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CD Kritik

Funky Shit vom Feinsten

Mittwoch, 02. April 2008, 14:14 Uhr

Funky Shit vom Feinsten

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Bereits mit der ersten Singleauskopplung „Run“ aus ihrem Album „The Odd Couple“ haben Gnarls Barkley für Wirbel gesorgt. Das Video zu der Single war so durchgeknallt und energiegeladen, dass die Harding – Kommission ein Verbot in England du

Bereits mit der ersten Singleauskopplung „Run“ aus ihrem Album „The Odd Couple“ haben Gnarls Barkley für Wirbel gesorgt. Das Video zu der Single war so durchgeknallt und energiegeladen, dass die Harding – Kommission ein Verbot in England durchgesetzt hat, da man Epilepsieanfälle bei den Zuschauern nicht ausschließen konnte. Und genauso so wirbelig wie das Video zu „Run“ ist die Stimmung in den meisten Tracks des neuen Albums. Schon das Intro „Charity Case“ sorgt nach den ersten Sekunden der Laufzeit für hervorragend Laune. Mit einem bekannten Mix aus Funk, Soul und Elektrobeats ziehen die Soundwellen selbst die depressivsten Mundwinkel in die Richtung der Ohren. Widerstand ist zwecklos. Genauso leichtfüßig und funky kommt „Going On“ daher geschwebt, in dem zusätzlich noch schöne Orgelsamples enthalten sind, die leicht an „The Doors“ erinnern. Eine wahre Hymne für alle schlechten Tage ist der Track „Whatever“, in dem alle negativen Erlebnisse im Leben mit einem gleichgültigen Schulterzucken quittiert werden: „I don’t have anything to say/ I just want everything is gonna’ go my way/ Shut up Mum! It’s not okay/ I’m alone almost everyday/ But it’s cool/ It could be better/ I don’t care/ Whatever…“ Keineswegs bietet das Album nur leichtfüßige gute Launesongs, auch der ein oder andere schwermütige Track ist dabei. So fragen sie in „Who’s Gonna Save my Soul“ nach Wahrhaftigkeit und den wichtigen Dingen im Leben. Aber keineswegs in einer deprimierenden Art und Weise. Viel mehr erstellen Gnarls Barkley ein wunderbar melancholisches Soundgerüst, das eine angenehme Form der Schwermut erzeugt, und sich als wunderbare Kulisse für einen nachdenklichen Abend eignet. Wäre da nicht der etwas eintönige Track „Blind Mary“, in dem alte Liebeslied – Klischees ideenlos neu aufgegossen werden, dann könnte man von einem vollkommen perfekten Album sprechen. So ist es einfach „nur“ genial. Yeah…. Whatever…. KP

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