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Yello Biographie

Yello

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Als 1979 ein Plattenladenbesitzer, Dieter Meier und Boris Blank in Zürich einander vorstellte, war von Anfang an klar, dass diese beiden viel Spaß am gemeinsamen Musizieren haben würden. Und so war es auch. Kurz danach folgten die ersten Aufnahmen auf einer abgelegenen Metalldeponie. Während dort ein alter Mercedes von einem messerscharfen Stahlzerkleinerer zerstückelt wurde, realisierten Dieter wie auch Boris, dass sie beide ein ähnliches Feingefühl für die Musik teilen.Aus reiner Jux und Laune stellten sie sich ein kleines Tonstudio in Zürichs “Roter Fabrik” zusammen, dass als ein Paradies für viele kommende Künstler galt. Erste Experimente, die seltsames Gorilla Gegröle mit lateinamerikanischen Cha- Cha Beats koppelten, führten dazu, dass sich diese Exzentriker Yello tauften. Zu dieser Zeit war noch niemandem bewusst, dass dieses Duo eines Tages die erfolgreichste moderne Musikgruppe aus der Schweiz werden würde, die noch bis heute, 23 Jahre nach den Anfangschritten, ihre künstlerischen Visionen teilt.

Damals war es für unbekannte Schweizer Musiker ein utopischer Gedanke in den USA etwas Radiospielzeit zu bekommen. Selbst in der eigenen Heimat sah es nicht anders aus. Alternative Radiosender existierten noch nicht und es wurde selbstverständlich vorausgesetzt, dass talentierte Künstler entweder aus den Staaten oder England kamen. Mit etwas Glück erhielten Yello einen Plattenvertrag bei dem legendären Independent Label „Ralph Records“ und veröffentlichten 1981 kurzer Hand ihr Debütalbum „Solid Pleasure“ in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Von den experimentellen Klängen dieser Scheibe waren die weißen Radiosender ursprünglich völlig überfordert, und doch erfasste der New York Hip- Hop Pionier Afrika Bambaata das Potential dieser Truppe und spielte den Song „Bostich“ auf den farbigen wie auch den südländischen Stationen. Dadurch erlangten Yello schon bald einen landesweiten Undergroundstatus in den USA. Schließlich realisierte auch Polygram/Universal, dass Yello eine durchaus lohnenswerte Investition sei und nahmen die Schweizer unter Vertrag. Bis heute vertreibt dieser Major ihre Alben. 1985 kam der internationale Durchbruch mit dem Album „Stella“, deren Hitsingles „Vicious Games“ und „Oh Yeah“ überall Tag und Nacht liefen.

Eine lange und beständige Karriere. Nachdem „Stella“ in den Regalen aller Musikläden stand, haben Yello 10 weitere Alben veröffentlicht und dadurch das Interesse vieler Hollywood Regisseure geweckt. „Oh Yeah“ wurde sofort zum Klassiker, nachdem der Song in den Filmen „Ferris Bueller`s Day Off“ und „Secret Of My Success“ zu hören war und auch weiterhin gerne in Reklamen verwendet wird. „The Race“, das für die deutsche Fernsehshow „Formel 1“ geschrieben wurde, und „Tied Up“ waren jedoch genauso erfolgreich. Disney beauftragte Dieter und Boris die Musik für den Film „ The Santa Clause“ zu komponieren. Nur ein Beispiel der inzwischen über 30 Einsätze in diversen Hollywood Streifen.

Die Größen der Rockbranche begannen Yello “Die Gottväter des Techno“ zu nennen, da unzählige DJ´s und Produzenten während der 90 Jahre immer weiter ihre Songs remixten. Im Jahre 1995, zollten Carl Craig, Westbam, The Orb, Carl Cox and Moby dem Schweizer Duo ihren Respekt mit dem Mix-projekt “Hands on Yello”, welches neue Versionen von Yello Klassikern enthielt. Jedoch halten sich Yello nicht an die Barrieren des Techno. Shirley Bassey nahm „The Rhythm Devine” mit ihnen auf und spielt den Song auch noch immer auf ihrer Tour.

Ihre Stärke liegt in der Vielfalt. Natürlich ist es für jeden Künstler der gerade ein Album aufnimmt eine große Hilfe, ein Majorlabel im Rücken zu haben, aber Yello`s Stärke und Langlebigkeit basiert auf Dieter`s and Boris` Persönlichkeiten, ihren sich ergänzenden Talenten und ihrem knallharten Businessverständnis. Dieter ist der Sohn eines Bänkers. Neben seinem Dasein als Sänger, war er Film- und Videoregisseur, Schriftsteller, Entrepreneur und ein weltgewannter, leidenschaftlicher Reisender. Bevor die zwei sich trafen, arbeitete Boris Blank in den verschiedensten Jobs quer durch die ganze Stadt, um seine Musik zu promoten. Ein schüchterner, pfiffiger Kerl, der es vorzog acht Stunden am Tag im Studio zu verbringen, und so wenig wie möglich zu reisen.

Visuell geprägt. Boris verbringt Monate in einem Studio um an seinen originellen Sounds zu tüfteln. Dieter hört sich das vorhandene Material sorgfältig an, um den angedeuteten Songideen mit Textpassagen den richtigen Feinschliff zu verleihen. „Sobald ich Boris` Stücke höre, kann ich sie mir direkt visuell vorstellen,“ sagt Dieter. „Der Held kommt regelrecht durch die Tür gestürmt. Es ist fast wie bei einer spannenden Geschichte. Vielleicht sind genau aus diesem Grund Dieters Yello- Videos so ein riesiger Erfolg. Er hat schon mehrere Preise für seine innovativen Hintergrund Projektionen ergattert und so einige Videoregisseure mit seinen bahnbrechenden Methoden inspiriert. 1997 erhielten beide Musiker in Zürich den renommierten Kunstpreis für ihre überragende Arbeit.
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