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Lene Marlin Biographie

Lene Marlin

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Wie viele der besten Dinge im Leben ist auch Lene Marlins Album "Lost In A Moment" ein Zufallsprodukt. "Eigentlich sollte es gar kein Album werden", erklärt die 24-jährige Sängerin, deren Alben nicht nur in ihrer norwegischen Heimat, sondern einer ganzen Reihe westeuropäischer Länder Platin-Status erzielten und die junge Künstlerin so zu einer der meistbeachteten Vertreterinnen aktueller Popmusik machten. "Ursprünglich hatte ich an einem ganz anderen Projekt gearbeitet. Aber dann lief es so gut, die Songs flogen mir nur so zu. Und bevor ich mich versah, war daraus ein Album geworden."

Aufgenommen hat Lene die neuen Songs mit dem berühmten Hitproduzenten-Trio Stargate - zu dessen Kunden in der Vergangenheit auch schon Mariah Carey, Cher und Mary J. Blige gehörten - in aller Heimlichkeit. "Ja, es ist mein Geheim-Album" gesteht Fräulein Marlin lachend. "Es war fast so, als ob ich meine erste Platte zum zweiten Mal aufnehmen würde. Ich habe niemandem etwas davon erzählt, auch meine Plattenfirma hatte keine Ahnung von dem, was ich tat. Ich wollte in Ruhe und Frieden arbeiten, so arbeiten, wie ich es mir vorstellte."

Das Ergebnis ist nicht nur eine Sammlung fließender Melodien und nachdenklicher Texte, die Platte enthält darüber hinaus auch einige der aufregendsten stimmlichen Leistungen in Lene Marlins noch junger Karriere. "Lost In A Moment" liefert einen überzeugenden Beweis für die Richtigkeit des von ihr gewählten Ansatzes. "Diese Arbeitsweise bedeutete, dass ich, völlig entspannt und frei von jeglichem Druck, die Arbeit an den Songs genießen konnte. Und ich finde, das hört man dem Album auch an."

Als Lene schließlich ihre Plattenfirma aufsuchte, dachte man dort, sie wäre gekommen, um ein paar neue Demos vorzuspielen. "Und ich habe sie dann mit einem komplett fertigen Album überrascht", erinnert sie sich lachend. "Ich habe ihnen einfach die Aufnahmen gegeben und gesagt: "Hier, das Album ist schon fertig."

Nun war es auch in der Vergangenheit schon so, dass Lene Marlins Karriere durch glückliche Zufälle und ein gewisses Überraschungselement geprägt wurde. Geboren in Tromsö, hoch oben am Polarkreis, begann Lenes musikalische Reise, als sie mit 15 eine Gitarre geschenkt bekam. Es dauerte nicht lange und Lene schrieb ihre eigenen Songs, die sie zu Hause mit einem Kassettenrecorder aufnahm, und mit denen sie auch hin und wieder im engsten Freundeskreis auftrat.

Irgendwann im Sommer 1997 erhielt der wichtigste Radio- und TV-Sender Norwegens NRK den Tipp, dass es da einen talentierte Teenagerin gäbe, die ihre eigenen Songs schrieb und spielte. Woraufhin Lene eingeladen wurde, in den Tromsöer NRK-Studios einen Song aufzunehmen. Wenig später wurde man dann auch bei Virgin Records in Oslo auf Lene aufmerksam (ein Mitarbeiter von NRK hatte den Hinweis gegeben).

Bevor Lene wusste, wie ihr geschah, stand sie auch schon im Studio und nahm ihre erste Single "Unforgivable Sinner" auf. Zum damaligen Zeitpunkt war sie gerade 17 und ging noch zur Schule. Mit dem, was dann folgte, hatte niemand gerechnet, am wenigsten sie selbst: "Unforgivable Sinner" avancierte zur schnellstverkauften Single in der norwegischen Pop-Geschichte und setzte sich ganze acht Wochen auf Platz Eins der norwegischen Charts fest. Ein Jahr später, im Jahre 1999, erschien dann Lenes Debütalbum "Playing My Game". Die Platte verkaufte sich weltweit über 1,8 Millionen Mal, erreichte in Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Italien Platin- und in den meisten anderen europäischen Länder Gold-Status und wurde mit einer ganzen Reihe von Preisen überschüttet. Lene selbst wurde fast über Nacht ein international gefeierter Star.

