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Lindsay Lohan: Strafarbeit im Leichenschauhaus
Lindsay Lohan verstieß wiederholt gegen ihre Bewährungsauflagen. Jetzt drohen mehrere Monate Haft. Eine Richterin brummte ihr außerdem 480 Stunden Sozialdienst auf, die sie auch in ein Leichenschauhaus führen werden.
Das Kapitel „Konflikte mit dem Gesetz“ in Lindsay Lohans Leben wird immer größer: Die Schauspielerin und Sängerin soll im Januar eine Halskette in einem Juweliergeschäft gestohlen haben. Damit verstieß Lohan einmal mehr gegen ihre Bewährungsauflagen. Die Künstlerin hat seit Jahren mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Seit 2007 ist sie mehrmals unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer, Kokain-Besitz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verhaftet worden.
Sie wurde bereits zu kurzen Haftstrafen und Sozialstunden verurteilt, erhielt Therapieauflagen und muss sich regelmäßig Alkohol- und Drogentests unterziehen. Außerdem drohte ihr bei einem erneuten Verstoß eine Gefängnisstrafe von bis zu 180 Tagen. Nach dem Diebstahl der Halskette verurteilte Richterin Stephanie Sautner Lindsay jetzt zu vier Monaten Haft und fast 500 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Lohans Anwalt legte gegen die Haftstrafe Berufung ein. Am 3. Juni muss Lindsay Lohan erneut vor Gericht erscheinen.
Die Sozialstunden muss sie aber auf jeden Fall ableisten – und zwar in einer Notunterkunft für Frauen und in einem Leichenschauhaus. Sie wird allerdings nur die Räume der Gerichtsmedizin putzen und keinen direkten Kontakt mit Leichen haben. „Sie wird keine toten Körper anfassen müssen, aber sicherlich einige zu Gesicht bekommen“, sagte Ed Winter vom Institut für Rechtsmedizin Los Angeles gegenüber dem Magazin „People“. Der Strafdienst für die Schauspielerin beginnt in der nächsten Woche.
Lindsay Lohans Anwalt stellte den vermeintlichen Schmuckdiebstahl vor Gericht so dar, dass seine Mandantin nach dem Anprobieren versehentlich mit der Kette um den Hals das Geschäft verlassen habe. Richterin Sautner wies diese Erklärung aber strikt zurück. Lindsay Lohan habe mit Absicht und mit Dreistigkeit gehandelt. Erst als die Polizei eine Hausdurchsuchung ankündigte, habe die Schauspielerin die Kette zurückgegeben.
Nathan Folk, ihr Produzent und Freund, verteidigt Lindsay: „Sie hat das nicht getan, was alle sagen. Sie hat diese Halskette nicht gestohlen“, sagte er dem People-Magazin. „Lindsay ist wütend, weil sie so hart gearbeitet hat, um ihr Leben zu verändern.“





