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CD Kritik

Guter Sound trifft auf abgegriffene Klischees

Freitag, 06. Juni 2008, 11:17 Uhr

Guter Sound trifft auf abgegriffene Klischees

Jonesmann_medium
Er ist einer der ganz wenigen deutschen Rapmusiker, der es schafft R’n’B mit viel Gefühl zu präsentieren, ohne peinlich zu sein. In dem Track „Warum bin ich hier“ beweist er wieder glänzend diese Eigenschaft. Für eine treibende souveräne

Er ist einer der ganz wenigen deutschen Rapmusiker, der es schafft R’n’B mit viel Gefühl zu präsentieren, ohne peinlich zu sein. In dem Track „Warum bin ich hier“ beweist er wieder glänzend diese Eigenschaft. Für eine treibende souveräne Soundproduktion des Stücks sorgt Lex Barkey, der bei zahlreichen Tracks auf dem Album seine Finger im Spiel hatte. Persönliche Einblicke in seine Biografie gewährt Jonesmann in dem Stück „Echte Musik“, das stark an „Mentale Krisen“ erinnert. Nur hat er diesmal anstatt Azad Olli Banjo als Featurepartner gewählt. Besonders Olli Banjo kann mit seinen Zeilen begeistern und zeigt, dass er weit mehr drauf hat, als die typischen humorvollen Punchlines, für die er sonst gefeiert wird. Langweilig wird es bei dem Stück „Auf Wiedersehen Jungs“. Ausgelutschte Lines(„Ich bin real und bleib true/ Ich baller auf Tracks/ Auf Wiedersehen Jungs“) kombiniert mit den Samples von Pistolenschüssen bedienen so einfallslos Klischees, das eigentlich nur noch ein „Scarface“ – Zitat fehlt, damit das Ding rund ist. Übel, alter… Glücklicherweise sind solche Tiefpunkte eher selten und werden durch die Anzahl der 21 Tracks relativiert.

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