CD Kritik
Singer/Songwriter-Pop à la Katie Melua
Singer/Songwriter-Pop à la Katie Melua
Andrea McEwan gelingt mit „Rental Property“ ein eindrucksvolles Debütalbum. Die Australierin, die schon als Songwriterin für Katie Melua aufgefallen war, für die sie unter anderem „What I Miss About You“ und „Dirty Dice“ für das „Pictures“-Album schrieb, zeigt mit „Rental Property“, dass sie ihr Handwerk beherrscht. Die Wahlberlinerin McEwan schreibt Songs, die, obwohl sie nicht die einschlägigen Register des Chart-Pop zieht, dennoch genauso ins Ohr gehen. Die ersten beiden Titel „Alibi“ (auch die zweite Single-Auskopplung des Albums) und „Black Socks In The Wash“ belegen das Potenzial der Sängerin hinsichtlich klassischer Singer/Songwriter-Musik. Dass die Songs sehr nach Katie Melua klingen, ist bei der Geschichte und dem Arbeitskontext wohl nicht weiter verwunderlich. Die erste Single-Auskopplung des Albums „Candle In A Chat Room“ ist eine minimalistisch arrangierte Ballade, dessen Refrain nichtsdestoweniger Ohrwurm-Charakter besitzt. Songs wie „Isn\'t It Funny“ oder „Mr. London Town“ versprühen gute Stimmung, ihnen hört man an, dass AndreaMcEwan seit ihrer Kindheit ein großer Musical-Fan ist. Andrea McEwan erzählt auf „Rental Property“ glaubwürdige Geschichten über Lebenssituationen, die wir alle kennen und die grundsätzliche Gefühle des Einzelnen gegenüber der Welt betreffen. Die Message der Songs wird somit für jeden Hörer nachvollziehbar und erleichtert die Identifikation mit der Sängerin. Nebenbei ist das ganze Album durchgängig gut produziert und sauber abgemischt. Ohne Frage hat der Dramatico-Boss Mike Batt mit der Entscheidung keinen Fehler begangen, Andrea McEwan einen Plattenvertrag anzubieten. Wer auf schnörkellosen Singer/Songwriter-Pop à la Katie Melua steht, wird mit dem entspannten und gefühlsbetonten Album „Rental Property“ von Andrea McEwan seine Freude haben!




