Wyclef Jean Biographie
Wyclef Jean
Wyclef Jeans außergewöhnliches musikalisches Talent brachte ihm Wohlstand und Ruhm und führte ihn rund um die Welt. Er war Mitglied der erfolgreichsten Rap-Gruppe der Musikgeschichte; er ist mehrfach Platin-veredelter Solo-Künstler mit internationalen Tophits; er produzierte und kollaborierte mit einer unglaublich vielfältigen Schar an internationalen Superstars. Aber während dieser atemberaubenden Karriere hat Wyclef nie vergessen, woher er kommt - die Orte, die seinen Charakter formten und die als jungen Mann seine Kreativität nährten: Seine Heimat Haiti, wo er bis zu seinem neunten Lebensjahr lebte, die Sozialenwohnungen der „Projects“ in Brooklyn und die Straßen von Jersey. Auf „Masquerade“, seinem dritten Soloalbum, nutzt Wyclef seine einzigartigen Fähigkeiten als Texter und Songwriter für die Schilderung des Lebens in der „Hood“ - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er erzählt lebendige Geschichten aus seiner Kindheit, schildert den Überlebenskampf als junger Einwanderer auf den schäbigen Straßen New Yorks, findet mahnende Worte für die Jugend, die der Faszination des Gangster-Lifestyles endgültig zu erliegen droht, und bittet für eine Zukunft in Frieden und Liebe. Dies alles vor dem Hintergrund der erlesenen und unvorhersehbaren Sounds, wie man sie nur auf einer Wyclef-Jean-CD erwarten kann. Hardcore-HipHop-Beats, R&B-Funk, Slow Jams und Uptempo-Reggae – all diese Elemente sind vertreten, manchmal sogar in einem einzigen Stück (!). „Masquerade“ repräsentiert den nächsten Schritt in der musikalischen Entwicklung eines Künstlers, der sich ungetrübten Erfolgs erfreut, seitdem er vor zehn Jahren erstmals die Szenerie betrat und bis heute kein Anzeichen zeigt, die Sache zukünftig etwas langsamer anzugehen. Wir erinnern uns: Seine erste Großtat gelang Wyclef als unermüdlicher Antreiber der wegweisenden Fugees und deren Meisterwerk „The Score“ im Jahre 1996, fraglos eines der einflussreichsten Alben der HipHop-Geschichte. Mit der LP prägte Wyclef erstmals seinen Produktionsstil, an den man für den Rest der Neunziger Jahre praktisch nicht mehr vorbei kam: Authentischer Steet HipHop, durchwirkt mit (radiotauglicher) musikalischer, inhaltlicher und gesanglicher Raffinesse. „The Score“ verkaufte mehr als elf Millionen Einheiten weltweit, wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet (inklusive „Bestes Rap Album“) und bereitete den Boden für die erfolgreichen Solo-Karrieren aller drei Bandmitglieder. 1997 veröffentlichte Clef das Doppel-Platin-Album „Wyclef Jean Presents the Carnival“, das u.a. die Hitsingle „Gone Till November" enthielt, die ihm eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Male R&B Vocal Performance“ einbrachte. Clefs zweites Soloalbum „The Ecleftic - 2 Sides II A Book“ geriet musikalisch um ein Vielfaches abenteuerlicher als der Vorgänger, vom arschwackelnden „Dirty South“ über die sozialkritische, Neo-Protest-Ballade „Diallo“ bis hin zum R&B-Smash „911“, das Clef im Duett mit Mary J. Blige sang. Neben seiner Soloarbeit fand er immer wieder Zeit für Kollaborationen, wie z.B. mit Whitney Houston bei ihrem Smash „My Love Is Your Love“ und Carlos Santana bei seinem weltweiten Nummer-Eins-Hit „Maria Maria“. In letzter Zeit arbeitete Wyclef u.a. mit Mick Jagger und Sinéad O’Connor an deren jeweils jüngsten Veröffentlichungen, als auch mit U2, Destiny's Child, Michael Jackson und Rita Marley. Zurück zu „Masquerade“: Das spirituelle Element, von je her zentrales Motiv in Wyclefs Werk, wird gleich beim Album-Opener „Peace God“ offensichtlich. Einen Stil, den Clef als „Crouching Tiger Style“ bezeichnet: Ein fernöstlicher Flötensound wird über einen HipHop-beat geloopt, während Clef den Herrn lobpreist und seinem Unmut über die von Menschenhand geschaffenen, falschen Götzen und Idole kundtut. Ob er nun die Perspektive des Predigersohns annimmt oder die des „Thug Angels“, Clef beleuchtet die Realität des Ghettos wie er sie sieht, wählt dabei den Duktus des älteren, weisen Bruders, nicht den scharfen Tonfall eines zeternden Predigers. „The PJs“ ist eine Ode an die „Projects“, in denen Clef aufwuchs und die Lektionen, die er dort lernte: „Gotta make noise for the PJs/I wrote my first rhyme in the PJs/You can hear it in my speech, I'm from the PJs." Es ist sein Tribut an das harte Leben, das er hinter sich lassen konnte, als auch die Rechtfertigung seines Status als HipHop-Künstler. Es gibt wohl keinen anderen Musiker heute, der sich so natürlich in dermaßen vielen verschiedenen Genres zu bewegen weiß wie Wyclef Jean. Das Titelstück „Masquerade“ ist ein Hardcore Posse-Track, der gemeinsam mit M.O.P entstand. Doch während andere Produzenten sich damit zufrieden geben, den Beat laufen zu lassen, bringt Clef die israelische Violonistin Miri Ben-Ari ins Studio, und lässt sie ein unerwartetes Finale beisteuern. Die Single-Auskopplung „Two Wrongs (Don’t Make It Right)“ ist eine Soulballade in bestem „911“-Style, mit Clef an der Akustik-Gitarre und im Duett mit Claudette Ortiz, bezauberndes Drittel der Grammy-nominierten R&B-Formation City High („What Would You Do“). „Daddy“ ist eines der traurigsten Lieder ever – Erinnerungen an den 2Pac-Klassiker „Dear Mama“ werden wach... Clef widmete den Rap seinem kürzlich verstorbenen Vater. „What A Night“ ist ein Remake des Frankie-Valli-Disco-Hits aus dem Jahr 1976, den Clef in einen schicken Soul/HipHop-Track verwandelt, bei dem er ein wenig über seine beeindruckende Lebensgeschichte. Mit „Knockin‘ On Heaven’s Door“ überarbeitet Wyclef schließlich den weltberühmten Bob-Dylan-Klassiker. In seiner Version wird der Text allerdings zum Klagelied über den überflüssigen Verlust an Menschenleben - im Ghetto und überall auf der Welt. „Masquerade“ ist die Art von Album, die nur Wyclef hätte machen können – von Rock zu Rap zu Soul zu Reggae führt Clef sämtliche Styles und Genres zusammen, die die Popmusik unserer Zeit ausmachen. Produzent, Arrangeur, Komponist, Rapper, Sänger und Entertainer – Clef ist einer der seltenen Künstler, die nicht nur alle diese Fertigkeiten irgendwie ausüben, sondern sie auch noch exzellent beherrschen. Es gibt nur einen Wyclef Jean und „Masquerade“ unterstreicht seine Position als einer der vielseitigsten, talentiertesten und komplettesten Musikkünstler, die wir überhaupt haben.
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