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CD Kritik

Saturday Night WHAT!?

Samstag, 28. Oktober 2006, 18:44 Uhr

Saturday Night WHAT!?

Deftones_medium
Endlich ist sie da, die neue LP der wohl unterschätztesten Band der Welt, den Deftones aus Sacramento, Californien. Schon früh als Urheber der New Metal Szene bezeichnet zeigten die Tones eigentlich mit jedem Album und jeder Single das Schubladenden

Endlich ist sie da, die neue LP der wohl unterschätztesten Band der Welt, den Deftones aus Sacramento, Californien. Schon früh als Urheber der New Metal Szene bezeichnet zeigten die Tones eigentlich mit jedem Album und jeder Single das Schubladendenken bei ihnen einfach nicht passt. So intelligent und wunderschön wie sie kann niemand extrem brutale, sowie schon fast schwebend ruhige Parts miteinander Verweben. Ihr drittes Album Whit Pony galt als DAS Album der Band, welches vom Selbstbetitelten Nachfolger laut Kritikerstimmen nicht erreicht werden konnte. \"Deftones\" war dennoch alles in allem eine vollkommene Platte, die eventuell einen Tick zu schwer für die meisten \"White Pony\" eingestimmten Hörer war. Das wird sich mit \"Saturday Night Wrist\" aber schlagartig ändern. Noch stärker als zuvor ist die Balance zwischen heftigem gestampfe und ruhigen Seuftzern, aber zu erst war da der Anfang. Der Anfang war als ich die CD das erste mal hörte relativ hart. Es wollte zuerst kein AHA Effekt bei mir aufkommen, der erst beim 2. und 3. hören auftrat. Das Album beginnt mit dem etwas poppigeren \"Hole in the Earth\" locker und relativ unspektakulär, was sich aber sofort mit dem nachfolgendem \"Rapture\" ändert. Brutale Keifereien lässt Deftones Frontmann Chino Moreno auf die Hörer los, die sofort den Adrenalin Spiegel zu bersten bringen. Mit \"Beware\" und dem wirklich überwältigendem \"Cherry Waves\" folgen wieder etwas ruhigere und Atmosphärische Klänge, die den Hörer noch tiefer in den Bann der Kalifornier ziehen. \"Mein\" mit einem Gastauftritt des SOAD Sängers birgt auch erst nach mehrfachem hören eine Tiefe und Schönheit die ihresgleichen sucht. Danach folgt der seltsam betitelte Instrumental Track und das, mit Team Sleep Bassist Rick Venett geschriebene \"Xcerces\", welche beide fast schon traumländlich wirken. Man fühlt sich als würde man schweben und driftet in die Klangweltend ab, die Bob Ezrin so klar aufgenommen hat. Mit \"Rats!Rats!Rats!\" folgt der nächste gezielte Schlag mitten ins Gesicht etwas überraschend. Der Song böllert nur so vor sich hin und überrollt dabei einiges was sich heutzutage Metal oder Hardcore nennt an Brutalität. \"Decide! Decide! Is that your style? Is it?! Decide!\" fragt Chino mit einer Kehlenzerreisenden Kreischattacke, während sich der selbiges Hörer sofort fragen muss. Ich beantworte die Frage mit einem definitiven \"Ja\". Der Song überzeugt aber auch mit einer eingängigen Hookline und den härtesten Gitarren die ein Deftones Album bieten kann. Experimenteller wird es mit \"Pink Cellphone\", wo Chino\'s Seuftzen über die Stimme einer weiteren Gastsängerin hinwegschleicht, während derbe Electro Beats das Ohr herausfordern. Schönes Teil. \"Combat\" startet ruhig und instrumental und endet in einem Orkan. Mit den beiden abschliessenden Tracks beenden die Deftones abwechslungsreich. \"Riviere\" bietet einen starken Hook und bringt uns noch ein letztes mal in fahrt, bevor wir mit dem eher ruhigen \"Riviere\" langsam ans Ende der Platte geführt werden. Als es endet erwartet man insgeheim noch Nachschlag, aber der CD Player machts chon deutlich das die rsie vorbei ist. Mit leichten Schwindelgefühlen verbleibt man eine Weile still und fasst sich nochmals ins Gedächtniss welch Klangwelten man den Sacto stämmigen Mannen doch zu verdanken hat. Danke Deftones. Ich freu mich aufs nächste Kapitel in 3 Jahren.

Diese CD Kritik wurde geschrieben von sXe_Punk

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