CD Kritik
Wer wagt, gewinnt?
Wer wagt, gewinnt?
Sie hätten es sich leichter machen können, einfach noch ein paar „Nobody Move, Nobody Get Hurt“s schreiben und damit wieder alle Indie-Discos im Sturm erobern können. Genau das wollten sie aber nicht. Man mag das neue We Are Scientists – Album für reifer, gesetzter und überlegter halten; man kann es aber einfach auch für ein wenig schwächer halten. „Brain Thrust Mastery“ knüpft nicht an die Dancefloor-Hymnen seines Vorgängers an, sondern geht erstaunlich neue Wege. Das geht manchmal gut – z.B. beim bedrohlichen Intro „Ghouls“, beim sich großartig öffnenden „Let’s See It“, bei der tollen ersten Singleauskopplung „After Hours“, deren Melodie einen noch Stunden verfolgt, oder beim treibenden „Impatience“. Und das geht manchmal ganz schön nach hinten los, wie bei diversen ruhigen und oftmals an der Grenze zur Belanglosigkeit wabernden Songs des zum Ende hin deutlich abfallenden Albums wie „Spoken For“, „Altered Beast“ oder „That’s What Counts“ – vom 80er Jahre-Totalausfall „Lethal Enforcer“ mal ganz zu schweigen. Durch den unerwartet krassen Stilbruch können bestimmt einige neue Fans hinzugewonnen werden. Bleibt die Frage, ob die tanzwütigen „With Love And Squalor“-Fans den New Yorkern trotzdem die Treue halten. Hier findet ihr einen Link zu einem Akustikkonzert der Band: Live-Konzert




