CD Kritik
Sandra Nasic setzt ein Signal
Sandra Nasic setzt ein Signal
Auch mit ihrer Solo-Platte beweist die ehemalige Guano Apes – Frontfrau einmal mehr, dass sie singen kann. Und das, obwohl noch nie ein Gesangslehrer an ihrer Stimme feilen durfte. Tja, es gibt halt eben auch Naturtalente. Sandra Nasic ist zurück und hat nichts von ihrer Power eingebüßt. Das Album ist voll von schnellen, mitreißenden, lauten Songs wie „Fever“, die erste Single, oder „The Signal“. Wie man es von ihr gewohnt ist. Auch „Big City“ und „Do It Again“ überzeugen auf der ganzen Linie. Bemerkenswert ist vor allem, wie sie verschiedene Stilrichtungen miteinander kombiniert, beispielsweise in „Mecasanova (Yam Yam)“. Da erklingen Rock und Elektro nebeneinander und vermitteln den Eindruck, es müsse immer so sein; eins ohne das andere wäre nicht vollständig. Sie ist so vielseitig wie kaum eine andere (deutsche) Sängerin. Shouten kann sie, eindeutig. Siehe „The Name Of My Baby“. Aber sie kann nicht nur hard und heavy, auch bei sanfteren Tönen verliert sie ihre Glaubwürdigkeit nicht. Mit „Stop The Crying“ liefert sie eine wunderschöne Ballade, die unter die Haut geht und zum Träumen einlädt. Und auch „Sorry“ ist ein (seichter) Pop-Song. Auf jeden Fall empfehlenswert, Fans von guter Rockmusik sollten sich die Platte nicht entgehen lassen, ebenso wie alle anderen experimentierfreudigen Hörer.




