Vanessa-Mae Biographie
Vanessa-Mae
Länger als zehn Jahre ist es her, dass Kritiker, Dirigenten und Musikimpressarios von Vanessa-Mae als einem Wunderkind schwärmten, "das wie Mozart und Mendelssohn seiner Zeit weit voraus ist". Damals trug das zwölfjährige Mädchen noch eine Zahnspange und war als jüngste Violinistin der Welt gerade damit beschäftigt, ihr drittes Klassikalbum aufzunehmen - und das mit höchst anspruchsvollen Violinkonzerten von Beethoven und Tschaikowski.
Die Tochter einer Chinesin und eines Thailänders war gerade 14, als sie zum ersten Mal das Korsett der klassischen Musik abstreifte und aus der Kombination von akustischer und elektrischer Violine eine Musik zauberte, die sie selbst als "Techno-Acoustic-Fusion" bezeichnete. Seit dem gleich dutzendfach platin- und goldveredelten Millionseller "The Violin Player" von 1995 wechselte Vanessa-Mae nach Belieben die Seiten und verband in ihren Stücken sowohl moderne als auch klassische Elemente zu einem magischen Klangerlebnis, was sie auf ihren Folgewerken "The Classical Album 1", "China Girl (The Classical Album 2)", der atemberaubenden Neueinspielung der "Original Four Seasons" und dem zweiten Fusion-Projekt "Storm" eindrucksvoll demonstrierte.
Heute ist Vanessa-Mae sowohl in der klassischen Arena als auch in der Pop-Welt ein Superstar und überaus zufrieden mit "Subject To Change", ihrem mit großer Spannung erwarteten dritten Dance-Popalbum, das sie im Team mit dem vielseitigen Produzenten Youth (Killing Joke, Heather Nova, The Verve) und mit Unterstützung namhafter Dancefloor-Spezialisten wie JS 16 und Airscape aufgenommen hat. "Nie war ich mir meiner musikalischen Vorstellungen so sicher wie diesmal", bekennt die in Singapur geborene und in London aufgewachsene Geigerin. "In den letzten fünf Jahren standen auf meinen Platten weniger Emotionen im Vordergrund als Konzepte, die Violine als besonders vielseitiges Instrument zu präsentieren. So sehr ich meine klassischen Alben auch mag, sie wurden für ein Publikum aufgenommen, das die Violine in einem neuen Licht erleben wollte. Auch der Ansatz meiner ersten beiden Fusion-Alben war ein anderer als heute. Ich habe mir klassische Melodien von Komponisten wie Vivaldi, Bach, Tartini und Offenbach ausgesucht und sie mit zeitgemäß modernen Klängen und Rhythmen zusammengebracht. Als wirklich neue Musik konnte man das nicht bezeichnen. Wenn also manche Leute mir vorwarfen, ich würde die alten Meister verfälschen, hatten sie in gewisser Weise recht. Denn neue Noten habe ich nie kreiert. Einen neuen Sound ja, aber keine neue Noten."
Dass Klassikpuristen im Zusammenhang mit Vanessa-Maes neuem Album jetzt erneut von einem künstlerischen Schleudertrauma sprechen werden, steht nicht zu befürchten. "Subject To Change" ist so wenig klassische Musik wie Beethoven ein Heavy Metal Sänger. Keiner der 12 Titel (+1 Hidden Track) baut auf klassischen Originalkompositionen auf. Mit Ausnahme von "White Bird" stammen alle Stücke aus der Feder des neuen Dream-Teams Vanessa-Mae/Youth.
"Als ich mit den Arbeiten für das neue Album anfing, traf ich mich zunächst mit einigen Produzenten", erzählt Vanessa. "Aber wir fanden keine Basis. Dann kam Youth. Ohne viel miteinander zu reden, legten wir gleich los. Wir experimentierten, komponierten und improvisierten. Es war genau so wie ich mir die Arbeit mit einem Co-Autor immer vorgestellt hatte. Wir ergänzten uns perfekt. Er war mehr an der Atmosphäre und ich mehr an den Melodien interessiert, an der Violine und an allen Solos. Ich versuchte für jeden Titel eine anderen Klangfarbe zu kreieren, denn, um die Wahrheit zu sagen, den üblichen Violinenklang finde ich ärgerlich. Manchmal stellte ich mir sogar vor, ich wäre keine Violinistin mehr und müsste trotzdem diversen anderen Instrumenten mit Hilfe der Violine eine Stimme geben."
