CD Kritik
Weichspüler für die Hölle!
Weichspüler für die Hölle!
Hellsongs klingen so, als hätte Luzifer ordentlich einen durchgezogen und dazu literweise Weichspüler getrunken. Die Schweden haben sich viel Mühe gemacht und bekannte Hardrockklassiker neu zu interpretieren. Keineswegs ist das ein billiges Spaßprojekt. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier gearbeitet. Mit ihrem Debütalbum “Hymns In The Key Of 666“ haben sie ein ganz neues Genre erfunden, das auf den Namen „Metal Lounge“ hört. Entspannt fließen die Klänge ganz cremig den Gehörgang hinunter. Klar, man kann ihnen vorwerfen, dass sie den Originalversionen von legendären Stücken wie „Paranoid“ die bestialische Grundenergie geraubt haben. Nur hat ihre Interpretation einen ganz klaren Vorteil: Alle Texte sind verdammt gut verständlich. Die anspruchsvolle Lyrik, welche man ansonsten nur ins Gesicht gebrüllt bekommen hat, wirkt im hippiesken Soundkostüm so natürlich, dass man sich fragt warum erst jetzt Musiker darauf gekommen sind, eine solche Neu – Interpretation zu wagen. Vielleicht sollten sie sich auch mal Grungeklassiker vornehmen. Dann würde man wirklich erfahren, was Kurt Cobain bei Songs wie „Smells like Teen Spirit“ oder „Lithium“ wirklich singt.




