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CD Kritik

Feuerherz – Original Motion Picture Soundtrack

Donnerstag, 05. Februar 2009, 16:12 Uhr

Feuerherz – Original Motion Picture Soundtrack

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Zweifelsohne muss man Stephan Massimo zu Deutschlands führenden Filmkomponisten zählen. Neben zahlreichen Arbeiten für TV-Produktionen wie Tatort, Die Cleveren oder auch Doppelter Einsatz hat der in München ansässige Musiker nun für den Kinofilm

Zweifelsohne muss man Stephan Massimo zu Deutschlands führenden Filmkomponisten zählen. Neben zahlreichen Arbeiten für TV-Produktionen wie Tatort, Die Cleveren oder auch Doppelter Einsatz hat der in München ansässige Musiker nun für den Kinofilm „Feuerherz“ von Regisseur Luigi Falorni einen anspruchsvollen und stimmigen Soundtrack beigesteuert, der sich nicht hinter Hollywood-Produktionen zu verstecken braucht. So scheint es, also ob Massimo bei Feuerherz aus den Vollen schöpfen konnte und seiner Kreativität einmal freien Lauf ließ. Denn obgleich es bei Filmmusik vorrangiges Ziel ist, die Handlung subversiv zu kommentieren, schuf der Komponist auf weiten Strecken ein melodiöses Gerüst, das auch ohne bebilderte Handlung Bände spricht und beim Zuhören zutiefst ergreifen vermag. Besonders hervorzuheben ist dabei das Stück „Journey“, welches sowohl an Melodik als auch an Tiefe kaum etwas vermissen lässt. Ein weiteres Highlight der CD ist der von Senait Mehari gesungene Titelsong „One Of Us“, der mit seinen Pop-Klängen durchaus Chancen hat, auch die Charts zu erklimmen. Ein Manko allerdings hat der Soundtrack von Feuerherz, der aber weniger dem Komponisten anzurechnen ist, als vielmehr dem von den Produzenten veranschlagten Budget. So könnte die Filmmusik zu einem der wohl besten deutschen Scores schlechthin zählen, wäre nicht bei weiten Teilen auf gesampelte orchestrale Klänge zurückgegriffen worden. Dieses Defizit weisen mittlerweile immer mehr Soundtracks auf, weshalb dies wohl eher dem Puls der Zeit angerechnet werden muss. Wer bereits Geschmack an Soundtracks wie Hans Zimmers „Gladiator“ oder auch Gabriel Yareds „The English Patient“ gefunden hat, wird an Feuerherz von Stephan Massimo seine Hörfreude finden. Wer allerdings ein pompöses und gewaltiges Klangspektakel a lá „Lord Of The Rings“ erwartet, könnte aufgrund der eher tragenden und melancholisch anmutenden Stücke in seinen Erwartungen getrübt werden.

Diese CD Kritik wurde geschrieben von Musik-Base Redaktion

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