CD Kritik
Gelungenes, natürliches Pop-Debüt
Gelungenes, natürliches Pop-Debüt

Lenka kommt ursprünglich aus Australien, lebt aber seit einiger Zeit in ihrer Wahlheimat Los Angeles. Das ihre Eltern Hippies waren merkt man ihrer beschwingten Musik an. Ihr Debütalbum schlug dank der eingängigen Single "The Show" nicht nur in Deutschland voll in die Charts ein. Lenka macht nicht nur Musik, sondern nahm auch Schauspielunterricht und spielte als Sängerin/Keyboarderin bei der Gruppe Decoder Ring. Ihr Debütalbum ist geprägt von persönlichen Texten, verbunden mit leichtem, eingängigem Gitarrenpop. Federleicht sind viele Songs, doch manche Texte spiegeln trotz aller Leichtigkeit auch eine gewisse Melancholie oder Traurigkeit wieder. "The Show", welches in den Radiostationen rauf und runter läuft, geht sofort ins Ohr und macht Lust auf mehr. "Don't let me fall" und "Trouble is a friend", wo sie über versteckte Ängste singt, erinnern an den Pop der 60er Jahre. Eine richtige Ballade ist auf dem Album nicht zu finden, dafür ein zwei ruhige Songs wie beispielsweise "Skipalong". Zwei Perlen dieses Albums sind definitiv "We will not grow old" - wunderschöne Melodie, geht sofort ins Ohr - sowie "Like a song" - wirkt kindlich und verspielt durch kleine Glöckchen, bekommt man schwer wieder aus dem Kopf. Fazit: Sowohl Musik und Sängerin kommen sehr natürlich rüber, was heutzutage bei sehr viel gespielter Künstlichkeit in den Medien und den Charts sehr erfrischend wirkt. Es handelt sich nicht nur um Hintergrundmusik, und auch wenn manchen diese Musik zu soft sein sollte, Reinhören lohnt sich allemal. Ein rundum gelungenes Debüt.