Das ist Vanessa-Mae Vanakorn Nicholson - so ihr vollständiger Name - phänomenal gelungen. Mühelos meistert die vielgepriesene "Wundergeigerin" zwischen opulenten Orchesterarrangements, pulsierenden Techno-Rhythmen und elektronischen Verfremdungen die kompliziertesten Passagen. Und auch als Komponistin zeigt sie sich jenseits der klassischen Wurzeln faszinierend vielseitig. "Ich bin im Sternzeichen des Skorpion geboren. Deshalb liebe ich das Extreme", ist ihre ebenso simple wie einleuchtende Erklärung für ihre erfrischend undogmatische Haltung.
Vom Auftritt der "Bulgarian Voices" im mysteriösen Ambient-Opener "Yantra" (benannt nach einem Fluss in Bulgarien) bishin zu heißblütigem Latin-Pop "Picante" wandert sie wie selbstverständlich durch die musikalischen Genres. Und sie schreckt wie gewohnt auch vor wagemutigen Fusionen nicht zurück: Das Requiem für ihren Hund "Pasha" verknüpft Flamenco-Elemente mit orientalischer Folklore; "Deep South" traktiert Folk und Bluegrass mit Techno-Beats und das besinnliche "Folk" vereinigt Violine, Gitarre, Panflöte und Didjeridoo zu einer wunderbaren Pop-Weltmusik-Melange. Mit dem als Single avisierten "Destiny" dürften ihr schließlich auch in internationalen Discos Tür und Tor offen stehen.
Dass Vanessa Mae auch über eine ausdrucksstarke Stimme verfügt, bewies sie erstmals auf "Storm" mit einer verblüffenden Adaption von Donna Summers Discoklassiker "I Feel Love". Auf "Subject To Change" zeigt sie gleich mehrfach ihr Talent als wandlungsfähige Popsängerin. Neben dem unbeschwerten Brasil-Pop "Love Is Only A Game" und dem lasziven "Jamais", das Erinnerungen an Serge Gainsbourg und Jane Birkin weckt und stilecht mit einem Sample aus Francoise Hardys "Le Premier Bonheur Du Jour" beginnt, hat sie sich als einzigen Fremdtitel "White Bird" von It's A Beautiful Day ausgesucht. Und das nicht ohne Grund.
"Als Instrumentalist achtet man nicht so sehr auf Texte. Die Melodie ist wichtiger. Aber bei 'White Bird' war es zum ersten Mal anders. 'White Bird in a golden cage on a winter's day in the rain... White Bird must fly or she will die.' Das ist eine wunderschöne Analogie. Egal wie großartig dein Käfig ist, er mag aus Gold sein, luxuriös, extravagant, er bleibt ein Käfig. Und es ist immer besser frei zu sein, auch wenn man arm ist. In meinem ganzen Leben war ich immer von Body Guards umgeben. Bis ich 20 wurde, durfte ich nie ohne Begleitung eines Erwachsenen das Haus verlassen. Und Erwachsen bedeutete älter als 25. Selbst bei privaten Treffen war immer jemand dabei. Deshalb war es mir so wichtig, diesen Song aus den Sixties auf dem Album zu haben. Denn 'Subject To Change' repräsentiert die großen Veränderungen, die ich in letzter Zeit durchgemacht habe. Meine Mutter ist nicht mehr meine künstlerische Beraterin. Ich habe ein neues Management. Ich bin stärker als je zuvor ins Songwriting involviert und nach Klassik und Fusion arbeite ich nun an einem dance-orientierten modernen Popsound."
Mit drei lernte Vanessa-Mae Klavierspielen. Als Fünfjährige bekam sie ihre erste Geigenstunde. Mit neun schrieb sie bereits eigene Kompositionen. Im Alter von zehn Jahren gab sie ihre ersten Konzerte in der Londoner Philharmonie. Und jetzt - mit knapp 22 Jahren - steht das ehemalige Wunderkind mit "Subject To Change" auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner musikalischen und lyrischen Ausdruckskraft. Wer jedoch Vanessa-Maes unglaubliche Karriere über die Jahre verfolgt hat, weiß, dass ihr musikalischer Selbstfindungsprozess erst jetzt an einem Punkt angelangt ist, an dem ihre künstlerische Handschrift entscheidend an Charakter gewonnen hat.
