CD Kritik
Raus aus dem Anzug, rauf aufs Skateboard
Raus aus dem Anzug, rauf aufs Skateboard
Sollte man wirklich knapp 15 € für ein Album ausgeben, das noch nicht mal eine Laufzeit von 40 Minuten hat? Man muss. Selbst wenn ein Blick auf die Titelliste vermuten lässt, dass die Zielgruppe hippe Chucks – Träger sind, deren CD – Sammlung sich ausschließlich aus Bands zusammensetzt die mit „The“ anfangen und sich irgendwas zusammenschrammeln. Das Gefühl stimmt irgendwie auch, aber gerade deswegen ist das Album so gelungen. Allein der Opener „Girls & Boys“ kommt so wunderschön naiv durch die Boxen gehagelt, dass selbst die coolste Sau im Raum sich aus der Rolle wagt und wie ein impulsiver Teenager abgeht. „The simple things/ They are the best/ I’m just a kid / An Alien among the people“, singt Billy Lunn passend dazu. Selten hat unverblümte Naivität so viel Spaß gemacht. Der nachfolgende Track „Kalifornia“ bezieht sich auf den Aufnahmeort Kalifornien und die Eindrücke, die sie während ihres Aufnthaltes in dem amerikanischen Bundesstaat gemacht haben. „It’s all about celebrity culture and the way people think that Los Angeles is the paradise that will be the answer to all the dreams of fame and fortune”, meint die Band dazu. Für die Produktion war niemand geringerer als Butch Vig zuständig, der schon mit Nirvana, Sonic Youth und Smashing Pumpkins zusammengearbeitet hat.




