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Paris Hilton: Millionenklage wegen falscher Haare
„Stars are blind“ heißt ein Song von Paris Hilton, mit dem sie vor einigen Jahren in Deutschland immerhin Platz Sieben der Single-Charts erreichte. Ein wenig blind soll die Millionenerbin selbst gewesen sein, als sie nach den falschen Haaren griff. Und dazu kommt noch erschwerend hinzu: sie hat doch tatsächlich eine Party ihres Werbepartners versäumt. Aus diesen Gründen hat eine US-Firma für Haarverlängerungen die Millionenerbin auf Schadensersatz in Höhe von 35 Millionen verklagt.
Ein bizarrer Streit bahnt sich an. Paris Hilton präsentiert sich stets aufwendig frisiert, gerne mit blonder Wallemähne. Dabei greift sie üblicherweise auf gut gemachte Extensions zurück. 2007 hatte die auf künstliche Haarverlängerungen spezialisierte Firma „Hairtech International“ einen Werbevertrag mit Miss Hilton abgeschlossen. Paris aber griff laut Aussagen dieses Extensions-Herstellers oftmals anders als vereinbart nicht zu den Extensions aus dem Firmensortiments, sondern zu den Produkten eines Konkurrenzunternehmens. „Hairtech-International“ wirft Hilton Vertragsbruch vor und will jetzt vor Gericht den Schadensersatz in satter Millionenhöhe erreichen.
Die Firma stellt dabei eine gesalzene Rechnung auf: Im Juni 2007 verpasste Paris eine von Hairtech-International organisierte Party mit mehr als 600 Hair-Stylisten aus aller Welt. Hairtech berechnet die hier entgangenen Einnahmen auf 6,6 Millionen Dollar. Zudem habe man der Werbeträgerin Hilton 3,5 Mill. Dollar Spesen für ihre Promotion-Aktionen zur Verfügung gestellt. Dazu addiert das Unternehmen weitere Verluste durch Paris Verhalten und kommt so zu einer Gesamtsumme von sage und schreibe 35 Millionen Dollar.
Die große Party der Extensions verpasste Paris Hilton übrigens, weil sie zu der Zeit eine Haftstrafe absitzen musste. Sie fuhr ihren Wagen 2007 unter Alkoholeinfluss und ohne gültigen Führerschein und hatte damit gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen. Für Hairtech ist ihr Gefängnisaufenthalt kein Grund von der Klage abzusehen: Hilton habe vertraglich zugesichert, sich an die Gesetze zu halten.
Bisher hat sich die 29-Jährige nicht zu den Vorwürfen geäußert. Noch ist kein Ende des haarigen Streits in Sicht.





