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Michael Jackson: Leibarzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

veröffentlicht Freitag, 14. Januar 2011, 02:27 Uhr
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Bereits kurz nach dem plötzlichen Tod von Michael Jackson kamen im Juli 2009 Spekulationen auf, die sich gegen Jacksons Privatarzt Conrad Murray richteten. Der Mediziner soll dem Popstar eine Überdosis des Betäubungsmittels Propofol verabreicht haben. Jetzt muss sich Murray vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Bereits kurz nach dem plötzlichen Tod von Michael Jackson kamen im Juli 2009 Spekulationen auf, die sich gegen Jacksons Privatarzt Conrad Murray richteten. Der Mediziner soll dem Popstar eine Überdosis des Betäubungsmittels Propofol verabreicht haben. Jetzt muss sich Murray vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Michael Jackson soll in den Monaten vor seinem Tod an Schlaflosigkeit gelitten haben. Sein Privatarzt Conrad Murray gab ihm daraufhin täglich eine Dosis von 50 Milligramm Propofol. Bei dem Medikament handelt es sich um ein starkes Betäubungsmittel, das eigentlich nur in Krankenhäusern bei Operation eingesetzt wird und eine ständige Überwachung des Patienten erfordert.

Um eine Abhängigkeit zu vermeiden, hat Conrad Murray nach eigenen Angaben Propofol abgesetzt und Michael Jackson einen Cocktail aus Valium und harmloseren Schlafmitteln gegeben. Jackson habe aber weiter um das Narkosemittel gebeten, so erklärte der Arzt damals. Er habe dem Sänger 25 Milligramm Propofol gegeben. Michael Jackson erlitt kurz darauf am 25. Juni 2009 einen Herzstillstand und starb kurz nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert worden war.  

Jetzt wurde der Arzt Conrad Murray nach einem sechstägigen Anhörungsverfahren in Los Angeles wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Zudem ordnete das Gericht ein sofortiges Berufsverbot für den 57-jährigen Mediziner an. Nach Ansicht des Richters gibt es genügend Beweise, die einen Prozess gegen Murray begründen. Bei den Anhörungen äußerten sich 20 Zeugen und Sachverständige.

Murray habe bei ihm große Mengen des starken Narkosemittels Propofol bestellt, dies werde normalerweise nur zur Betäubung eingesetzt, sagte ein Apotheker aus. Nach Ansicht des Gerichtsmediziners Christopher Rogers hat Jacksons Privatarzt seine Sorgfaltspflicht verletzt und ärztliche Fehler begangen. Ein Bodyguard des King of Pop sagte aus, dass der Arzt zunächst alle Ampullen und Medikamente beiseite geschafft und dann erst den Notarzt gerufen habe. Da habe Michael Jackson schon einige Zeit im Koma gelegen.

Im Falle einer Verurteilung drohen Conrad Murray bis zu vier Jahre Haft. Der Arzt hatte schon im Februar 2010 seine Unschuld beteuert. Nach seiner Aussage sei die verabreichte Dosis viel zu niedrig gewesen, um einen Herzstillstand herbeizuführen. Conrad Murray war seit Mai 2009 Michael Jacksons Leibarzt. Der Sänger wollte ihn auch zu seinen geplanten Konzerten nach London mitnehmen. Murray soll nach US-Medienangaben ein Gehalt von 150.000 US-Dollar pro Monat bezogen haben.


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