Der ebenso plötzliche wie unerwartet große Erfolg traf die junge Dame völlig unvorbereitet und warf sie beinahe um. Lene entschied sich, eine Auszeit zu nehmen, in der sie über die dramatischen Veränderungen in ihrem Leben nachdenken und dabei für sich herausfinden wollte, ob das Leben als Star wirklich das war, was sie sich erträumt hatte. 2003 erschien sie dann, inzwischen älter und auch reifer geworden, wieder auf der Bildfläche, im Gepäck ihr zweites Album. "Another Day" - so der Name des Werkes - enthielt eine Reihe weiterer Hitsingles und festigte Lenes Position als eine der talentiertesten Singer/Songwriterinnen Europas.

Nachdem zwischen der Veröffentlichung von Lenes ersten beiden Alben vier lange Jahre lagen, folgt nun, eineinhalb Jahre später, bereits das Dritte. Die relativ kurze Zeit, in der "Lost In The Moment" geschrieben und aufgenommen wurde, zeigt deutlich, dass Lene Marlin in ihre Rolle hineingewachsen ist und ist ein Ausdruck dafür, wie selbstbewusst sie inzwischen ihr eigenes Schicksal bestimmt.

"Es fällt mir schwer, "Lost in A Moment" zu beschreiben, weil mir die Platte so nahe ist", erklärt Lene. "Ich kann mich nicht zurücklehnen und die Platte bewerten. Allerdings scheinen alle, die mein Album bisher gehört haben, der Meinung zu sein, dass es sehr frisch und optimistisch, entspannt und echt klingt. Was wohl daran liegt, dass ich, als ich die Platte aufnahm, ausgesprochen glücklich war. Für mich ist "Lost In A Moment" der logische Nachfolger meines vorletzten Albums."

Wobei die Zusammenarbeit mit Stargate, wie Lene sagt, sich als ausgesprochen inspirierend erwies. "Sie haben so viele Ideen eingebracht, und sie schienen fast intuitiv zu wissen, wohin ich wollte. Wir hatten nicht geplant, ein ganzes Album aufzunehmen, aber die Zusammenarbeit lief so gut, es entstand ein Song nach dem anderen, und so ist das Album einfach gewachsen."

Das Resultat ist eine Platte, die einerseits durch einen stimmigen, in sich geschlossenen Sound überzeugt, anderseits aber auch eine Unmenge verschiedenster Stimmungen und Gefühle wiederspiegelt. Die stilistische Bandbreite reicht dabei von der ersten Single "How Would It Be", einer flotten Up-Tempo-Nummer, über das von Streichern und Beats geprägte "Never To Know" und die glockenhellen Gitarrenwechsel von "Never To Know" bis hin zur melodischen Rock-Nummer "Wish I Could". "Lost in A Moment" ist eine Platte voller erhabener Momente, in denen man sich leicht verlieren kann.

Doch überlassen wir Lene selbst die abschließenden Worte: "Dieses Album aufzunehmen, ohne dass mir dabei jemand Vorschriften machte, habe ich als sehr angenehm empfunden. So habe ich einfach das getan, wozu ich gerade Lust hatte. Ich habe mich dabei wohl gefühlt. Das Album war zwar so nicht geplant, aber als es fertig war, hatte ich sofort das Gefühl, das Richtige getan zu haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies meine bisher beste Platte ist."
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"Another Day", dem Album voll berückend intimer Songs der norwegischen Singer/Songwriterin Lene Marlin, hört man den vierjährigen Reifeprozess seit ihrem gefeierten Debüt "Playing My Game" deutlich an.

Ihr damals völlig unerwarteter Erfolg hatte Lene Marlin erstmal ziemlich über-wältigt. Das erste Album verkaufte sich weltweit 1,7 Millionen Mal und erreichte nicht nur in Norwegen, sondern auch in Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Italien und Taiwan Platinstatus. Und in Japan, der Schweiz, Neusee-land und Irland konnte es immerhin Gold verbuchen.

Es war ein erstaunlicher Aufstieg für das Mädchen aus Tromsö, hoch oben im Norden jenseits vom Polarkreis. "Niemand hat damit gerechnet, dass das erste Album so viel verkauft", erinnert sie sich, "Ich ging damals noch zur Schule, als ich es aufnahm, und dann veränderte sich mein Leben schlagartig."

Lene zog nach Oslo und dort begann eine hektische Zeit: Es ging gleich auf Promo-Tour durch Europa und dann um die ganze Welt. Und dann war Lene plötzlich verschwunden: "Der Erfolg kam so plötzlich, dass ich erst mal eine Pause brauchte, um das alles zu verarbeiten", erklärt sie. "Ich hatte keine Zeit, alles zu begreifen, auf einmal interessierten sich die Medien für mich. Und obwohl sich das toll anhört, um die ganze Welt zu reisen, hab ich doch nie mehr gesehen als Hotelzimmer, Fernsehstudios und Flughäfen. Ich brauchte einfach erstmal Zeit zum Nachdenken."

