Abräumerin bei der Grammy-Verleihung
Bei der diesjährigen Grammy-Verleihung war Beyonce Knowles die unangefochtene Abräumerin des Abends. Mit ihren sechs gewonnenen Grammys brach sie einen Rekord, da keine Solokünstlerin jemals zuvor so viele Grammys an einem Abend erhalten hat. Unter anderem wurde ihr Lied "Single Ladys (Put A Ring On It)" für den besten Song des Jahres ausgezeichnet. Bisher hat sie für ihre Solo-Karriere 16 dieser Auszeichnungen gewonnen. Sichtlich und merklich nervös bedankte sie sich ausdrücklich bei ihrem Mann Rapper Jay-Z und natürlich auch bei ihren Fans. Mit zehn Nominierungen war sie als Favoritin in die Verleihung gegangen. Der begehrteste Musikpreis, der für das beste Album, ging allerdings an ihr vorbei, direkt hin zu Taylor Swift für ihr Album "Fearless".
Lady Gaga erhielt an diesem Abend zwei von den begehrten Trophäen. Zum einen für das beste Dance-Album und zum anderen für die beste Dance-Aufnahme. Im knappen grünen Glitzerkostüm performte sie dann gewohnt schrill ihren Erfolgshit "Poker Face". Unterstützt wurde sie von Elton John, der genau wie sie, mit Ruß auf Händen, Gesicht und Kleidung verschmiert war. Gemeinsam spielten sie am Klavier, auf denen schwarze Kunstarme in die Luft ragten.
Die zweite Abräumerin des Abends war Tylor Swift. Insgesamt erhielt sie vier Grammys in den Kategorien "Album des Jahres", "Country Album des Jahres", "Country-Song des Jahres" und "Bester weiblicher Country Song". Beim Tragen ihrer Trophänen hatte sie viel Mühe und eines der Auszeichnungen fiel sogar zu Boden. Bei der Preisverleihung hatte sie ihre Mutter im Schlepptau. Auf der Bühne performte sie dann mit Engelshaar, weißer Tunika und einer Gitarre. Bei der Verleihung konnte sie ihr Glück gar nicht fassen und erklärte, dass sie gerade einen unmöglichen Traum erlebe. Ihr ausgezeichnetes Album "Fearliess" verkaufte sich bis jetzt 5,4 Millionen Mal.
Auch Michael Jackson erhielt sieben Monate nach seinem Tod die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Entgegen genommen wurde dieser Preis von seinen Kindern Prince Michael und Paris. Prince versprach, dass sie seine Botschaft der Liebe weitertragen werden. Eine zusätzliche Anerkennung erhielt der King of Pop durch die Ehrung seines "Earth Songs". Diese bewegende 3-D-Version hatte er kurz vor seinem Tod für seine geplante Comeback-Tour "This is it" produziert. Gesungen wurde dieser Titel von Jennifer Hudson, Celine Dion, Smokey Robinson, Usher und Carrie Underwood. Das Publikum im Staples Centre in Los Angels und die zahlreichen Zuschauer weltweit vor den Fernsehbildschirmen konnten mit Spezialbrillen die Performance dreidimensonal sehen. Der Bühnenhintergrund bestand aus Aufnahmen von Mammutbäumen, Walen und dem Regenwald.
Weitere Auszeichnungen erhielten an diesem Abend die Black Eyed Peas für ihr Album "The E.N.D." in der Kategorie "Bestes Album im Bereich Pop", Green Day für "21 st Century Breakdown" für das beste Rock-Album, die Band Kings Of Leon gewann einen Grammy für die beste Single des Jahres und den besten Rock-Song für ihren Song "Use Somebody" und die Auszeichnung für das beste Rap-Album ging an Eminem. Die Country-Band Zac Brown Band wurden zu den Newcomern des Jahres gekürt und auch Maxwell erhielt zwei Grammys zum einen für das beste R&B-Album und für die beste R&B-Performance.
Gekrönt wurde der Abend von den grandiosen Auftritten von Pink, die zwar keinen Grammy erhielt, aber dafür die spektakulärste Bühnenshow lieferte und dafür stehende Ovationen erntete. Sängerin Mary J. Blige und der Tenor Andrea Bocelli gedachten der Erdbebenopfer in Haiti indem sie gemeinsam den Klassiker "Bridge Over Troubled Water" von Simon und Garfunkel sangen. Vor 40 Jahren hatten die beiden genau für diesen Song sechs Grammys gewonnen. Dieses Lied kann im Rahmen einer Spendenaktion für die Opfer des Erdbebens im Internet herunter geladen werden.
