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Udo Lindenberg: Ich hatte immer einen Kater
„Ich habe den Arsch gar nicht mehr hochgekriegt, ich bin gar nicht mehr weggekommen“, erzählt Udo Lindenberg in einem Interview über seine jahrelang sehr intensive Beziehung zum Alkohol. In Berlin startet in wenigen Tagen ein Musical, das von einer geheimen Liebe Lindenbergs mit einem Mädchen aus Ost-Berlin erzählt.
„Ich saß jahrelang am Tresen und ich habe vieles unternommen, aber nur in meinem Kopf, nicht im echten Leben“, ganz offen spricht Altrocker Udo Lindenberg im Interview mit der „Welt am Sonntag“ über sein Verhältnis zum Alkohol. Er habe nicht mehr viel unternommen, sei einfach kaum noch von der Flasche weggekommen. „Ich habe mich gar nicht mehr getraut, ohne Arzt irgendwo hinzufahren. Ich hatte ständig so einen Kater, dass ich dachte, ich breche sowieso gleich zusammen“, erzählt er weiter.
Schon in seiner Kindheit und Jugend habe er die Neigung zum Alkohol in seiner Familie erlebt. „Ich komme aus einer reinen Alkoholkultur, die waren eigentlich nur fröhlich, wenn sie einen drin hatten“, erklärt der 64-jährige Sänger. Udo Lindenberg stammt aus dem westfälischen Gronau. Als Kind nutzte er jede Gelegenheit, sein Rhythmusgefühl auf Trommeln auszuleben. Sein erstes Schlagzeug waren zwei Benzinfässer. Auf Wanderschaften durch halb Europa sammelte er Erfahrungen als Musiker. In Hamburg gründete er das Panikorchester und startete seine erfolgreiche Karriere. Dem Alkohol hat Udo Lindenberg auch heute noch nicht ganz abgeschworen. „Ein bisschen Absinth trinke ich immer noch. Ich trink´ aber leicht, sehr leicht“, schränkt er aber ein. „Wenn ich allerdings große Projekte mache, wie jetzt, trinke ich praktisch gar nichts“, erklärt Lindenberg weiter im „Welt am Sonntag“-Interview.
Ein großes Projekt steht aktuell auf dem Plan des Panikrockers: In Berlin startet am 13. Januar das Musical „Hinterm Horizont“, das von der Liebe eines in Westdeutschland lebenden Mannes und eines ostdeutschen Mädchens erzählt. Udo Lindenberg hat diese von Mauern und Stacheldraht getrennte Liebe in den 70er Jahren selbst erlebt. Bereits damals verarbeitete er die Geschichte in dem Song „Mädchen aus Ostberlin“.





