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Paul Simon: Mit "So Beautiful or So What" zurück
Nach fünf Jahren Pause veröffentlicht Paul Simon jetzt ein neues Album. Die Songs erinnern an seine erste Platte und an sein legendäres „Graceland“.
Sein musikalisches Leben überspannt fast die gesamte amerikanische Pop-Geschichte. Jetzt veröffentlicht der 69-jährige Paul Simon sein zwölftes Soloalbum. Einige US-Kritiker halten „So Beautiful or So What“ für eines der besten Alben seiner Karriere. Mit diesen Songs ist Simon vom artifiziellen Sound-Design seiner letzten Platte zurückgekehrt zur puren Rhythmik. Das neue Album ist ein Mix aus Rhythm´n´Blues, afrikanischen Elementen und wunderschöner Doo-Wop-Harmonie und erinnert damit an „Graceland“.
Die Kompositionen erinnern an die große Kraft der Pop-Musik, sie servieren Rhythmus und Reim in unwiderstehlicher Weise. Das Album startet mit dem betörenden „Getting Ready For Christmas“. Der Song erzählt von einem Arbeiter, der sich vorstellt, wie sein Sohn als Soldat im Irak Weihnachten erlebt. Ist die Platte mit vierzig Minuten auch relativ kurz, so beschäftigen sich die Songs mit den umfassenden Themen Tod, Gott, Liebe und auch mit der Geschichte des Universums.
Und natürlich immer wieder die Liebe: Ein Meer der Liebe. Liebe als Unfall. Alte Liebe. Liebe auf den ersten Blick. Ewige Liebe. Liebe als ein Spiel. Heilige Liebe. - Paul Simon weiß davon zu erzählen. Und man hat nicht das Gefühl, dass er sich dabei wiederholt. Songs wie „Love & Blessings“ und „Love and Hard Times“ wirken wie eine spirituelle Suche, die vom Bewusstsein der Sterblichkeit angespornt wird.
Gott ist Thema in „The Afterlife“: in diesem Song erkennt jemand, dass die Bürokratie im Himmel nicht aufhört und auch dort noch Formulare ausgefüllt werden müssen. In „Love and Hard Times“ macht Gott einen Besuch auf der Erde, der ihn nur wenig erfreut. Paul Simon hat bei seiner neuen Platte wieder mit dem Produzenten Phil Ramone zusammengearbeitet. Mit ihm entstand auch schon „Still Crazy After All These Years“ und das Reunion-Album von Simon und Garfunkel beim Konzert im New Yorker Central Park 1981.





