CD Kritik
Weichspülmusik für schlichte Gemüter
Weichspülmusik für schlichte Gemüter
Klar, gute Musik muss nicht unbedingt komplex sein. Gerade Simplizität kann bestechen. Die Urkraft von Jazz, Rock und Punk haben eine geradezu animalische Urkraft, die tief liegende, meist unterdrückte, Emotionen im Bewusstsein des Hörers freisetzt. Doch diese Popmatsche trieft so dermaßen vor Klischees, dass sie direkt an der Oberfläche des Gehörs abprallt und nichts hinterlässt – außer einem kalten Schauder. Allein die extra Features, die den Konsumenten zum Kauf anreizen sollen, sagen viel über die das Bild aus, welches die Marketingabteilung von den potentiellen Käufern zu haben scheint. Sicher sind die zur Weihnachtszeit erscheinenden „Live – CDs“ und „Greatest Hits Alben“ anderer Künstle auch nicht gerade innovativ. Nur grenzt es an eine bodenlose Frechheit als „Extras“ die Weihnachtslieder „Driving Home For Christmas“ und „Santa Claus is Comin to Town“, neben den allseits bekannten Videos hinzuzufügen. Fehlt nur noch eine Coverversion von „Last Christmas“. Man mag von Fady Maalouf halten was man möchte. Nur kann man mit guten Gewissen Kritikern und Fans von dem Kauf dieser Sonderedition abraten.




