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Soft Machine: Kevin Ayers ist tot

veröffentlicht Freitag, 22. Februar 2013, 01:19 Uhr

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Soft Machine prägten wie Pink Floyd den Psychedelic Rock im London der ausgehenden 60er Jahre. Mit Kevin Ayer starb jetzt der Bassist und Sänger der Band.

Sie waren Pioniere der Rockmusik. Ab den späten 60er Jahren experimentierten Soft Machine nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit Lightshows und Tonbandcollagen. Jetzt ist Mitbegründer und Bassist Kevin Ayers im Alter von 68 Jahren in Frankreich gestorben. Ayers war neben Soft Machine lange Zeit auch als Solokünstler erfolgreich.

Die Band hatte er 1966 zusammen mit Robert Wyatt, David Allen, Mike Ratledge und Larry Nowlin im britischen Canterbury gegründet. Ihren Namen wählten sie nach dem Romantitel „The Soft Machine“ von William S. Burroughs. Ihr einflussreiches Debütalbum gleichen Namens veröffentlichten sie 1968. Zusammen mit Jimi Hendrix tourten sie noch im selben Jahr durch die USA.

Schon früh startete Kevin Ayers aber auch damit, Alben unter seiner alleinigen Federführung zu veröffentlichen. Die Songs zu seinem Solodebüt „Joy of a Toy“ (1969) schrieb er während der USA-Tour mit Soft Machine. Bereits mit diesem ersten Album zeigte Ayers seine großes Talent und seine einzigartige Klasse als Musiker: Er spielte mit so unterschiedlichen Stilen und Genres wie etwa einem Zirkusmarsch oder einem Volkslied aus Malaysia.

Obwohl Kevin Ayers im britischen Kent geboren wurde (16. August 1944) verbrachte er einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend in Ostasien, da sein Stiefvater als Soldat der britischen Armee in Malaysia stationiert war. Wie nicht wenige Musiker hatte er zeitweise mit der Drogensucht zu kämpfen. Er gewann den Kampf gegen die Heroinabhängigkeit.    

„Seine Musik berührte und beeinflusste unzählige Menschen auf der ganzen Welt. Er ist der Vater des Underground. Möge er in Frieden ruhen“, schreibt Ayers Plattenfirma Lo-Max Records auf ihrer Webseite.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Ayers mit vielen Kollegen wie Brian Eno, Elton John, Mike Oldfield, Nico und John Cale zusammen. Lange Zeit lebte er in Deia, auf der Insel Mallorca, Nach einem kurzen Zwischenstopp in Großbritannien wurde Südfrankreich ab dem Ende der 90er Jahre zu seiner Heimat. Mit „Unfairground“ veröffentlichte Kevin Ayers sein letztes Album 2006.


       

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