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CD Kritik

Calvin Harris - Ready For The Weekend

Montag, 28. September 2009, 14:23 Uhr

Calvin Harris - Ready For The Weekend

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Seit seinem Debüt "I Created Disco" kommt man in der Clubszene nicht mehr an Calvin Harris vorbei, wenn massenverträgliches Tanzfutter geliefert werden soll. Mit seinem Nachfolger macht der Schotte da weiter, wo er 2007 aufgehört hat und wieder f

Seit seinem Debüt "I Created Disco" kommt man in der Clubszene nicht mehr an Calvin Harris vorbei, wenn massenverträgliches Tanzfutter geliefert werden soll. Mit seinem Nachfolger macht der Schotte da weiter, wo er 2007 aufgehört hat und wieder finden sich bereits beim ersten Durchlauf etliche Titel, die im Tanzpalast Zustrom aufs Parkett garantieren. Wollte man den Langspieler mit einzelnen aber klaren Attributen anpreisen kämen die folgenden auf jeden Fall in den Sinn: catchy, groovey, housey, funky - ganz eindeutig also etwas für jede Party, bei der die Gäste sich euphorisch den Alltag aus den Knochen schütteln sollen. Mit einer Prise Electro und Vocals, die mit dem Soundgerüst verwachsen zu sein scheinen, fließt ein Titel nach dem anderen in den Gehörgang und setzt sich dort, zumindest für den Moment, fest. Mit solch auffälligem Flow und Beats, bei denen nichtmal meine Omi stillsitzen könnte, beginnt das Album bereits mit dem Opener "The Rain", das stellenweise ein wenig an "Love Machine" von Supermax erinnert - den jüngeren Lesern ist hier vielleicht eher der Electro-House Remix von Aquagen bekannt. Anschließend kommt dann der Titelsong und gleichzeitig die erste Single-Auskopplung "Ready For The Weekend" in dem neben Harris auch die kraftvolle Stimme von Mary Pearce brilliert. Das Album folgt einer klaren Linie, erinnert in vielen Momenten an die französischen House Legenden von Daftpunk. Lediglich der Schwerpunkt der eingangs aufgezählten Attribute verlagert sich gelegentlich, mal mehr House, mal mehr Electro etc. Textlich bleibt man von tiefgängigen Themen weit entfernt und bedient sich eher platitüdenhafter Bildsprache, aber House ist nunmal auch kein Singer-/Songwriter-Pop zum Nachdenken über eine bessere Welt, sondern Material für tanzwütige Füße und in dieser Kategorie liefert Harris definitiv ab. Hervorgehoben seien auf jeden Fall noch Stücke wie "I'm Not Alone", das eine wunderbar dezente trancige Atmosphäre erzeugt, das aus der Getränkewerbung bekannte "Yeah Yeah Yeah La La La", welches sich als hartnäckiger Ohrwurm in die Lauscher frisst und die gemeinsam mit Dizzee Rascal produzierte Single "Dance Wiv Me". Freunde gepflegter, aber nicht unbedingt lauter Club-Musik, sollten "Ready For The Weekend" beim Plattendealer ihrer Wahl einem Probelauf unterziehen.

Diese CD Kritik wurde geschrieben von Musik-Base Redaktion

     

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