Die Tochter einer Chinesin und eines Thailänders war gerade 14, als sie zum ersten Mal das Korsett der klassischen Musik abstreifte und aus der Kombination von akustischer und elektrischer Violine eine Musik zauberte, die sie selbst als "Techno-Acoustic-Fusion" bezeichnete. Seit dem gleich dutzendfach platin- und goldveredelten Millionseller "The Violin Player" von 1995 wechselte Vanessa-Mae nach Belieben die Seiten und verband in ihren Stücken sowohl moderne als auch klassische Elemente zu einem magischen Klangerlebnis, was sie auf ihren Folgewerken "The Classical Album 1", "China Girl (The Classical Album 2)", der atemberaubenden Neueinspielung der "Original Four Seasons" und dem zweiten Fusion-Projekt "Storm" eindrucksvoll demonstrierte.
Heute ist Vanessa-Mae sowohl in der klassischen Arena als auch in der Pop-Welt ein Superstar und überaus zufrieden mit "Subject To Change", ihrem mit großer Spannung erwarteten dritten Dance-Popalbum, das sie im Team mit dem vielseitigen Produzenten Youth (Killing Joke, Heather Nova, The Verve) und mit Unterstützung namhafter Dancefloor-Spezialisten wie JS 16 und Airscape aufgenommen hat. "Nie war ich mir meiner musikalischen Vorstellungen so sicher wie diesmal", bekennt die in Singapur geborene und in London aufgewachsene Geigerin. "In den letzten fünf Jahren standen auf meinen Platten weniger Emotionen im Vordergrund als Konzepte, die Violine als besonders vielseitiges Instrument zu präsentieren. So sehr ich meine klassischen Alben auch mag, sie wurden für ein Publikum aufgenommen, das die Violine in einem neuen Licht erleben wollte. Auch der Ansatz meiner ersten beiden Fusion-Alben war ein anderer als heute. Ich habe mir klassische Melodien von Komponisten wie Vivaldi, Bach, Tartini und Offenbach ausgesucht und sie mit zeitgemäß modernen Klängen und Rhythmen zusammengebracht. Als wirklich neue Musik konnte man das nicht bezeichnen. Wenn also manche Leute mir vorwarfen, ich würde die alten Meister verfälschen, hatten sie in gewisser Weise recht. Denn neue Noten habe ich nie kreiert. Einen neuen Sound ja, aber keine neue Noten."
Dass Klassikpuristen im Zusammenhang mit Vanessa-Maes neuem Album jetzt erneut von einem künstlerischen Schleudertrauma sprechen werden, steht nicht zu befürchten. "Subject To Change" ist so wenig klassische Musik wie Beethoven ein Heavy Metal Sänger. Keiner der 12 Titel (+1 Hidden Track) baut auf klassischen Originalkompositionen auf. Mit Ausnahme von "White Bird" stammen alle Stücke aus der Feder des neuen Dream-Teams Vanessa-Mae/Youth.
"Als ich mit den Arbeiten für das neue Album anfing, traf ich mich zunächst mit einigen Produzenten", erzählt Vanessa. "Aber wir fanden keine Basis. Dann kam Youth. Ohne viel miteinander zu reden, legten wir gleich los. Wir experimentierten, komponierten und improvisierten. Es war genau so wie ich mir die Arbeit mit einem Co-Autor immer vorgestellt hatte. Wir ergänzten uns perfekt. Er war mehr an der Atmosphäre und ich mehr an den Melodien interessiert, an der Violine und an allen Solos. Ich versuchte für jeden Titel eine anderen Klangfarbe zu kreieren, denn, um die Wahrheit zu sagen, den üblichen Violinenklang finde ich ärgerlich. Manchmal stellte ich mir sogar vor, ich wäre keine Violinistin mehr und müsste trotzdem diversen anderen Instrumenten mit Hilfe der Violine eine Stimme geben."
