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Lady Gaga setzt sich für Homosexuelle ein
Im US-Bundesstaat Maine kam es gestern zu einem Überraschungs-Auftritt von Lady Gaga. Allerdings ging es diesmal nicht um „Pokerface“ oder „Bad Romance“: Die Sängerin nahm an einer Kundgebung teil und setzte sich für Homosexuelle in der US-Armee ein. Bereits auf der Verleihung der MTV Video Music Awards zeigte Lady Gaga, dass sie für die Rechte schwuler Soldaten kämpft: Sie ließ sich von vier homosexuellen Soldaten in Uniform begleiten und wies auf deren Probleme in der Armee hin.
Auf der Kundgebung in Maine sprach die Künstlerin jetzt vor rund 3000 Zuhörern und richtete einen Appell an den Senat, der heute über die Abschaffung eines Gesetzes bestimmt, das homosexuelle Soldaten benachteiligt. Mit ihrer Rede will Lady Gaga die beiden republikanischen Senatorinnen Susan Collins und Olympia Snowe dafür gewinnen, das umstrittene Gesetz „Don´t ask, don´t tell“ („Frage nicht, sage nichts“) im Senat aufzuheben. Dieses Gesetz wurde 1993 unter dem damaligen Präsident Bill Clinton erlassen, es erlaubt homosexuellen Männern und Frauen, in die Armee einzutreten – vorausgesetzt, sie sprechen nicht über ihre sexuelle Orientierung. Gaga warf der Armeeführung vor, dass viele voreingenommene Vorgesetzte im Privatleben von Soldaten schnüffelten, um sich über deren sexuelle Ausrichtung zu informieren.
Seit 1993 sind nahezu 14.000 Soldaten wegen ihrer Homosexualität aus der US-Armee entlassen worden. Die Sängerin forderte die republikanischen Senatoren auf, ihre Ansichten zu überdenken. Lady Gaga, die im schwarzen Anzug mit Sternenbanner-Krawatte gekleidet war, sagte: „Ich bin hier, um meiner Generation eine Stimme zu verleihen.“ Die Musikerin erklärte weiter, dass sie kein Urteil für oder gegen die Homosexualität erwarte. Die Senatoren sollen nach Gagas Meinung einzig ihre Aufgabe erfüllen und die Verfassung der USA schützen. Weiter sagte sie: „Sollten wir nicht die nach Hause schicken, die voller Vorurteile sind – heterosexuelle Soldaten, die schwule Soldaten hassen? Unser neues Gesetz heißt: Wenn es euch nicht gefällt, dann geht nach Hause.“