In London aufgenommen, ist "Another Day" nun das Ergebnis dieser Besinnung und ihrer Entwicklung in den letzten Jahren. Wie das erste Album kombiniert auch dieses wieder in gleichem Maße hervorragendes Songwriting und Pophandwerk. Doch die Songs sind jetzt ausgereifter und erstmals nahm Lene sie dieses Mal mit einer Band auf.

"Die Band hat mich wirklich inspiriert", erinnert sich Lene. "Ich schrieb die Songs in der oberen Etage und konnte die Jungs unten hören. Wenn ich einen Song be-endet hatte, ging ich einfach zu ihnen runter, dann haben wir ihn gespielt und aufgenommen. Das war eine sehr natürliche und unkomplizierte Arbeitsweise."

Doch "Another Day" ist auch ein Album, dass beinahe nicht gemacht worden wäre. "Ich nahm die Auszeit vor allem, um mir zu überlegen, ob ich sowas noch-mal machen möchte", gesteht Lene. "Ich hab mich mit all der Aufmerksamkeit, die ich bekam, nicht wohlgefühlt und mich gefragt, wie ich das alles bewältigen kann. Ich musste eine Distanz zwischen mir und dem, was passierte, aufbauen und sehen, ob ich das gleiche Gefühl wieder heraufbeschwören könnte, das ich hatte, als ich das erste Mal Songs schrieb - nur zu meinem eigenen Vergnügen."

Und glücklicherwiese kam dieses angenehme Gefühl während Lenes Auszeit zurück. "Ich bin wieder hier, weil ich wieder Leidenschaft verspüre. Ich habe nie daran gedacht, einen Song zu schreiben, damit er sich verkauft, weil ich Musik anders angehe. Wenn ich auf diese vorgefertigte Weise denken würde, könnte ich nichts schreiben."

"Another Day" wurde in London mit dem Produzenten Mike Hedges (Cure, U2. Travis) aufgenommen. "Ich reiste zwischendurch immer wieder nach Norwegen als wir das Album machten, aber ich hab mich jedes Mal darauf gefreut, wieder zurück nach London zu gehen, weil wir so eine fantastische Zeit hatten, als wir diese Platte machten", schwärmt Lene. Und sie ist voll des Lobes für Hedges' Mitwirkung. "Schon als ich Mike das erste Mal traf, hatte ich ein gutes Gefühl", sagt sie. "Ich brauchte jemanden, der mir half, die Songs dorthin zu bringen, wo ich sie haben wollte, und Mike war darin sehr gut."

Trotz allem war es vor allem Lene, die die Kontrolle über "Another Day" hatte, keine hochbezahlten Autoren oder Produzenten mit ihren hochpolierten Malen-nach-Zahlen-Radiohits. Es sind Lene's Songs, und sie berühren den Zuhörer auf höchst persönliche Weise.

"Musik ist etwas, was ich immer geliebt habe und immer lieben werde", sagt Lene. "Aber der Entstehungsprozess bleibt ein Rätsel - sogar für mich selber. Ich schätze, ich werde einfach von allem inspiriert, was mich umgibt. Sachen, die man sieht oder liest. Geschichten, die Leute einem erzählen. Dinge, die mir pas-siert sind. Aber ich erzähle niemals irgend-wem, worum es in meinen Songs geht. Ich mag es, wenn die Leute sich ihre eigenen Geschichten dazu ausdenken und ganz persönliche Verbin-dungen zu den Songs herstellen."

"Another Day" ist ein großer Schritt in Lenes noch junger Karriere, sowohl was den Sound des Albums als auch was ihr Songwriting angeht. "Es ist ganz anders als "Playing My Game". Aber das ist eine natürliche Entwicklung und das bin immer noch ich", sagt sie.

"Ich schreibe die Songs immer noch genauso wie früher, aber ich bin älter ge-worden und das gibt einem eine andere Perspektive. Das war eine lange Pause, und ich dachte die Leute hätten mich vielleicht schon vergessen Doch ich bin sehr stolz auf das Album und wenn die Leute es mögen wäre das großartig."

Die ersten Reaktionen auf "Another Day" haben bereits bewiesen, dass wohl eine ganze Menge Leute Lene Marlin noch nicht vergessen haben. Und nun ist sie zurück mit dem bis dato besten Album ihrer Karriere.

"Natürlich hab ich ein bisschen Angst. Aber das ist gesund", meint sie. "Die ver-gangenen Jahre bis zu diesem Album waren wie eine Reise. Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis die Leute die Songs hören."
     

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