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CD Kritik

Ein Mann, Ein Wort, Kein guter Rap

Mittwoch, 06. Februar 2008, 14:40 Uhr

Ein Mann, Ein Wort, Kein guter Rap

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Schon kurz nach dem das Intro erklingt, weiß man nach welchem Strickmuster das neue Album von Massiv erstellt wurde. Ein Audiosample aus dem Film „In den Straßen der Bronx“ soll den Hörer in die richtige Gangsteratmosphäre versetzen. Obwohl e

Schon kurz nach dem das Intro erklingt, weiß man nach welchem Strickmuster das neue Album von Massiv erstellt wurde. Ein Audiosample aus dem Film „In den Straßen der Bronx“ soll den Hörer in die richtige Gangsteratmosphäre versetzen. Obwohl es sich nicht um den zu Tode zitierten „Scarface“ Film handelt, ist diese Art von Intro mehr als langweilig und man weiß auch schon, wie es weitergeht. Richtig: Battle – Raps voller Gewaltverherrlichung, Bedrohungen und ein Track für die Mama, fertig ist das Ghetto – Album. Pluspunkte gibt es lediglich für differenzierte Aussagen wie in dem Track „Kein Berliner“, in dem sich Massiv über Lokalmatadoren lustig macht, die behaupten man muss unbedingt in Berlin geboren sein, um dort wohnen zu dürfen. Sehr schön. Ebenso erwähnenswert ist das Übernehmen einer Anwaltsrolle für die Angehörigen der Unterschicht, deren Rechte Massiv einfordert. Nur abgesehen von solchen Aussagen beschränkt sich der „Inhalt“ der meisten Songtexte auf das ewige Wiederholen von Ghetto – Klischees. Genauso vorhersehbar, wie es die vertretenen Themen sind, ahnt man den Reimstil des „Prototyp – Kanaken“ meist vorher. Beinahe ausnahmslos bietet Massiv simple Doppelreime nach Schema F. Technische Höchstleistung und Abwechslung fehlen komplett. Auch, wenn die Inhalte, in wenigen Fällen zumindest, deutlich besser sind als gedacht, nervt die fehlende Reimaffinität deutlich. Ein Manko, das auch nicht durch die wunderbar raue Stimme von Massiv ausgeglichen wird. Ein wahrer Lichtblick ist der einmalig formidable Produktionsstandard von DJ Desue, der wieder einmal zeigt warum er der bekannteste Produzent des Landes ist. Abgesehen von der wunderbaren Soundkulisse kann man dieses Album wirklich niemandem empfehlen, der mit Rap vertraut ist. Nur diejenigen, die ein Fetisch für Ghetto – Stories, Image – Rap und Gewaltverherrlichung haben, sollten sich dieses Werk antun. Text: KP

Diese CD Kritik wurde geschrieben von Musik-Base Redaktion

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