Du bist hier: Musik-Base » Bands » Interpreten mit Z » Zoot Woman » Biographie

Zoot Woman Biographie

Zoot Woman

Zoot-woman_medium
Stuart Price ist 23 Jahre alt, ein klassisch geschulter Pianist, und bezeichnet sich selbst als "Ultra-Modernist". Stuart Price hat als 17-jähriger mit seiner Band Zoot Woman einen Plattenvertrag bei Wall of Sound unterschrieben. Damals war der Sänger der Band, Johnny Blake (heute 20) gerade mal über den Stimmbruch hinweg und sein Bruder Adam Blake (heute 24, guter Name auch) schrieb noch Nummern auf die Tasten seines Keyboards. Alle waren also in der absolut inroniefreien Phase ihres jungen Lebens, die man auch als Pubertät kennt.

Jetzt, endlich, im Jahr 2001 erscheint Zoot Womans Debut Album, heißt LIVING IN A MAGAZINE und ist klar und deutlich, für jeden erkennbar, schon jetzt das Pop Album des Jahres! Diesen Sommer werden Zoot Woman aus jeder Jukebox quellen, werden die Konsensband der Saison sein, werden Style, Glamour und Klugheit zurück in die Popmusik getragen haben und Ende des Jahres überlebensgroße, junge und gut gekleidete Popstars sein. Und das verdientermaßen!
Die kleine Zeitverzögerung von 6 Jahren lässt sich schnell erklären: Stuart Price betrieb schon damals ein kleines Seitenprojekt, was sich ob seiner Qualität kurzfristig in den Vordergrund drängte, denn sobald er sich "Jacques Lu Cont" nannte und mit diesem Stagename Les Rythmes Digitales lancierte gab es kein Halten mehr. Die Mischung aus Detroit Techno, Chicago House, 80er Synthetica, 90er Electronica und blendender Optik schlug ein wie eine (Plastik)Bombe! Nebenbei hat er noch schnell einige der besten Remixe der letzten Jahre abgeliefert. Jetzt aber tritt LRD in den Hintergrund und es gibt LRD³, einen Talentpool von fast unerträglichem Ausmaß: Zoot Woman!

Nicht nur, daß wir es hier mit hochklassigem und traumhaft performten Songwriting zu tun haben. Auch Arrangement, Sound und Produktion sind über alle Zweifel erhaben. Jeder der elf Album-Tracks taugt zur Single-Auskopplung. Jeder, wirklich jeder ist ein potenzieller Hit. Jeder Titel hat Glamour, unwiderstehlichen Gesang und diesen herrlich unverfrorenen 80ies-Charme, ohne dabei pure Retro-Romantik zu transportieren. Viel zu inspiriert, jugendlich und klar und deutlich HEUTIG kommt ihre Vision eines guten Popsongs daher.Obgleich sie natürlich plündern was das Zeug hält. Extremisten, die sich schamlos Hall & Oates mit Eiswürfeln in ihren Drink kippen und vieles andere mehr. Dabei bleiben sie immer, wie Stuart eingangs erwähnte, ultramodern. Und zwar verdammt zwingend.
"Living In A Magazine is a concept album whose subject matter includes in no particular order: cars, women, love, the future and relationships. What better subject matter is there? But it's also about information overload, the brainwashing effect of the media and the way people live their lives through magazines" O-Ton Price, Blake, Blake.

