CD Kritik
Seichtes Englisch, anstatt feuriges Französisch
Seichtes Englisch, anstatt feuriges Französisch
Hierzulande ist der französische Popstar-Gewinner aus dem Jahr 2003 noch weitestgehend unbekannt. Doch das soll sich jetzt ändern. Spätestens seitdem im Frühjahr diesen Jahres seine neue Single „Dangerous“ erschienen ist, hat der üppig tätowierte Straßburger auch in Deutschland auf sich aufmerksam machen können. Das ist auch nicht verwunderlich, ist die Single doch aus einer Kooperation mit Hip-Hop Erfolgsproduzenten Timbaland hervorgegangen. Doch wird auch sein heute veröffentlichtes neues Album MP3 (welch raffinierte Abkürzung – der Titel steht für M.Pokoras 3. Album) in den Charts einschlagen? Immerhin sind fünf der Tracks auch in Timbalands Studios entstanden. Songs wie „Climax“ („Bounce with me while I give it to you“) stellen eher infrage, dass Matt Pokora mit dem dritten Album auch seinen persönlichen „Höhepunkt“ erreichen wird. Das Intro von „Climax“ kommt Timbalands „Apologize“ (feat. One Republic) doch sehr nahe und insgesamt erinnert das Album stilistisch ziemlich an Justin Timberlake. Immerhin dürfte er Justin in der Kategorie „schrilles Gejauchze“ übertreffen. Manche kitschig angehauchte Balladen erinnern eher an die Solo-Auskopplung eines Boygroup-Mitglieds als an einen Künstler, der sein „Bad-Boy-Image“ unterstreichen möchte. Dennoch besitzen einige wenige Tracks wie „Don\'t give my love away“ (feat. Ryan Leslie) aus unserer Sicht Durchschlagpotenzial. Dass er mit dem Album auch die deutschen Charts erobern wird, ist allerdings eher fragwürdig.




