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ESC-Finale: Werden LaBrassBanda doch noch nachqualifiziert?

veröffentlicht Mittwoch, 20. Februar 2013, 04:13 Uhr


ESC-Finalteilnehmer Cascada sollen ihren Song „Glorious“ vom Vorjahresgewinnerlied „Euphoria“ kopiert haben. Sollte es zu einer Disqualifizierung kommen, dürften sich LaBrassBanda freuen.

„`Glorious´ wirkt wie eine Kopie von ´Euphoria´ mit kleinen raffinierten stilistischen Änderungen“, erklärte Phonetikerin Dr. Tina John der „Bild am Sonntag“. „Am Anfang ist der Gesang absolut identisch, der Refrain benutzt die gleiche Akzentuierung, der Schluss gipfelt in einer identischen Kombination. Die Sängerinnen benutzen sogar dieselbe Atemstilistik. Außerdem sind die Pausen, die Dynamik und die Beats größtenteils identisch.“

Einige Tage nach dem ESC-Vorentscheid-Sieg von Cascada gab es von vielen Seiten heftige Kopievorwürfe. Die „Bild am Sonntag“ griff das Thema auf und gab beim Institut für Sprachwissenschaften der Universität ein Gutachten in Auftrag. Die Expertise der Wisschenschafter untermauert die Vorwürfe.

Im Falle einer erwiesenen Kopie dürften Cascada nicht beim ESC-Finale in Malmö antreten und die bayerische Band LaBrassBanda käme zum Zuge. Die Ska-Punk-Polka-Blaskapelle erreichte beim Vorentscheid mit überwältigendem Zuspruch der Radiohörer den zweiten Platz. Die Hörer aller beteiligten zehn ARD-Radiowellen vom NDR über den HR bis zum WDREinsLive hatten die Bayern einstimmig auf Platz Zwei gewählt.  

Cascada-Frontsängerin Natalie Horler weist die Plagiat-Vorwürfe indes vehement zurück: „Wir können die Songs gerne mal übereinanderlegen. Es sind zwei unterschiedliche Lieder“, sagte die 31-Jährige. Der zuständige Sender NDR hat jetzt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Kopier-Vorwürfe klären soll. „Da sich die Betroffenen schlecht selbst verteidigen können, will ich eine objektive Sicht von außen“, sagte der zuständige ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber gegenüber Stern.de.

Ein eindeutiges Plagiat ist eigentlich nur dann gegeben, wenn entweder Musik oder Text sehr ähnlich sind. Einige Experten sehen eher eine große Ähnlichkeit, einen sogenannten Soundalike, zwischen den beiden Songs und keine klare Kopie. Die vom NDR beauftragten Gutachter werden die beiden Lieder in kleinste Details zerlegen und diese dann Note für Note vergleichen. Am Ende zählt aber auch die subjektive Einschätzung, die der Gutachter gewinnt. Bei einer möglichen juristischen Auseinandersetzung könnte diese einen erheblichen Einfluss haben.


       

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