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Michael Jackson: La Toya glaubt an Mord
„Michael wurde ermordet.“ In einem Interview äußerte sich Michael Jacksons Schwester La Toya gestern zum plötzlichen Tod des King of Pop am 25. Juni 2009. Wie sie dem britischen Fernsehsender ITV mitteilte, geht sie davon aus, dass Michael aus Habgier ermordet wurde: „Sie wussten, dass er tot mehr wert wäre als lebendig. Er wurde wegen der Rechte an seiner Musik ermordet.“
Die 54jährige Sängerin La Toya Jackson sagte nicht, wer hinter dem von ihr behaupteten Mord stecken könnte. Sie sei sich aber von Beginn an sicher gewesen, dass es sich beim Tod ihres Bruders nicht um einen Unfall gehandelt habe. Kritisch kommentierte die Künstlerin die nach ihrer Ansicht sehr langsam verlaufenden Ermittlungen im Todesfall Michael Jackson: „Dies ist ein Schlag ins Gesicht für die ganze Familie.“
Tatsache ist, dass der Gerichtsmediziner von Los Angeles im August des vergangenen Jahres den Tod von Michael Jackson offiziell als Tötungsdelikt bezeichnete. Als Todesursache gab er eine Vergiftung durch das Narkotikum Propofol an. Die Obduktion des Leichnams ergab, dass auch die Beruhigungs- und Narkosemittel Diazepan, Midazolam und Lorazepam verabreicht wurden.
Ein brisanter Cocktail war es, der dem an Schlaflosigkeit leidenden Künstler von seinem Privatarzt Conrad Murray auf dessen Bitten hin verabreicht wurde. Der Arzt wurde im Februar 2010 wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach kalifornischer Rechtsprechung stehen darauf bis zu vier Jahre Haft. Die Familie Jackson forderte dagegen eine wesentlich schwerwiegendere Anklage wegen Mordes. Die Staatsanwalt blieb bei dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung: Es sei davon auszugehen, dass der Arzt Murray ohne „bösartigen Vorsatz“ gehandelt habe. Der Prozess gegen den Mediziner begann jetzt wenige Tage vor dem ersten Todestag von Michael Jackson.
Der Anwalt der Jackson-Familie, Brian Oxman, bezeichnete das Handeln des Arztes als „Abfeuern von Schüssen auf einen voll besetzten Zug“. Nach seiner Ansicht ist die Anklage wegen fahrlässiger Tötung nur ein „leichter Klaps auf die Hand des Mediziners Murray, aber ein Schlag ins Gesicht von jedem, der Gerechtigkeit suche.“ Der Jackson Anwalt äußerte sich generell kritisch zu der nach seiner Meinung existierenden „Komplizenschaft von Ärzten beim Medikamentenmissbrauch von Prominenten“.





