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Yoko Ono Biographie

Yoko Ono

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Yoko Ono veröffentlicht am 8. Oktober 2001 ihr neues Album "Blueprint For A Sunrise" auf Capitol. Vor fünf Jahren hatte sie mit "Rising" ihr letztes und hoch gelobtes Album veröffentlicht, das dazu führte, dass Künstler wie die Beastie Boys, Tricky und Thurston Moore, allesamt erklärte Fans von Yoko Ono, Remix-Versionen einzelner Tracks aufnahmen, die in der Folge auf einem separaten Album erschienen - "Rising Mixes".

Als Künstlerin, die sich in ihrem Leben oftmals diffamiert sah, darf sie heute mit Genugtuung feststellen, dass die Zahl ihrer Anhänger und Förderer in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat - und bei nicht wenigen zeitgenössischen Musikern hat allein ihre Beharrlichkeit, mit der sie ihren eigenwilligen Marsch durch die Kulturen fortsetzt, nachhaltige Inspiration bewirkt.

Sich sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Musik allen gesellschaftlichen Zwängen widersetzend, erweitert Yoko Ono mit ihrer neuen Platte einmal mehr die Grenzen und schafft so eine reichhaltige und kraftvolle Klanglandschaft.

Ausgangspunkte für "Blueprint For A Sunrise" sind drei Tracks, die Ono als Begleitmaterial des umfangreichen Katalogs aufgenommen hatte, der anlässlich ihrer großen retropektiven Ausstellung erschienen war. Bereits im letzten Jahr war diese Wanderausstellung in der Japan Society in New York eröffnet worden und geht derzeit noch immer rund um die Welt. Auf ihrem neuen Album fließen elf Songs mühelos ineinander, und die teils live, teils im Studio aufgenommenen Stücke vermitteln insgesamt einen Eindruck, gemeinsam mit Ono deren Lebenserfahrung zu teilen.

"Blueprint For A Sunrise" ist ein emotionales Tagebuch des Lebens, drückt Angst, Schmerz und Wut aus, reminisziert aber auch verspielte und süßliche Momente. Die CD wird eröffnet von einer kraftvollen Trilogie, die in vierlei Hinsicht die Stimmung des restlichen Albums widerspiegelt, auf dem die zuvor genannten Gefühle in Beziehung zur gesellschaftlichen Rolle der Frau gesetzt werden. Das große Thema: die moderne Frau im täglichen Überlebenskampf - und am Ende wartet ein Sonnenaufgang.

Yoko Ono ist seit Jahr und Tag eine leidenschaftliche Kämpferin für die Rechte der Frauen und drückt dies auch in einem das Album begleitende Essay aus, das hier zitiert werden soll: "Vor kurzem veranstaltete ich in Berlin unter dem Titel 'HERSTORY' eine Kunst-Show. Eine junge Journalistin begann ihr Interview mit den Worten, es sei interessant, dass ich so ein altes Thema im Jahr 2001 aufgreifen würde. 'Feminismus ist doch ein alter Hut, oder? Frauen brauchen heute nicht mehr groß die Fahnen zu schwenken. Das war in den Sechzigern.' Aber ich kenne Frauen, die sind intelligent und einflussreiche Mitglieder in ihrer Gemeinschaft, die noch immer in Angst leben durch ihre Position als Frau in unserer Gesellschaft. In einem gewissen Grad leben wir Frauen alle in Angst, wir lassen eine Vorsicht walten, die nur wir kennen, auch wenn wir so tun, als wären wir munter und stark."

"Was mich betrifft, ich wünschte man könnte mehr über das Schicksal der Kaiserin von China lesen, die zur ersten "Dragon Lady" erklärt wurde, allerdings von der damals kolonialistischen britischen Presse. Sie starb würdelos und mit zerbrochenem Herzen. Jeden Tag sage ich mir, ich werde überleben. Ja, das werde ich. Kunst ist eine Art des Überlebens. Mit diesem Album präsentiere ich mein Metronom, mein Menü, meine Blaupause für einen Sonnenaufgang."

Zu den Musikern, die an den Aufnahmen des Albums beteiligt waren, zählt auch Yokos Sohn Sean Lennon. Produziert wurde das Album von Yoko Ono und Rob Stevens.
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