CD Kritik
Whispering Grass: Die Swing-Zeitmaschine
Whispering Grass: Die Swing-Zeitmaschine
Der Deutsche Sänger Rose'>David Rose begibt sich mit seinem ersten Soloalbum „Whispering Grass“ auf eine musikalische Zeitreise in die Vierziger Jahre. Rose singt die frühen Songs von Sinatra und vermittelt dabei echte Swing-Authentizität und steht den Großen des Swing von damals in nichts nach. Rose begann sich früh für Swing zu interessieren und besuchte bereits in jungen Jahren ein Konzert seines Idols Frank Sinatra. Das die Begeisterung für Swing ihn schon früh gepackt hat, hört man in der so in Fleisch und Blut übergegangenen Umsetzung des Stils Sinatras ,den David Rose seit seiner Kindheit nacheifert und in Musik umsetzt. Mit viel Gefühl singt die romantischen Stücke einer vergangenen Zeit ohne dabei abgedroschen oder nachahmend zu klingend. Der Titel „Whispering Grass“ beschreibt ein Album, das leicht wie das Flüstern des Windes im Gras durch die Ohren streicht. Dabei beinhaltet David Roses Repertoire neben den klassisch romantischen Songs wie „I`m In The Mood For Love“ und „Stairway To The Stars“ aber auch traurige Stücke, wie z.B. das Duett „Someone Here Among Us“ mit Dotschy Reinhardt, das nur durch Violine begleitet einen angenehmen Schauer der Emotionen über den Rücken des Hörers treibt und die gesanglichen Qualitäten der beiden richtig zur Geltung bringt. Fröhlicher klingt das kurze „Hate Me Tomorrow“, das wie der Titel schon sagt, die negative Gefühle einfach auf morgen verschiebt und mit einer Leichtigkeit und Heiterkeit beim Hörer gute Laune schafft. Begleitet wird David Rose auf dem Album von James Scannell und Band, die es schaffen seinen Gesang in das richtige Licht zu rücken, besser gesagt in das Licht einer Schwarzweiß Aufnahme einer längst vergangenen Zeit. Dabei war das Ziel Musik mit geschmacklicher Präzision zu schaffen, die Rose` Stimme durch einfache Akustik ergänzt, gleichzeitig aber die Klänge der Swing Ära beinhaltet. Beim Durchhören fällt auf, dass genau diese subtile Untermalung auch gelungen ist, ohne das sich die Instrumente in der Vordergrund drängen. Das einzige was „Whispering Grass“ vermissen lässt, ist das Rauschen und Knacken der Schallplatte, das wir von den altehrwürdigen Aufnahmen von Sinatra und Co. kennen. Manch einer mag sich über die rauschfreie digitalisierte CD freuen, manch einer mag vielleicht insgeheim den Zeiten des Grammophons hinterher trauern. Zeit in Gedanken zu versinken und sich für 15 Lieder in eine andere Zeit versetzen zu lassen bieten David Rose und Band allemal. Nicht nur für Swing Fans und Verliebte eine echte Empfehlung.
1 Kommentare zu Whispering Grass: Die Swing-Zeitmaschine
| Autor | Kommentar |
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Frank GrünerMontag, 25. August 2008, 12:43 Uhr |
Das sehe ich auch so, die CD ist absolute Spitze. |




