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Sido eröffnet Tattoo-Studio und gewinnt vor Gericht

veröffentlicht Mittwoch, 21. Juli 2010, 00:00 Uhr
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Sido eröffnete in Berlin ein eigenes Tattoo-Studio. In einem Zwei-Zimmer-Laden in einem beschaulichen Viertel in Berlin Mitte feierte der Rapper die Eröffnung des Geschäftes mit Freunden und Familie. „Ich und meine Katze“ - zu dem Namen des Ladens sagte Sido: „Katze heißt meine Partnerin, die kann das wenigstens mit dem Tätowieren.“ Die Eröffnung des eigenen Tattoo-Studios ist für den Künstler etwas besonderes: „Das ist für mich ein großer neuer Schritt. Das ist mein erster Laden. Ich habe schon mehrere Firmen, aber dazu gibt es keinen Laden mit täglichem Betrieb. Ich bin sehr aufgeregt.“

Der Künstler scheint auch schon ein ganz besonderes Angebot für Fans zu haben: „Ich habe mir eine eigene Maschine gekauft und tätowiere Autogramme backstage. Autogramme kriegst du jetzt nur noch in Tattoo-Form von mir. Deshalb habe ich mein Hobby jetzt einfach professionell gemacht.“ So ganz professionell ist sein Können aber noch nicht: „Ich lerne erstmal und dann irgendwann tätowiere ich auch selber. Wenn ich es irgendwann dann mal kann, dann gibt es spezielle Einzeltermine bei mir. Für viel Geld kriegst du dann ein Tattoo von mir“, kündigte der Musiker an.

Bereits auf der Eröffnungsparty fand sich allerdings ein mutiger Gast, auf dessen Wade sich Sido mit einem selbst gestichelten Autogramm verewigen durfte. Bis der Musiker das Handwerk selbst beherrscht, arbeiten zwei professionelle Tätowiererinnen in dem neuen Laden.
Zeit, um in seinem neuen Geschäft vorbeizuschauen, habe er schon: „Definitiv! Mit Musik bin ich bis Ende des Jahres erst mal fertig. Ich habe mich für eine längere Pause entschieden, ich war leer und ausgebrannt.“

Vor Gericht gewann Sido jetzt eine Auseinandersetzung mit Sandy Meyer-Wölden: in einem Song hatte der Rapper die Dame als „olle Crackbraut“ bezeichnet. Meyer-Wölden forderte dafür 25 000 Euro Schmerzensgeld. Die gibt es aber nicht: das Landgericht Köln wies die Klage gegen Sido zurück. Die Worte um die es in der Verhandlung ging, fielen während der Verleihung des Musikpreises Comet im Mai 2009: Sido war spontan auf ein Rap-Wortgefecht mit Oliver Pocher eingegangen, er textete: „Ich glaube es nicht, was ist los, verdammt. Oli Pocher ist mit Sandy Meyer-Wölden zusammen. Olle Crackbraut, olle Crackbraut! Oho! Oho!“
Nach dem Urteil der Kölner Richterin Margarete Reske hat es sich bei dem Rap-Duell nur um eine humoristische Einlage gehandelt. Die Richterin erklärte weiter, dass die Worte als „substanzlose Blödelei“ auch vom Publikum aufgefasst worden seien. Sido hatte bereits vor der Handlung erklärt, dass er nicht die Absicht gehabt habe, Sandy Meyer-Wölden zu beleidigen.


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