Besessene Detailarbeit hat sicherlich schon zu schlechteren Ergebnissen geführt. Zoot Woman geben mit stolz geschwellter Brust zum Besten, daß sie so lange im Studio an den einzelnen Sounds und Arrangements herumpoliert haben bis sie ihr eigenes Spiegelbild im Glanz der Musik wiedererkennen konnten. So schicken sie also ein Album auf Weltreise, das dem Hörer bei aller Politur durchaus abverlangt auf die Details zu hören. Es gilt, den Stimmungswandeln zu folgen, die subtilen Happy/Sad Sprünge nachzuvollziehen und dazu auch noch durch die Stube, die Disco und den Plattenladen zu tanzen, ohne dabei das Denken an den Nagel zu hängen. Oh, die Zukunft liegt so dermaßen vor ihnen. Die Welt zu ihren Füßen. Sie werden nicht zu stoppen sein. Zoot Woman werden die schnöde Pop-Welt im Jahre 2001 schlichtweg retten!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das zweite Zoot Woman-Album entpuppt sich als streng dreidimensionale Angelegenheit, bei der es um Liebe und Enttäuschung, Herzschmerz und Hoffnung geht, und zwar mit ebenso viel Stil und Tanzbarkeit wie seinerzeit auf dem Debüt. "Ein paar Tracks auf dem Album haben ein ziemlich euphorisches Feeling", bemerkt Stuart Price, "sind aber vom Text her ziemlich melancholisch." Bezugspunkte zum Album liefern unter anderem The Cure, The Stranglers und Wendy Carlos.

Die Geschichte von Zoot Woman erzählt von Schlafzimmerstudios und internationalen Clubs, von Stardust, Drama und Ambitionen. Als sie Ende 1999 mit ihrer erfolgreichen Limited-Edition-Single ‚It's Automatic' an die Öffentlichkeit traten, hatte sich Stuart Price bereits unter dem Namen Jacques Lu Cont mit LES RYTHMES DIGITALES einen Namen gemacht und beeindruckende Eighties-inspirierte Tanzmusik präsentiert, lange bevor Larry T auch nur im Traum an Electro Clash gedacht hatte. Gemeinsam mit den Brüdern Adam und Johnny Blake (wobei letzterer als Cheflyriker und Sänger der Band fungiert) gründete er das Trio Zoot Woman, das dank seiner weißen Anzüge, außergewöhnlichen Videos und vor allem seines beispiellos sanften Electro Soul bei den Medien auf riesen Interesse stieß. Der gefeierte Grafikkünstler MIKE MILLS (bekannt durch ‚Virgin Suicides') drehte ein Video mit ihnen, ebenso wie Videoregisseurin DAWN SHADFORTH sowie Stylistin und Modedesignerin FEE DORAN. Allerdings hätte sich wohl niemand träumen lassen, was als nächstes passieren sollte: Nachdem er ihr von MIRWAIS empfohlen worden war, erkor MADONNA Stuart zum musikalischen Leiter ihrer 2000er ‚Drowned World'-Tour. Schön für MADONNA, weniger schön für Zoot Woman, die plötzlich ohne drittes Mitglied dastanden, just als sich der große Durchbruch ankündigte.

"Es ist schon seltsam, wenn man Distanz zwischen Menschen legt, die vorher zusammen gearbeitet haben. Alles, was ich danach gemacht habe, klang anders als mein früheres Material, ganz einfach weil meine Stimmung sich geändert hatte. Bei Adam war das natürlich nicht anders, weil wir eben wenig Zeit miteinander verbringen konnten." So sammelten Zoot Woman während ihrer Touren ohne Stuart wichtige Live-Erfahrungen und begannen mit dem zweiten Album, als er die MADONNA-Tour hinter sich gebracht hatte. Bei der Arbeit in Adams und Stuarts Homestudios in Reading und London ohne außenstehenden Produzenten nahm das Album im Laufe der darauf folgenden zwölf Monate Formen an. ‚Zoot Woman' wurde außerdem von Stuarts DJ-Aktivitäten bei "Soirees auf der ganzen Welt" inspiriert, die ihm die Möglichkeit boten, neue Ideen und Produktionstechniken auszuprobieren und "dieses Album maßgeblich geprägt" haben. Gleichzeitig drückten Johnnys und Adams Live-Erfahrungen dem Material ihren Stempel auf, so dass Nummern wie die erste Single ‚Grey Day' (VÖ: 01.09), ‚Useless Anyway' und ‚Half Full of Happiness' mit überraschenden Buzzbomb-Gitarren aufwarten. Das Ergebnis ist ein Popalbum, in dessen Tiefen man sich verlieren kann. Ein wunderbarer Begleiter für euphorische Nächte ebenso wie einsame Tage.
Diese Seite speichern bei:   Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen   Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen  

Mehr Informationen zu Zoot Woman



0 Kommentare zu Zoot Woman Biographie

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. :(