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CD Kritik

Hip - Hop Arschtritte anstatt Pop Ohrfeigen

Dienstag, 02. September 2008, 13:25 Uhr

Hip - Hop Arschtritte anstatt Pop Ohrfeigen

Robyn_medium
Wenn man das extrem langatmige Intro des Albums überlebt hat, das man keinesfalls zweimal hören kann, hat man den Tiefpunkt dieser CD auch schon überwunden. Was jetzt folgt ist ein absolutes musikalisches Actionspektakel. „Konichiwa Bitches

Wenn man das extrem langatmige Intro des Albums überlebt hat, das man keinesfalls zweimal hören kann, hat man den Tiefpunkt dieser CD auch schon überwunden. Was jetzt folgt ist ein absolutes musikalisches Actionspektakel. „Konichiwa Bitches“ schreit Robyn der Konkurrenz, Kritikern und Neidern entgegen. Mit Songtextzeilen die man eigentlich nur aus dem Rapgenre kennt, brennt die Frau alle nieder, die an ihr zweifeln. “I’m a kick ass all the way to Hong Kong /Make their balls bounce like a game of ping pong/ Kon-ichi-wa bitches from Beijing to Saigon”. Das sind Zeilen die auch locker aus der Feder von 50 Cent stammen könnten. Genauso energiegeladen und kompromisslos geht es weiter. Kein Wunder, dass Madonna die junge Schwedin als Support auf ihre Europatournee mitgenommen hat. Dies könnte auch mit den zahlreichen Referenzen die Königin des Pop liegen. Tracks wie „Handle Me“ oder „Bum like you“ erinnern deutlich an „Erotica“ Phase von Madonna. Starkes sexuelles Selbstbewusstsein, synthetischer Pop und Kampfansagen in Richtung Männerwelt kommen einem ziemlich bekannt vor. Besonders deutlich werden die Parallelen zu Madonna bei den Stücken „Be mine“ oder „Who’s that girl“. Bekanntermaßen verläuft nur ein schmaler Grad zwischen kopiert und inspiriert. Bei diesem Stück sind die Anlehnungen an Madonna so stark, dass nur ihr schwedischer Akzent sie eindeutig von der Popikone unterscheidet. Trotzdem, oder gerade deswegen, gehören diese Stücke zu den eingängigsten Songs auf dem Album, das die junge Schwedin schnell weltweit bei den Fans beliebt machen dürfte. Vorausgesetzt sie lieben Madonna. Oder zumindest Hip- Hop Lyrik.

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