Das ist Vanessa-Mae Vanakorn Nicholson - so ihr vollständiger Name - phänomenal gelungen. Mühelos meistert die vielgepriesene "Wundergeigerin" zwischen opulenten Orchesterarrangements, pulsierenden Techno-Rhythmen und elektronischen Verfremdungen die kompliziertesten Passagen. Und auch als Komponistin zeigt sie sich jenseits der klassischen Wurzeln faszinierend vielseitig. "Ich bin im Sternzeichen des Skorpion geboren. Deshalb liebe ich das Extreme", ist ihre ebenso simple wie einleuchtende Erklärung für ihre erfrischend undogmatische Haltung.
Vom Auftritt der "Bulgarian Voices" im mysteriösen Ambient-Opener "Yantra" (benannt nach einem Fluss in Bulgarien) bishin zu heißblütigem Latin-Pop "Picante" wandert sie wie selbstverständlich durch die musikalischen Genres. Und sie schreckt wie gewohnt auch vor wagemutigen Fusionen nicht zurück: Das Requiem für ihren Hund "Pasha" verknüpft Flamenco-Elemente mit orientalischer Folklore; "Deep South" traktiert Folk und Bluegrass mit Techno-Beats und das besinnliche "Folk" vereinigt Violine, Gitarre, Panflöte und Didjeridoo zu einer wunderbaren Pop-Weltmusik-Melange. Mit dem als Single avisierten "Destiny" dürften ihr schließlich auch in internationalen Discos Tür und Tor offen stehen.
Dass Vanessa Mae auch über eine ausdrucksstarke Stimme verfügt, bewies sie erstmals auf "Storm" mit einer verblüffenden Adaption von Donna Summers Discoklassiker "I Feel Love". Auf "Subject To Change" zeigt sie gleich mehrfach ihr Talent als wandlungsfähige Popsängerin. Neben dem unbeschwerten Brasil-Pop "Love Is Only A Game" und dem lasziven "Jamais", das Erinnerungen an Serge Gainsbourg und Jane Birkin weckt und stilecht mit einem Sample aus Francoise Hardys "Le Premier Bonheur Du Jour" beginnt, hat sie sich als einzigen Fremdtitel "White Bird" von It's A Beautiful Day ausgesucht. Und das nicht ohne Grund.
"Als Instrumentalist achtet man nicht so sehr auf Texte. Die Melodie ist wichtiger. Aber bei 'White Bird' war es zum ersten Mal anders. 'White Bird in a golden cage on a winter's day in the rain... White Bird must fly or she will die.' Das ist eine wunderschöne Analogie. Egal wie großartig dein Käfig ist, er mag aus Gold sein, luxuriös, extravagant, er bleibt ein Käfig. Und es ist immer besser frei zu sein, auch wenn man arm ist. In meinem ganzen Leben war ich immer von Body Guards umgeben. Bis ich 20 wurde, durfte ich nie ohne Begleitung eines Erwachsenen das Haus verlassen. Und Erwachsen bedeutete älter als 25. Selbst bei privaten Treffen war immer jemand dabei. Deshalb war es mir so wichtig, diesen Song aus den Sixties auf dem Album zu haben. Denn 'Subject To Change' repräsentiert die großen Veränderungen, die ich in letzter Zeit durchgemacht habe. Meine Mutter ist nicht mehr meine künstlerische Beraterin. Ich habe ein neues Management. Ich bin stärker als je zuvor ins Songwriting involviert und nach Klassik und Fusion arbeite ich nun an einem dance-orientierten modernen Popsound."
Mit drei lernte Vanessa-Mae Klavierspielen. Als Fünfjährige bekam sie ihre erste Geigenstunde. Mit neun schrieb sie bereits eigene Kompositionen. Im Alter von zehn Jahren gab sie ihre ersten Konzerte in der Londoner Philharmonie. Und jetzt - mit knapp 22 Jahren - steht das ehemalige Wunderkind mit "Subject To Change" auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner musikalischen und lyrischen Ausdruckskraft. Wer jedoch Vanessa-Maes unglaubliche Karriere über die Jahre verfolgt hat, weiß, dass ihr musikalischer Selbstfindungsprozess erst jetzt an einem Punkt angelangt ist, an dem ihre künstlerische Handschrift entscheidend an Charakter gewonnen hat.
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