des Vorhangs“ von Bruder Manfred und Peter Mathes steigt auf Platz 1 in die DVD-Charts ein und hält sich dort einige Wochen. Zweite Auflage der Sommer Openair-Solokonzerte mit 66'000 Zuschauern in 18 Konzerten in D und A. Die nächste Konzerttournee mit Orchester wird am 26. Januar 2006 in der Köln-Arena Premiere feiern. Im Herbst wird ein neues Studioalbum mit ausschliesslich neuen Kompositionen erscheinen: Präsentation am 11. September auf der MS Europa in Hamburg.
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